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Gemeinsame Erklärung des BMBF und der Verbände VDE, VDI, VDMA sowie ZVEI




"Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland sichert die Zukunft der Ingenieurausbildung"

29.06.2005 - "Der Bologna-Prozess bietet eine hervorragende Chance, die international anerkannte Qualität der akademischen Ingenieurausbildung in Deutschland zu sichern und zu optimieren. Die Reformen hin zur flächendeckenden Einführung des zweigestuften Graduiertensystems gewinnen in Deutschland immer stärker an Dynamik, der sich keine Hochschule mehr entziehen kann." Das haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die Verbände VDE , VDI , VDMA und ZVEI in einer gemeinsamen Erklärung zur Umsetzung des Bologna-Prozess festgestellt.

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sagte: "Hervorragend qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure sind die Innovationsträger, die unsere Zukunft entscheidend mitgestalten. Deutschland lebt von den Ideen der Menschen und ihrem Potential, diese in neue Produkte und leistungsfähige Prozesse umzusetzen. Politik, Wirtschaft und Berufsverbände haben deshalb ein großes Interesse an einer qualitativ hochwertigen und international anerkannten Ausbildung technisch-wissenschaftlicher Fachkräfte."

Die Konferenz von Bergen und die Vorlage des gemeinsamen Nationalen Berichts von Bund und Ländern hätten gezeigt, wie gut Deutschland bei der Einführung des zweigestuften Graduiertensystems im europäischen Vergleich aufgestellt sei. Davon profitiere in besonderem Maße die Ausbildung der Ingenieure an den Hochschulen. Ingenieure seien unabdingbar für die Zukunftssicherung des Landes und ihre Arbeit habe unmittelbar positive Effekte auf den Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland, so die Bundesforschungsministerin gemeinsam mit dem Präsidenten des Vereins Deutscher Ingenieure, VDI, Prof. Eike Lehmann, dem Präsidenten des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, VDE, Prof. Klaus Wucherer, dem Präsidenten des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., VDMA, Dr. Dieter Brucklacher, und dem Präsidenten des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, ZVEI, Prof. Edward G. Krubasik.

"Die enge Verbindung von Praxis und Wissenschaft, die Vermittlung fundierter ingenieurwissenschaftlicher Kenntnisse und die Hinführung zum selbstständigen Arbeiten müssen mit der Umsetzung des Bologna-Prozesses weiter Bestand haben", so die Präsidenten der Ingenieur- und Wirtschaftsverbände weiter.

BMBF und Verbände bekräftigten ihr Engagement für die Hochschulen und Fakultäten bei der Umstellung ihrer Studienangebote. "Mit der zügigen und flächendeckenden Einführung von Bachelor und Master können wir sicherstellen, dass sich viele junge Menschen für ein Ingenieursstudium entscheiden und so einem drohenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenwirken".

Die Verbände lehnten eine Quotierung von Studienplätzen für einzelne Studiengänge ab. "Der Wettbewerb zwischen den Hochschulen sowie die Anforderungen von Wirtschaft und Wissenschaft werden eine selbstregulierende Wirkung haben", erklärten die Spitzenvertreter der Ingenieurverbände und das BMBF. "Die Politik muss aber die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit dieser Wettbewerb sich entfalten kann. Hier sind besonders die Länder gefordert, die Mittel für die Hochschulen deutlich aufzustocken und nicht zu kürzen!"

 

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG (BMBF) / pressrelations.de

29.06.2005 - 15:46 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 352 X

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