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Leitkultur weist Irrweg




06. 11. 2005 - Immer mehr Unions-Politiker fordern eine "Leitkultur"-Debatte. Dazu erklärt Petra Pau, stellv. Vorsitzende der Linksfraktion:

Die von der CDU/CSU geforderte Leitkultur-Debatte ist ein gefährlicher Ersatz-Diskurs. Die Würde aller Menschen ist gleich, das ist verbrieft. Ebenso, dass man nicht töten darf, usw. Der Rest ist banal, beschränkt oder anmaßend.

Vor allem übersehen die Leitkulturfechter zweierlei:

Soziale Bindungen sind keine bloße Kulturfrage. Sie entspringen zuvörderst materiellen und gesellschaftlichen Bedingungen. Wer sozial ausgegrenzt wird, wird stigmatisiert und nicht integriert. Fünf Millionen Arbeitslose zeigen: Das ist ein gesellschaftliches Problem und kein spezifisch-kulturelles.

Außerdem wird die Integration von Migrantinnen und Migranten einseitig als Bringe- und Verzichtsaufgabe an Migrantinnen und Migranten definiert. Das war 40 Jahre lang falsch und das wird nun nicht besser.

Kurzum: Die Leitkultur-Fanatiker weisen einen Irrweg.

Petra PauMitglied des Deutschen BundestagesMitglied des InnenausschussesBerlin, Platz der Republik 1, 11011 Berlin(030) 227 – 710 95(030) 227 – 700 95 bundestag.de" target="_blank">petra.paubundestag.de www.petra-pau.de



Quelle: PDS IM BUNDESTAG / pressrelations.de

07.11.2005 - 10:06 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 67 X