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[BReg] Keinen Kampf der Kulturen zulassen


Keinen Kampf der Kulturen zulassenPresse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Artikel

Veröffentlicht am: 07.02.2006

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Karikaturenstreit
Keinen Kampf der Kulturen zulassen
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In der Auseinandersetzung um die dänischen Mohammed-Karikaturen
plädiert Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür, verstärkt den Dialog der
Kulturen zu fördern. Der Konflikt dürfe nicht mit dem Atomkonflikt mit
dem Iran gleichgesetzt werden, sagte die Kanzlerin.


"Ich kann die Gefühle vieler Muslime verstehen, die unangenehm berührt
sind", sagte Merkel im ZDF. Gewalt dürfe dabei aber kein Mittel der
Auseinandersetzung sein.

Ähnlich äußerte sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Auch
er warnte, der Streit um die Karikaturen dürfe nicht zu einem Kampf
der Kulturen werden. Steinmeier warb um das Verständnis der Muslime.
Die Freiheit, satirische Darstellungen zu veröffentlichen, gehöre zur
westlichen Demokratie.

Die dänische Zeitung Jyllands-Posten hatte im vergangenen September
eine Reihe von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed
veröffentlicht. Nach anhaltender Kritik aus islamischen Ländern hatten
zahlreiche europäische Zeitungen diese Zeichnungen kürzlich
abgedruckt, darunter auch deutsche.



Arabischer Welt Gespräche anbieten

Die Bundeskanzlerin erklärte, der arabischen Welt müsse nun
Gesprächsbereitschaft signalisiert werden. Die Pressefreiheit sei in
den demokratischen Gesellschaften jedoch ein hohes Gut. Deshalb müsse
der Westen gleichzeitig deutlich machen, "dass wir unsere Überzeugung
haben, für die wir auch einstehen".

Sie wies darauf hin, dass auch viele Vertreter des Islam versuchten,
zur gemeinsamen Bewältigung des Konflikts beizutragen. "Wir haben
diesen Dialog mit den Kulturen noch nicht ausreichend gepflegt", sagte
die Kanzlerin.

Keine Verquickung mit dem Atomkonflikt

Merkel betonte, der Streit um die satirischen Zeichnungen dürfe indes
nicht mit dem Streit über das iranische Atomprogramm gleichgesetzt
werden. "Der Konflikt mit dem Iran ist entstanden aus einer Verletzung
der Abkommen innerhalb der Atomenergiebehörde."

Hier sieht die Kanzlerin weiter Spielraum für eine diplomatische
Verhandlungslösung: "Ich glaube, dass es auch im Iran durchaus sehr
unterschiedliche Kräfte gibt, dass dort auch eine interne Diskussion
stattfindet: Wie können wir jetzt weiter vorangehen?"

>> Im Wortlaut: ZDF-Interview mit der Bundeskanzlerin zum
Karikaturenstreit
<http://www.bundesregierung.de/interview,-957836/Merkel-Wir-muessen-uns-dem-Dia.htm>


KONTEXT

>> Auswärtiges Amt: Dialog mit der islamischen Welt
<http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussenpolitik/kulturpolitik/islamdialog/index_html>
>> Brücken bauen: Dialog-Portal Qantara
<http://www.qantara.de/webcom/show_softlink.php/_c-365/i.html>



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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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Internet: http://www.bundesregierung.de/ />
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Telefax: 01888 / 272 - 2555

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07.02.2006 - 18:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 40 X

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