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Herzdiagnostik: Bilder künftig ohne Strahlenbelastung




Aufschlussreiche Bilder von den Muskelfasern des Herzens Der Physiker Christian Ziener (26) von der Uni Würzburg wurde mit einem Preis der "Europäischen Gesellschaft für Kernspintomographie in Medizin und Biologie" ausgezeichnet. Er hat eine Methode erarbeitet, die künftig unter anderem für die Herzdiagnostik nützlich sein dürfte.

Die Kernspin- oder Magnetresonanz-Tomographie liefert Bilder aus dem Inneren des Körpers, ohne den Patienten mit Strahlen zu belasten. Dem Würzburger Forscher ist es gelungen, auch aus gering aufgelösten Magnetresonanz-Aufnahmen Informationen über die Faserstruktur von Muskelgewebe zu gewinnen, etwa über die Lage der Muskelfasern im Herzen. Seine Methode erlaubt zudem Aussagen über die Kapillardichte, also über die Menge und Verteilung feinster Blutgefäße und somit über die Durchblutung.

"Das kann in Zukunft wichtige diagnostische Informationen über Erkrankungen des Herzmuskels, aber auch Grundlagenwissen über die mikroskopische Funktionsweise von Muskelgewebe liefern", erklärt Professor Peter Jakob, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Physik V (Biophysik). Dort hat Ziener seine Forschungsergebnisse im Rahmen einer Kooperation mit Professor Wolfgang Bauer von der Medizinischen Klinik I erzielt.

Laut Jakob fasst Zieners Arbeit eine Reihe von einfachen Modellen, die bisher nur Teilaspekte des Problems klären konnten, zu einem umfassenden Gesamtbild zusammen. Das gelang dem jungen Wissenschaftler, indem er das aus der Quantenstatistik bekannte Konzept der Zustandsdichten erstmals auf eine medizinische Fragestellung angewandt hat.

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Quelle: REDAKTION ARZT SPEZIAL / pressrelations.de

16.11.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 288 X