anzeige [x]
Seite wird geladen ... Bitte warten

es wird in 60000 Artikel gesucht

 PM online: 59.214
 Redakteure registriert: 3.136
 Gesamtreichweite (Aufrufe Meldungen): 12.705.502

[SPD-BT] Foerdermoeglichkeiten nicht ausgeschoepft


Foerdermoeglichkeiten nicht ausgeschoepft31. Januar 2006 - 73

AG Arbeit und Soziales

Foerdermoeglichkeiten nicht ausgeschoepft

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen fuer den Monat Januar 2006
erklaert der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar 2006 um 408.000 auf
5,012 Millionen gestiegen. Dies entspricht einer Quote von 12,1
Prozent. Damit liegt die Zahl der Arbeitslosen dennoch um 75.000 />unter der des Vorjahres. Dies ist angesichts der
wirtschaftlichen Entwicklung im abgelaufenen Jahr eine
bemerkenswerte Entwicklung und zeigt, dass die
Arbeitsmarktreformen wirken.

Ohne den Vorzieheffekt wegen der ab 1. Februar 2006 verkuerzten
Bezugsdauer fuer das Arbeitslosengeld I waere die
Arbeitslosenzahl um
30.000 niedriger gewesen. Unguenstig hat
sich auch der vergleichsweise harte Winter ausgewirkt. Die
saisonalen Belastungen haben sich von November/Dezember 2005 in
den Januar 2006 verlagert. Hinzu kommt der fruehere Zaehltermin.
Diese Veraenderung kann das Saisonbereinigungsverfahren nicht
erfassen. Bildet man deshalb einen Durchschnitt ueber die drei
Wintermonate, errechnet sich ein Rueckgang der Arbeitslosigkeit
von monatsdurchschnittlich 34.000. />
Leider wurden die insgesamt verfuegbaren Mittel fuer die
Foerderung von Arbeitsuchenden nicht ausgeschoepft. Bei einem
konsequenten Mitteleinsatz haette die Arbeitsmarktbilanz
guenstiger ausfallen koennen und die Zahl der Arbeitslosen waere
heute niedriger.

Die international vergleichbare, nach dem IAO-Standard erhobene,
Arbeitsmarktstatistik weist fuer Deutschland eine
Arbeitslosenquote von acht Prozent aus. Sie liegt damit
nennenswert unter der nach dem deutschen Standard ermittelten
Quote.

Die bessere Erfassung der Arbeitslosigkeit - ausgeloest durch
Hartz IV - wirkt weiter erhoehend auf die Zahl der Arbeitslosen.

Das Foerdern in den Arbeitsgemeinschaften und den
Optionskommunen muss weiter an Fahrt gewinnen. Nur durch die
Staerkung des Grundsatzes "Aktiv vor Passiv" kann der Beitrag
zum Rueckgang der Arbeitslosigkeit ausgebaut werden. Die
Bundesagentur fuer Arbeit selbst muss die ihr zur Verfuegung
stehenden Foerdermittel besser nutzen.

Saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbstaetigen im Dezember
2005 um
10.000 ab. Gegenueber dem Vorjahr ist die Zahl der
Erwerbstaetigen um 112.000 gesunken. Die Zahl der
sozialversicherungspflichtig Beschaeftigten hat gegenueber dem
Vorjahr abgenommen und lag im November 2005 bei 26,61 Millionen.
Die Abnahmen werden von Monat zu Monat kleiner. Der
Beschaeftigungsabbau scheint offensichtlich zum Stillstand zu
kommen.

Das Stellenangebot lag im Januar 2006 weiter deutlich ueber dem
Vorjahr; saisonbereinigt hat es allerdings gegenueber dem
Vormonat abgenommen. Es lag im Januar bei 415.000, 146.000 mehr
als vor einem Jahr. Einschliesslich der von Arbeitgebern in der
Jobboerse und auf Firmenwebseiten veroeffentlichten Angebote
koennen die Arbeitsvermittler auf rund 586.000 Angebote
zurueckgreifen - rund die Haelfte des gesamtwirtschaftlichen
Stellenangebotes. Dies macht deutlich, dass die
Vermittlungsaktivitaeten der Bundesagentur fuer Arbeit weiter an
Akzeptanz gewinnen und die Unternehmen verstaerkt ihre offenen
Stellen der Bundesagentur melden.

Die weitere Perspektive fuer den Arbeitsmarkt ist guenstig. Im
Jahresdurchschnitt rechnet die Bundesregierung mit einem
Rueckgang der Arbeitslosigkeit um 350.000 auf 4,51 Millionen.
Personen. Das Konsumklima verbessert sich deutlich. Eine
insgesamt so positive, alle drei Verbraucherindikatoren
betreffende Grundstimmung hat es seit dem Fruehsommer 2001 nicht
mehr gegeben. Die Binnennachfrage gewinnt an Kraft. Auch der
Geschaeftsklimaindex ist im Januar 2006 ueberraschend deutlich
von 99,7 auf 102 Punkte gestiegen. Dies ist der hoechste Stand
seit Mai 2000. Die Zeichen fuer die konjunkturelle Entwicklung
zeigen nach oben.

Unsere Reformen wirken. Wir duerfen mit unseren Anstrengungen
jedoch nicht nachlassen. Ziele sind der Abbau von
Arbeitslosigkeit und der Aufbau von Beschaeftigung.

-------------------------------------------------------------------
© 2006 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de />
  

31.01.2006 - 18:01 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 98 X