Tag der Erinnerung und Mahnung
09. November 2005
Anlässlich des heutigen Gedenkens an die Pogromnacht vom 9. November 1938 erklärt der Geschäftsführer des Parteivorstandes Rolf Kutzmutz:
Im November 1938 brannten in vielen deutschen Städten Synagogen. Thorarollen wurden auf die Straße geworfen, Menschen in ihren Wohnungen überfallen und ausgeraubt, Männer verhaftet. Es gab viele Tote. Dieser Pogrom zeigte den Juden in Deutschland, dass es fortan in ihrer Heimat keinen Platz mehr für sie geben sollte. Wer in aller Welt es wissen wollte, konnte den verbrecherischen, rassistischen Charakter des Hitlerregimes an einem besonders prägnanten Beispiel zur Kenntnis nehmen - und seine politischen Schlüsse daraus ziehen. Wenige Jahre später verübten die Nationalsozialisten den Mord an den europäischen Juden. Dieses Verbrechen, der Holocaust, ist in der Menschheitsgeschichte einmalig und wird immer mit dem Namen des Landes in Verbindung stehen, wo dieses Verbrechen ausgedacht und geplant und schließlich überall dort in Europa, wo man es konnte, zielgerichtet in die Tat umgesetzt wurde.
Die meisten Menschen in Deutschland, die heute leben, haben an diesem Verbrechen nicht teilgenommen, können sich dafür nur schämen und sich der Verantwortung dennoch stellen. Der Judenpogrom in Deutschland von 1938 ist heute ein Tag der Erinnerung und der Mahnung: Mit Judenhass fing alles an. Gerade in der Gegenwart, wo in Berlin und bundesweit neonazistische Schmierereien scheinbar unbestraft zum Alltag gehören und Antisemitismus bei vielen Menschen Anklang findet, gilt es, die Gegenwehr zu verstärken.
Die Linkspartei.PDS verurteilt jede Form von Antisemitismus und distanziert sich aufs Schärfste von Pauschalangriffen, die souveränen Staaten und Völkern dieser Welt ihre Existenzberechtigung verwehren wollen. Auch dies ist eine Lehre aus zwölf Jahren nationalsozialistischer Diktatur und des 2. Weltkrieges. Mitglieder und Sympathisanten der Linkspartei.PDS werden heute an zahlreichen Veranstaltungen zum Gedenken an die Ereignisse im Jahr 1938 teilnehmen.
http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=30761
Quelle: DIE LINKSPARTEI.PDS / pressrelations.de
10.11.2005 - 10:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 66 X
Vorherige Artikel
EU-Kommission mahnt Reformfortschritte an
09. November 2005 – 1140 - Zu den juengsten Fortschrittsberichten der EU-Kommission zur Entwicklung in der Tuerkei, Kroatien und den Westbalkanstaaten Mazedonien, Albanien, Serbien-Montenegro und Bo
WESTERWELLE: Sachverständigenrat bestätigt Kritik der FDP
09.11.2005, Berlin. Der FDP-Bundesvorsitzende DR. GUIDO WESTERWELLE sagte am heutigen Mittwoch im "Mittagsmagazin" des ZDF, die Warnungen des Sachverständigenrats in seinem aktuellen Wirtschaft
BMBF-Broschüre zur Entwicklung neuer Werkstoffe erschienen
Hohes wirtschaftliches Potenzial - Konferenz in AachenFür die Entwicklung neuer Werkstoffe werden die Eigenschaften verschiedener Stoffe miteinander kombiniert und damit neue Funktionen erzeugt
Nächste Artikel
Auf Mut folgte Kleinmut – Angela Merkel wird Lokführerin im sozialdemokratischen Bummelzug
Bonn/Berlin – Die Begeisterung der Bürgerinnen und Bürger hält sich bisher in Grenzen. Die Pläne von Union und SPD assoziiert die Öffentlichkeit vor allem mit dem Begriff „Abkassieren“. Die Schere zwi
Hygienepaket verschärft Bürokratie unnötig
DBV-Präsidium lehnt geplante Verknüpfung mit Cross Compliance ab08.11.2005 - Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland werden durch immer mehr Bürokratie und Regulierung erdr&u
Ausgewiesener islamistischer Extremist hat Deutschland verlassen
Beckstein: "Bayern wird weiterhin mit Nachdruck gegen Gefährder und Hassprediger vorgehen"Der am 03.08.2005 ausgewiesene islamistische Extremist Mustafa Y. aus Nürnberg hat die Bundesrepub
Jugendbildungsförderungsgesetz modern gestalten und Rechtssicherheit bei Finanzierung geben
GRÜNE: "Die heutige Expertenanhörung zum Jugendbildungsförderungsgesetz hat deutlich gemacht, dass ein modernes, die realen Lebensbedingungen von jungen Menschen berücksichtigend
Bundespräsident Horst Köhler hat Seiner Majestät König Abdullah Bin-Al Hussein II., dem König des Haschemitischen Königreichs Jordanien, folgendes Sch
reiben gesandt:"Majestät,mit Entsetzen habe ich die Nachrichten von den schrecklichen Anschlägen in Ihrem Land erhalten. Ich möchte Ihnen, auch im Namen des deutschen Volkes, meine ti