Konkurrenz zu DSL in den Startlöchern - TK-Branche arbeitet mit Hochdruck an Turbo-UMTS
München, www.ne-na.de – Der UMTS-Beschleuniger High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) ist nach Einschätzung von Branchenexperten startklar, um als Alternative zu DSL ins Rennen zu gehen. „HSDPA eignet sich optimal für den Download großer Datenmengen wie umfangreiche E-Mail-Anhänge, Musik oder Videos und unterstützt den zügigen Ausbau mobiler Datendienste“, erklärt Stefan Waldenmaier, Redakteur des Fachmagazins Funkschau http://www.funkschau.de. Den Startzeitpunkt für die kommerzielle Vermarktung haben bereits fast alle Netzbetreiber festgelegt. So wird T-Mobile http://www.t-mobile.de das Datenfeuerwerk auf der CeBIT zünden. Vodafone http://www.vodafone.de und O2 http://www.o2online.de planen einen Vermarktungsstart im Verlauf der nächsten sechs Monate.
„Einen Engpass bei der Lieferung entsprechender Endgeräte ist, im Gegensatz zum Start von UMTS, dieses Mal nicht zu erwarten. Bereits seit Herbst des vergangenen Jahres sind Datenkarten in den Netzbetreiber-Shops verfügbar, die beide Standards unterstützen – UMTS und HSDPA“, so die Einschätzung von Waldenmaier. Für Dirk Backofen, Leiter Business Marketing bei T-Mobile Deutschland, sei der Turbo für UMTS nicht nur für Unterhaltungsangebote interessant. „Unsere ersten Highspeed-Angebote richten sich primär an Businesskunden. Wir bauen damit unser ‚Office in your Pocket-Portfolio’ konsequent aus. Geschäftsleute, die unterwegs fast so komfortabel und schnelle wie in ihrem Büro etwa auf Outlook und webbasierte Intranetanwendungen zugreifen können, profitieren in besonderem Maße von der neuen Technik“, so Backofen.
Ericsson wertet HSPDA als ersten Schritt in der noch jungen Evolutionsgeschichte von UMTS. „Damit werden mobile Breitband-Übertragungsraten von theoretisch bis zu 14,4 MBit pro Sekunden im Downlink möglich. In der Praxis sind, je nach Empfangsbedingungen, in Zukunft 11 MBit pro Sekunde zu erwarten“, sagt Christoph Bach, Head of Customer Solutions & Sales Support Germany bei der Ericsson GmbH http://www.ericsson.com/de. In diesem Jahr würden Datenkarten und Mobiltelefone mit 3,6 später dann mit 7,3 MBit pro Sekunde erhältlich sein. Seit Ende 2005 unterstütze Ericsson netzwerkseitig bereits 4,3 MBit pro Sekunde. Auf dieser Basis schaltete beispielsweise der amerikanische Mobilfunkbetreiber Cingular als weltweit erster Operator HSDPA in einigen Regionen live.
„HSDPA, HSUPA und das darauf folgende Super 3G besitzen das Potenzial, das Nutzerverhalten im Mobilfunk nachhaltig zu verändern. Wird zur Zeit die Datennutzung im Mobilfunk noch überwiegend von SMS dominiert, kann sich das in den nächsten Jahren radikal wandeln“, betont Bach. So wie vor 15 Jahren Telefonie zum mobilen Massenphänomen wurde, werde es nun die Datennutzung: bei Privatpersonen E-Mail, Blogging, Chatten, Multimedia-Unterhaltung, beim geschäftlichen Nutzer der schnelle, stabile Zugang zum firmeneigenen Netzwerk und datenhungrigen Applikationen. „Für die Netzbetreiber ermöglicht HSDPA eine erhebliche Kapazitätserweiterung ohne zusätzliches Frequenzspektrum. Die Kosten mobiler Datenübertragungen pro Megabyte können erheblich gesenkt werden“, so Bach. Die Preise würden sich in etwa an dem orientieren, was Verbraucher heute für DSL ausgeben.
Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net
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24.01.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 196 X
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