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[BReg] Deutschland nimmt Abschied von Johannes Rau


Deutschland nimmt Abschied von Johannes RauPresse- und Informationsamt der Bundesregierung

"REGIERUNGonline" - Wissen aus erster Hand

Artikel

Veröffentlicht am: 07.02.2006

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Trauer
Deutschland nimmt Abschied von Johannes Rau
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Mit einem Staatsakt in Berlin hat Deutschland das Leben und Wirken von
Alt-Bundespräsident Johannes Rau gewürdigt. Rund 1.500 Gäste aus dem
In- und Ausland kamen zum ökumenischen Gottesdienst und dem
militärischen Abschiedszeremoniell. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel
und Vizekanzler Franz Müntefering erwiesen Rau die letzte Ehre.


In seiner Gedenkrede würdigte Bundespräsident Horst Köhler seinen
Vorgänger als großen Menschenfreund. Rau habe nicht nur die
Hochachtung, sondern auch die Herzen seiner Mitmenschen gewonnen: "Er
warb um Vertrauen, er weckte Vertrauen, und er hat das Vertrauen nicht
enttäuscht."

<http://www.bundesregierung.de/Bild/large_957858/bild.jpg>

Foto: REGIERUNGonline/Kühler
Bundeskanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Lammert

Rau war am 27. Januar nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren
gestorben. Er war mehr als 50 Jahre politisch aktiv. Von 1978 bis 1988
regierte er als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Von 1999
bis 2004 hatte Rau das höchste Staatsamt inne.

Ein Freund Israels

Als Bundespräsident unternahm Rau 79 Staats- und Auslandsbesuche,
hielt 715 Reden und fertigte 671 Gesetze aus. Seine Rede in deutscher
Sprache vor dem israelischen Parlament, der Knesset, nannte Köhler
einen Höhepunkt der deutsch-israelischen Beziehungen.

Auf seinen Reisen habe er Deutschland glaubwürdig, überzeugend und
sympathisch vertreten. Sein Einsatz für Freiheit, Gleichheit und
Brüderlichkeit wirke fort. "Johannes Rau hat sich um unser Vaterland
verdient gemacht", schloss Köhler seine Trauerrede.

Versöhnen statt spalten

<http://www.bundesregierung.de/Bild/large_957861/bild.jpg>

Foto: REGIERUNGonline/Kühler
Militärische Abschiedszeremonie

Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer bezeichnete Rau als
einen "Mann des Friedens". Dies habe erst recht für den Frieden
zwischen den Religionen gegolten.

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Wolfgang
Huber, verwies in seiner Predigt auf Raus stetes Bemühen um
Versöhnung: "Er warb für ein Zusammenleben von Deutschen und
Ausländern ohne Angst und Träumereien."

Beisetzung auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof

Nach einem militärischen Abschiedszeremoniell vor dem Berliner Dom
wurde Rau auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte
beigesetzt. Nur die Familie und engste Freunde nahmen an der Zeremonie
teil.

<http://www.bundesregierung.de/Bild/large_957864/bild.jpg>

Foto: REGIERUNGonline/Kühler
Familie Rau und Bundespräsident Köhler

Der Dorotheenstädtische Friedhof ist die letzte Ruhestätte für viele
bekannte Persönlichkeiten. Die Schriftsteller Bertolt Brecht
und Heinrich Mann, Philosophen wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel und
Johann Gottlieb Fichte und der Komponist Hanns Eisler sind hier
begraben. 

Nach der Beisetzung gab der Bundespräsident im Berliner Rathaus einen
Trauerempfang. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte für das
ganze Bundesgebiet an diesem Tag Trauerbeflaggung angeordnet.


KONTEXT

>> Bundespräsident Köhler zum Tod von Bundespräsident a. D. Johannes
Rau
<http://www.bundespraesident.de/-,2.628380/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm>
>> Erklärung von Bundeskanzlerin Merkel
<http://www.bundesregierung.de/pressemitteilung,-953029/Erklaerung-von-Bundeskanzlerin.htm>
>> Erklärung von Vizekanzler Müntefering
<http://www.bmas.bund.de/BMAS/Navigation/presse,did=108624.html>
>> Biografie von Johannes Rau
<http://www.bundespraesident.de/-,11068/Johannes-Rau.htm>



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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
E-Mail: InternetPostbundesregierung.de
Internet: http://www.bundesregierung.de/ />
Dorotheenstr. 84
D-10117 Berlin
Telefon: 01888 / 272 - 0
Telefax: 01888 / 272 - 2555

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07.02.2006 - 18:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 54 X

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