Berlecon-Spotlight-Analyse: Voice over IP nicht auf Kostenersparnis reduzieren - Anwendungen für Privatkunden Schrittmacher für Geschäftskundenmarkt
Berlin/Düsseldorf, www.ne-na.de - Voice over IP, das bedeutet vor allem kostenloses Telefonieren – dieses Bild scheint jedenfalls nach wie vor auch in Unternehmen vorzuherrschen. Laut einer Umfrage, die Berlecon Research http://www.berlecon.de im Auftrag von Nortel und Damovo durchführte, wollen deutsche Unternehmen mit VoIP vor allem Kosten sparen. Zwei Drittel der befragten IT-Führungskräfte in ausgewählten Branchen gaben an, dass der Hauptgrund für die Umsetzung von VoIP-Lösungen die Einsparung von Kosten gegenüber traditioneller Telefonie ist.
Diese Sichtweise sei nach Auffassung von Berlecon stark darauf zurückzuführen, dass VoIP erst über die Popularität am Privatkundenmarkt den Weg in die Unternehmen gefunden habe. Die VoIP-Technologie führte fast zehn Jahre lang ein Schattendasein bis sich Ende 2004 Skype plötzlich wie ein Virus verbreitete und das kostenlose Telefonieren über das Internet zum Massenphänomen wurde.
Kostenlose Telefonate seien dabei nicht der interessanteste Aspekt: „Natürlich lassen sich auch in Unternehmen Telefonkosten sparen, wenn zum Beispiel das Telefonieren zwischen Filialen oder mit ausländischen Partnern über IP-basierte Netze erfolgt, und wenn nur noch eine Infrastruktur für die Übertragung von Sprache und Daten unterhalten werden muss. Allerdings ist die Einführung von VoIP-Lösungen auch nicht immer ganz billig, denn sie erfordert neben Investitionen in Soft- und Hardware häufig auch eine Aufrüstung der Infrastruktur, da nur mit wirklich breitbandigen Datenleitungen die nötige Qualität von VoIP-Telefonie garantiert werden kann", führen die Berlecon-Analysten aus.
Das große Potenzial für Unternehmen liege vielmehr darin, dass bei VoIP-Lösungen Sprache in Daten umgewandelt werde. Diese Daten würden sich sich nicht im Geringsten von irgendwelchen anderen Daten unterscheiden, die von Software verarbeitet und über IP-basierte Netze versandt werden. Sprachtelefonie könne damit durch Software abgebildet werden, so dass Telefonie-Anwendungen extrem leicht und zentral zu verwalten seien. Telefonie-Software, wie jede andere Software auch, weise die unterschiedlichsten Funktionen auf und könne mit den verschiedensten Unternehmensanwendungen und Daten integriert werden.
Besonders der letzte Punkt scheine bisher in der Wahrnehmung von Unternehmen noch keine ausreichende Wertschätzung zu finden. Dabei sei VoIP für Unternehmen doch gerade deshalb so spannend, weil Sprachkommunikation mit anderen Formen der Kommunikation und des Datenaustauschs zu einem effizienten Ganzen verbunden werden könne – Stichwort Unified Communications. Die Integration aller Kommunikationskanäle – Telefon, Handy, E-Mail, Fax, Video, Datenaustausch – in einer Anwendungsumgebung erlaubte es, (Kommunikationsprozesse erheblich effektiver zu gestalten als bisher. Das gelte besonders in Verbindung mit anderen neuen Kommunikationsanwendungen wie Instant Messaging, Presence-Lösungen (Anzeigen des Anwesenheitsstatus), mit Data Collaboration und Web Conferencing Tools.
Gerade wenn es um Instant Messaging (IM) oder Presence-Lösungen gehe, tun sich die Deutschen noch sehr schwer. Im Gegensatz zu den USA oder Großbritannien, nutzen in Deutschland gerade einmal 17 Prozent der von Berlecon befragten Unternehmen IM-Lösungen. Auch hier könnte sich jedoch eine ähnliche Entwicklung abzeichnen, wie bei VoIP: Auch IM und Presence könnten über den Privatkundenmarkt den Weg in die Unternehmen finden. AOL, MSN oder Yahoo Messenger werden heute von Millionen Privatkunden – in Deutschland vor allem der jüngeren Generation – genutzt. „Haben sich diese erst einmal an die durchaus sehr effiziente Art der Kommunikation mit IM gewöhnt, werden sie diese auch im Geschäftsalltag nicht mehr missen mögen“, glaubt Berlecon. Da die meisten VoIP-Lösungen für Unternehmen in Verbindung mit IM und Presence-Funktionen angeboten werden, dürften Netzeffekte zusätzlich dafür sorgen, dass diese Kommunikationstools auch in Deutschland Einzug in den Geschäftsalltag finden – auch wenn die Umfrageergebnisse ein anderes Bild zeichnen.
