Weblogs bieten ungeahnte Chancen
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Interview von Sabina Abdel-Kader mit Ernst Probst
Wien – Ernst Probst ist nicht nur Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitäten- und Fossilienhändler, er ist auch Gründer und Betreiber mehrere Fach-Blogs im Internet. Sabina Abdel-Kader sprach für das JournalistenJournal (Offizielles Medium des Wiener Journalisten Club) mit dem im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim lebenden Publizisten.
JournalistenJournal: Sie blicken auf 30 Jahre Erfahrung als Journalist und Buchautor zurück. Dies hat Sie aber nicht daran gehindert, sich noch mit dem Thema Blog zu beschäftigen. Wer oder was lieferte Ihnen die Idee, gleich mehrere Blogs ins Leben zu rufen?
Probst: Mich störte mich zunehmend das Desinteresse der Printmedien an meinen Pressemitteilungen. Aus diesen Gründen wollte ich unabhängig von den Printmedien sein und gründete mehrere Weblogs. Daran fasziniert mich, wie schnell die Informationen weltweit verbreitet und von anderen übernommen werden und dass sie relativ rasch in Suchmaschinen zu finden sind.
JournalistenJournal: Wann gründeten Sie Ihren ersten Blog und welcher war das?
Probst: Im Sommer 2005 gründete ich mehrere Weblogs, mit denen ich auf meine Aktivitäten aufmerksam machen wollte. Davon ist bisher http://biografien-news.blog.de am erfolgreichsten: Die dort veröffentlichten Kurzbiografien wurden innerhalb von fünf Monaten mehr als 30.000 Mal gelesen, http://dinosaurier-news.blog.de brachte es auf mehr als 25.000 Klicks. Bei biografien-news veröffentliche ich vor allem Leseproben aus meiner 14-bändigen Taschenbuchreihe „Superfrauen“ mit Biografien berühmter Frauen.
JournalistenJournal: Journalisten beginnen verstärkt Ihre eigenen Blogs zu betreiben. Wie sehen Sie die Zukunft für diese Form der Berichterstattung?
Probst: Wer Interessantes zu berichten hat, für den bieten Weblogs ungeahnte Chancen. Es reicht jedoch nicht, ein Weblog nur zu betreiben, sondern man muss einiges tun, um dieses bekannt zu machen. Weblogs sollten in möglichst viele RSS-Suchmaschinen sowie in Suchmaschinen, Linklisten und Webkataloge eingetragen werden und man sollte über sie – wie ich es beispielsweise bei www.pr-inside.com/de und www.helloarticle.com/de tue – Pressemitteilungen im Internet veröffentlichen.
JournalistenJournal: Welche Vorteile sehen Sie für Journalisten, die sich mit einem Blog im Internet präsentieren?
Probst: Festangestellte Redakteure bzw. Redakteurinnen dürfen in der Regel die von ihnen in ihrer Zeitung oder Zeitschrift veröffentlichten Artikel nicht anderswo – also auch nicht in einem Weblog – veröffentlichen. Sie können aber darüber berichten, dass sie befördert wurden, eine neue Stelle angetreten, einen Journalistenpreis gewonnen oder einen besonders interessanten Artikel geschrieben haben. Freie Journalisten/innen müssen mit ihren Auftraggeben klären, ob sie ihre Artikel exklusiv anbieten oder auch anderswo veröffentlichen dürfen. Auf jeden Fall aber können freie Journalisten/innen sich und ihre Arbeit in Weblogs vorstellen sowie Leseproben publizieren. Journalisten/innen, die bereits ein Buch oder mehrere Bücher geschrieben haben, bieten sich in Weblogs viele Chancen, auf ihre Werke aufmerksam zu machen.
JournalistenJournal: Was stört Sie an Weblogs?
Probst: Nicht wenige Blogger überschätzen sich maßlos und halten ihre Artikel in Weblogs für viel besser als die von ausgebildeten Redakteuren/innen in anderen Medien. Die gründliche Ausbildung eines Redakteurs oder einer Redakteurin – nach Abitur oder Studium – in einem Volontariat dauert allerdings etwa 1 bis 2 Jahre. Mit diesem Wissen können Blogger, die so einfach drauflos schreiben, meistens nicht mithalten. Manche vermeintlich mutigen Beiträge von Bloggern sind schlichtweg unverschämt und – juristisch gesehen – unvertretbar.
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Weblinks:
JournalistenJournal
http://www.journalistenjournal.at
Wiener Journalisten Club
http://www.wjc.at
medien-news
http://medien-news.blog.de
Quelle: Verlag Ernst Probst / pressbot.net
Ihr Ansprechpartner:
| Firma | : | Verlag Ernst Probst |
| Name | : | Ernst Probst |
| Straße | : | Im See 11 |
| Stadt | : | - 55246 Mainz-Kostheim |
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| Telefon | : | 06134 21152 |
| Fax | : | 06134 26665 |
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| WWW | : | http://www.buch-shop-mainz.de |
| E-Mail | : |  |
10.01.2006 - 16:51 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 418 X