[GRN-BT] Keine Wohlfühlstimmung auf dem Arbeitsmarkt - Müntefering weiß nicht was er will
Keine Wohlfühlstimmung auf dem Arbeitsmarkt - Müntefering weiß nicht was er willPRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
NR. 0129
Datum: 31. Januar 2006
Keine Wohlfühlstimmung auf dem Arbeitsmarkt - Müntefering weiß nicht was
er will
Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Januar 2006
erklärt Brigitte Pothmer,arbeitsmarktpolitische Sprecherin:
Der Anstieg der Erwerbslosenzahl im Januar auf über 5 Millionen zeigt,
dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor kritisch ist. Von der
Wohlfühlstimmung in der großen Koalition bleibt für die Arbeitslosen
nichts übrig.
Der Anstieg resultiert zum Teil aus der angekündigten Verkürzung der
Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld ab Februar. Das hat Unternehmen und
Arbeitnehmer bewogen, vermehrt Kündigungen unter den noch geltenden
Bestimmungen auszusprechen und damit einen längeren Bezugsanspruch zu
sichern. Doch diese Praxis dokumentiert auch ein Grundübel unseres
Arbeitsmarktes: das Herausdrängen Älterer über
Frühverrentungsmaßnahmen.
Herr Müntefering weiß nicht was er will. In seiner Rolle als
Arbeitsminister verlängert er die so genannte 58er-Regelung, die nicht
anderes ist als ein Abschieberegelung für Ältere. In seiner Rolle als
Sozialminister hingegen verschärft er das Tempo für die Erhöhung des
Renteneintrittsalters. Das ist Durchwursteln auf hohem Niveau, aber
keine Strategie zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
Wir plädieren für Strategien, die den Verbleib Älterer im Arbeitsmarkt
sichern, damit sie auch tatsächlich das angestrebte Renteneintrittsalter
von 67 Jahren in Arbeit erreichen. Damit verhindern wir nicht nur
Altersarmut, sondern arbeiten auch dem prognostizierten Fachkräftemangel
entgegen, der sich aus demographischen Gründen in kurzer Zeit auftun
wird.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
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31.01.2006 - 18:01 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 88 X

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