Von Netzwerkspezialisten wird diese Einschätzung geteilt: „Ericsson sieht hier das Zusammenwirken von lokalen Kommunikationslösungen mit zentralen Netzwerk- und Hostingtechnologien als Schlüssel zum Erfolg. IP Multimedia Subsystem (IMS) wird von allen Netzbetreibern als Standard für die Next Generation Networks anerkannt. IMS bietet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, ob Videoconferencing, Document Sharing, Presence Service oder Collaboration“, so Mehdi Schröder, Vice President Enterprise bei Ericsson http://www.ericsson.com/de in Deutschland. Allerdings müssten die lokalen Installationen IMS-kompatibel seien und die Leistungsmerkmale von IMS unterstützen und nutzen. „Nur damit wird gewährleistet, dass rasch die erforderliche kritische Masse im Markt für neue IMS-basierende Anwendungen bildet, und die Anwender in die richtige Technik investieren. Bei Neuinvestitionen in die Telefonie sollten Unternehmen schon heute danach fragen, ob die Technik interoperabel mit IMS-Netzdiensten sein wird", so das Fazit von Schröder.
Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net
Ihr Ansprechpartner:
| Firma | : | medienbüro.sohn |
| Name | : | Gunnar Sohn |
| Straße | : | Ettighofferstr. 26a |
| Stadt | : | - 53123 |
| |
| |
| |
| WWW | : | http://www.ne-na.de |
| E-Mail | : |  |
08.06.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 216 X
Vorherige Artikel
ERP & eBusiness - abas-Gruppe wächst: Weltweit rund 545 Mitarbeiter
ERP- und eBusiness-Anbieter ABAS expandiert internationalKarlsruhe, 31.05.2006 – Weltweit sorgen rund 50 abas-Vertriebspartner vor Ort für Kundenbetreuung und Service rund um die abas-Business-Softwar
Tschechische Schmiede setzt auf abas-ERP
Kovarna Viva Zlin sro entscheidet sich für ERP-Lösung von ABASKarlsruhe, 30.05.2006 – Die Schmiede Kovarna VIVA Zlin sro mit einem Jahresumsatz von ca. 450 Mio. CZK gehört zu den führenden Gesenkschmi
2X ThinClientServer 3 vereint Linux und Windows - für einfacheres Windows-Management unter Linux
2X, Entwickler von Software-Lösungen für Server-basiertes Computing, hat heute die Veröffentlichung von 2X ThinClientServer 3 bekannt gegeben. Die neue Version hilft bei der Lösung
Nächste Artikel
Mehr Sicherheit beim Backup - Genie Backup Manager 7.0 veröffentlicht – neue Version bietet Online Backup
Der jordanische Backup-Software Hersteller Genie-Soft Corp. und die deutsche MINX Software und Service Naumann und Pitschke GbR geben die Verfügbarkeit der Version 7.0 von Genie Backup Manager bekannt
Informations-Management Lösung quintessenz event in aktueller Version 4.0 erhältlich
Die von MSW entwickelte Systemlösung ermöglicht die einfache Realisierung von zeitgesteuerten Medienpräsentationen für Groß- und Infodisplays, digitale Beschilderungen, Welcomeboards, elektronische We
Markt für Mobile Games wächst rasant
Das Wachstum des Marktes für mobile Games übertrifft alle Erwartungen. Laut einer Studie von Frost & Sullivan betrugen die Umsätze im Bereich mobile Gaming im Jahr 2002 720 Millionen Eu
Suchmaschinen optimieren und AJAX Technologie?
Ein heißes Thema im Web! Schließlich kommen von Suchmaschinen viele aktivierte User, denen man Produkte schnell verkaufen kann oder die man direkt mit Informationen versorgen kann. Doch wi
Österreich fährt doch zur Fußball WM 2006
Wien, 9. Juni 2006 - Die Vienna Cubes, die sehr erfolgreiche Fußballroboter-Mannschaft der Fachhochschule Technikum Wien fährt zum Robocup 2006 vom 14. bis 20. Juni 2006 nach Bremen. Die Vi