Weltgrößte Linux Datenbank speichert Klimadaten: Rekord Datenbank des World Data Center Climate am Deutschen Klimarechenzentrum
Hamburg, November 2005. Das World Data Center Climate (WDCC) und das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) in Hamburg betreiben die größte Datenbank weltweit unter dem freien Betriebssystem Linux. Das zeigt ein internationales Ranking der weltgrößten Datenbanken, das im September von der Winter Corporation veröffentlicht wurde. Die Datenbank des WDCC am DKRZ umfasst kaum vorstellbare 220 Terabyte und ist damit sogar doppelt so groß wie die Datenbank einer bekannten Internet Suchmaschine.
Das World Data Center Climate (WDCC) des International Council for Science (ICSU) wird betrieben von der Gruppe Modelle und Daten am Max-Planck-Institut für Meteorologie (M&D/MPI-M) und dem Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ). Die Datenbank des WDCC spiegelt den aktuellen Wissensstand der Klimaforschung über Zustand und zu erwartende Änderungen des Klimas. Allein 115 Terabyte wurden für die neuen IPCC-Simulationsdaten für den vierten - für Anfang 2007 geplanten - Bericht des "Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel der Vereinten Nationen" (Intergovernmental Panel on Climate Change - kurz IPCC) erzeugt. Das entspricht rund 24.500 DVDs.
"Klimaforscher erzeugen mit aufwendigen Simulationsrechnungen riesige Datenmengen. Zur Aufbereitung der Forschungsergebnisse müssen diese Daten jederzeit schnell und effizient zugreifbar sein. Alle Rechnungen bleiben für spätere Vergleiche gespeichert. Daher ist die Datenbank auf sehr großes Datenwachstum bis in den Petabyte Bereich hinein ausgelegt." erklärt Dr. Michael Lautenschlager von der Gruppe Modelle & Daten des Max-Planck-Instituts.
Technischer Hintergrund zur Datenbank
NEC installierte das Datenbanksystem vor drei Jahren zusammen mit einem 1,5 Teraflops schnellen NEC Vektorsupercomputer der Serie SX-6 am DKRZ. Der vom Bund mit rund 35 Millionen Euro geförderte Vektorsupercomputer ist der schnellste Supercomputer für die Klimaforschung in Europa. Er führt bis zu 1,5 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde aus und speichert die Rechenergebnisse mit bis zu 450 Megabyte pro Sekunde auf Festplatten.
Am DKRZ sind Festplatten mit einer Gesamtspeicherkapazität von 100 Terabyte installiert. Darüber hinaus gehender Speicherplatzbedarf wird mit Magnetbändern abgedeckt, die insgesamt mehr als 6 Petabyte fassen. Mehrere schnelle NEC TX7 Datenserver mit Intel Itanium2 Prozessoren übernehmen dabei die Rolle von Protokollanten, die immer wissen, welche Daten wo auf den Festplatten und Bändern gespeichert sind. Die Modellergebnisse sind in einer relationalen Oracle Datenbank gespeichert und stehen Forschern weltweit zur weiteren Auswertung zur Verfügung. Das Gesamtsystem aus Supercomputer und Speicher belegt 750 Quadratmeter im Hamburger Geomatikum.
