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Das Gehirn der Deutschen Bahn


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(djd/pt). Vergleicht man das gut 36.000 Kilometer lange Streckennetz der Deutschen Bahn mit einem Körper, so sitzt das "Gehirn", die Netzleitzentrale (NLZ), in Frankfurt am Main. Ständig kommuniziert dieser Körper mit dem Gehirn und umgekehrt. Wann immer ein Zug auf die Reise geht, erfährt die NLZ davon - nicht nur einmal zu Beginn, sondern auf der gesamten Strecke, automatisch über so genannte Zugnummern-Meldeanlagen auf den Stellwerken. Von den täglich rund 2.300 Fernzügen erhält das "Gehirn" online mehr als 100.000 Einzelmeldungen, die es z.B. mit dem Fahrplan vergleicht. Egal ob ICE-, IC- und EC- oder wichtige Güterzüge, rund um die Uhr müssen die Fachleute in der NLZ über Anschlussverbindungen, Ersatzzüge und Umleitungen entscheiden. Nur so lässt sich der internationale Zugbetrieb aufrechterhalten und im Falle von Problemen neu koordinieren. Wird etwa in einem Nachbarland gestreikt, dann stehen ganz schnell etliche Züge auf der Strecke und verursachen einen kilometerlangen Stau, der nach Streikende wieder aufgelöst werden muss. Mehr als 10.000 Mal im Monat sind Verkehrsanschlüsse gefährdet. Am Computer können Lösungsmodelle in Sekundenschnelle simuliert werden. Dabei lässt sich feststellen, ob Verspätungen sich wieder ausgleichen oder wichtige Zuganschlüsse gehalten werden können. Und das Schönste: Von alledem merkt der Fahrgast in aller Regel rein gar nichts.







Quelle: Deutsche Bahn AG / pressetreff.de

19.12.2005 - 18:02 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 453 X