Kino-Branchenverband: Wortmanns Sommermärchen wird ein Erfolg – Kinos ersetzen Bandansage durch moderne Sprachdialogsysteme
Nürnberg/Bonn, 20. September 2006 - Knapp ein Vierteljahr nach Ende der Weltmeisterschaft wird Fußball-Deutschland noch einmal den vierwöchigen Ausnahmezustand zelebrieren können. Zwar zeigt Sönke Wortmanns Film „Deutschland. Ein Sommermärchen“ nur zwei Stunden der deutschen Fußballreise. Die Kinos dürften aber ebenso voll besetzt sein wie alle Stadien und Plätze, an denen die Spiele der deutschen Mannschaft übertragen wurden. Und bis Ende Dezember, wenn das Werk in der ARD http://www.daserste.de laufen soll, werden wohl die Kassen klingeln. Für „Deutschland. Ein Sommermärchen“ hatte Wortmann die deutsche Nationalelf bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 begleitet. Der Regisseur des „Wunders von Bern“ folgte der Mannschaft im deutschen Sommer bis in die Kabine, nahm die mitreißenden Ansprachen von Trainer Jürgen Klinsmann auf, die Freudenfeiern und auch die Tränen nach dem verlorenen Halbfinale gegen Italien. „Sönke Wortmann sagt, dass er wie ein Tierfilmer gearbeitet hat: ‚Langsames Anschleichen an diese Spezies’ Nationalspieler. Schließlich sei seine Kamera gar nicht mehr wahrgenommen worden“, so die Bildzeitung http://www.bild.de. Auf die Idee zu dem Projekt sei Wortmann gekommen, als 2002 einen Film des Franzosen Stéphane Meunier gesehen hatte, der die Equipe Tricolore auf deren Weg zum WM-Sieg 1998 begleitet hatte.
Anfang Oktober wird der Film in die Kinos kommen und manchen Hollywood-Blockbuster das Fürchten lehren. „Der Film bringt die Emotionen des letzten Sommers zurück“, sagt Michael Kölmel, Stadionbesitzer und - betreiber in Leipzig und Besitzer der Kinowelt http://www.kinowelt.de, die das Sommermärchen verleiht. „Ein Streit mit den Kinobetreibern konnte noch in der Nacht vor der ersten Aufführung in Berlin geschlichtet werden“, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung http://www.faz.net. Der Kino-Branchenverband HDF http://www.hdf-kino.de wünscht sich, dass der Film die Deutschen zurückversetzt in den letzten Sommer und rechnet laut Pressemitteilung damit, dass der Film „auf dem Weg zu einem großen und breiten Publikumserfolg“ wird. Verbandsvorsitzender Thomas Negele sprach von der Chance für die Kinos, „den Menschen unter akzeptablen Rahmenbedingungen die Emotionalität der Fußballweltmeisterschaft über die große Leinwand zu präsentieren.“
In Deutschlands umsatzstärksten Kino, dem Nürnberger Cinecittà http://www.cinecitta.com, hat man sich schon vor längerem für große Besucheranstürme gerüstet. Im Schnitt laufen hier wöchentlich 30 Filme für bis zu 40.000 Zuschauer. Moderne Kommunikationstechnik gehört wie in anderen Kinos seit Jahren natürlich dazu. Von der Bandansage frührer Tage, die das ganze Wochenprogramm abspulte, hat man Abschied genommen. Über ein Sprachdialogsystem können beispielsweise Informationen zum täglichen Programm abgerufen werden. Das System kommt mit „Was läuft denn heute Abend im Cinecittà?" ebenso zurecht wie mit „Ich will heute so gegen 20 Uhr den Film ‚Ab durch die Hecke’ sehen" und liefert die gewünschten Informationen, zu denen selbst Kurzbeschreibungen und Kritiken der Filme gehören. Auch die weiter Verbindung zur Kartenreservierung ist möglich. Bernhard Steimel, Sprecher der Initiative Voice Business, die in diesem Jahr zum dritten Mal die Bonner Voice Days http://www.voicedays.de veranstaltet, sieht den Weg zu einem massenhaften Einsatz von Sprachdialogsystemen geebnet. „Sprachtechnologie ist längst den Kinderschuhen entwachsen und hat ihre Leistungsfähigkeit in vielen Branchen und Anwendungsfeldern eindrucksvoll bewiesen. Bei Entscheidern beginnt ein Umdenkprozess, da die vielen guten Beispiele sich herumsprechen. Dennoch werden Sprachanwendungen erst in 10 Prozent der sinnvollen Einsatzgebiete genutzt. Die Wirtschaft lässt so Automatisierungspotenziale und gute Ansätze zur Verbesserung des Kundenservices leider oft noch ungenutzt“, so Steimel. Für eine weitere positive Entwicklung der Sprachtechnologie im Markt sei es wichtig, dass Sprachdialogsysteme in punkto Nutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit noch besser werden.
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20.09.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 339 X
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