Die vollständige Liste der weltweit größten Datenbanken finden Sie unter: http://www.wintercorp.com/VLDB/2005_TopTen_Survey/2005TopTenWinners.pdf
Internet Links
WDC Climate: www.wdc-climate.de Daten und Informationen IPCC AR4: ipcc.wdc-climate.de
Zu Modelle und Daten
Die Gruppe Modelle und Daten (M&D) am Max-Planck-Institut für Meteorologie ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Servicegruppe für die Klimaforschung in Deutschland und Europa. Ihr Aufgabenspektrum umfasst die Entwicklung und den Betrieb einer Modell- und Daten-Infrastruktur für die Erdsystemforschung. Wichtiger Bestandteil dieser Infrastruktur ist das Weltdatenzentrum WDC-Climate aus dem in diesem Jar bereits mehr als eine halbe Million Datensätze heruntergeladen wurden. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.mad.zmaw.de und http://www.mpimet.mpg.de
Zum DKRZ
Die Deutsches Klimarechenzentrum GmbH (DKRZ) wurde 1987 als zentrale Service-Einrichtung der deutschen Klimaforschung gegründet um der wachsenden Bedeutung der Fragen nach der zukünftigen Entwicklung des Erdklimas und der sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Umwelt des Menschen Rechnung zu tragen. Das DKRZ betreibt modernste Höchstleistungsrechner und Datenserver und bietet dem damit verbundenen Dienste. Es bildet damit einen wesentlicher Eckpfeiler für erstklassige Erdsystem- und Klimaforschung in Deutschland. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.dkrz.de/ Das DKRZ wird finanziell vom Bundesforschungsministerium unterstützt. Gesellschafter der DKRZ GmbH sind die Max-Planck-Gesellschaft,die Universität Hamburg, das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und das GKSS Forschungszentrum Geesthacht.
Zu NEC
Die NEC Corporation (NASDAQ: NIPNY, FTSE: 6701q.1) ist einer der weltweit größten Lösungsanbieter für Informations- und Telekommunikationstechnik, mit einer führenden Position bei Patentanmeldungen. NEC entwickelt für seine in einer Vielzahl von Branchen und weltweit tätigen Kunden maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Computersysteme, Netzwerke und elektronische Bauelemente durch die Integration von IT- und Netzwerktechnologien sowie die Bereitstellung von Halbleiter-Basistechnologien durch die NEC Electronics Corporation. NEC beschäftigt weltweit mehr als 140.000 Mitarbeiter. Der Umsatz belief sich im vergangenen Geschäftsjahr 2004/2005 auf rund 4.855 Milliarden Yen (rund 45,4 Milliarden US-Dollar). Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.nec.com
NEC vertreibt seit 1987 Hochleistungscomputersysteme in Europa. Das Produktportfolio umfasst Supercomputer der SX-Serie, High Performance Server der TX-Serie und Linux Cluster. Darüber hinaus gehören Dienstleistungen wie System-Integration und Support-Services zum Angebot. Die Supercomputer werden hauptsächlich für technisch-wissenschaftliche Berechnungen in Industrie und Forschung eingesetzt. NEC High Performance Computing Europe (HPCE) wurde im Februar 2003 als Nachfolger für die seit 1989 operierenden NEC European Supercomputer Systems gegründet. Die europäische Zentrale befindet sich in Düsseldorf mit Büros in Paris, London, Amsterdam, Lugano und Mailand. Das Kompetenzzentrum für Linux-Technologie sowie Optimierung und Portierung von Applikationssoftware hat seine Büros in Stuttgart. Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.hpce.nec.com
Weitere Informationen für die Presse:Dr. Michael LautenschlagerWorld Data Center for Climate (WDCC)Modelle und Daten / Max-Planck-Institut für Meteorologie (M&D/MPIM)Bundesstrasse 53, D-20146 Hamburg, GermanyTel.:+49 40 41173 297Fax:+49 40 41173 476E-Mail: lautenschlager
dkrz.de
Dr. Joachim BiercampDeutsches Klimarechenzentrum GmbHBundesstrasse 55, D-20146 Hamburg, GermanyTel.:+49 40 41173 314Fax:+49 40 41173 394E-Mail: biercamp
dkrz.de
Dr. Jörg StadlerNEC High Performance Computing Europe GmbHPrinzenallee 1140549 DüsseldorfTel: +49 (0)7117 80 55 28Fax: +49 (0)7117 80 55 25Email: jstadler
hpce.nec.com
Quelle: NEC / pressrelations.de
14.11.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 787 X