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Schily: "Deutschland wird 2006 ein geschichtsbewusster WM – Gastgeber sein"




Bundesinnenminister Otto Schily und Klaus Böger, der Berliner Senator für Bildung, Jugend und Sport, haben am Freitag gemeinsam mit dem Architekten Prof. Volkwin Marg das Ausstellungs- und Sanierungskonzept für die Langemarckhalle auf dem Berliner Olympiagelände vorgestellt. Mit 3,3 Millionen Euro aus Bundes- und 3 Millionen Euro aus Landesmitteln wird die Langemarckhalle derzeit saniert und anschließend mit einem Dokumentationszentrum versehen.

"Wir wollen uns als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft von unserer besten Seite zeigen. Dazu gehört aber auch das Thema Aufarbeitung der Vergangenheit. Gemeinsam mit der FIFA und dem von Franz Beckenbauer geleiteten Organisationskomitee haben wir dafür gesorgt, dass die Langemarckhalle und ihre Ausstellung den Besuchern zwischen den Spieltagen öffentlich zugänglich ist", sagte der Sportminister.

Die Langemarckhalle war von den nationalsozialistischen Erbauern des Olympiageländes zu Propagandazwecken erbaut worden. Dort stilisierten sie das sinnlose Kriegssterben der jungen Kriegsfreiwilligen im ersten Weltkrieg bei Langemarck zum "Heldentod". Senator Böger verwies auf die gute Kooperation bei der Realisierung des Projekts: "Das "Dokumentations- und Besucherzentrum Langemarckhalle" ist für mich ein gelungenes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Partnern des Sports. Wir werden es schaffen, ein attraktives und modernes Sportangebot in eine denkmalgeschützte Anlage zu integrieren."

Als weiterer Partner des Projektes stellte sich erstmals die Deutsche Stiftung Denkmalschutz der Öffentlichkeit vor. Mit einer Gesamtfördersumme von 200.000 Euro unterstützt sie die Sanierung des Glockenturms. Das Ausstellungskonzept wurde vom Deutschen Historischen Museum und dem Architekturbüro gmp (Gerkan, Marg und Partner) erstellt. Die Bauarbeiten, die im Anschluss an die Pressekonferenz bei einem Lokaltermin in Augenschein genommen wurden, sollen im Frühjahr 2006 abgeschlossen sein.

 

Verantwortlich: Rainer LingenthalRedaktion: Gabriele Hermani, Christian-Günter Sachs, Isabel Schmitt-Falckenberg, Anette Lena Stephan, Dr. Ingrid von Stumm, Annette ZiesigPressereferat im Bundesministerium des Innern, Alt-Moabit 101 D, 10559 BerlinE-Mail: pressebmi.bund.de www.bmi.bund.de , Telefon: 01888/681-1022/1023, Fax: + 49 1888/681-1083/1084

 



Quelle: BUNDESMINISTERIUM DES INNERN (BMI) / pressrelations.de

04.11.2005 - 18:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 227 X