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[AA] Nepal: Aktualisierung Sicherheitshinweise


Nepal: Aktualisierung Sicherheitshinweise--1270011140445193
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Länderspezifischer Hinweis
Weltweiter Hinweis

Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge besteht fort.
Besonders hoch ist die Gefahr von Anschlägen im Nahen und
Mittleren Osten, in Afghanistan, Indonesien und - wie zahlreiche
schwere Anschläge in der jüngsten Zeit gezeigt haben - auch in
Russland. Darüber hinaus besteht sie insbesondere in Regionen,
in denen bereits in der Vergangenheit Terroranschläge verübt
oder Terrororganisationen aufgedeckt wurden, in denen Terroristen
über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder in
denen Attentate mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen
vergleichsweise leicht verübt werden können. Eine Gefährdung
ist jedoch auch anderswo nicht auszuschließen, etwa in den USA,
oder den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
Als vorrangige Ziele müssen weiterhin Orte mit
Symbolcharakter gelten. Dazu zählen religiöse
Versammlungsstätten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude,
Verkehrsinfrastrukturen (einschließlich Luft- , Bahn- und
Seeverkehr), Wirtschafts- und Tourismuszentren sowie Orte mit
großen Menschenansammlungen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt deshalb allen Reisenden
nachdrücklich sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes
Verhalten. Zum Beispiel sollten Reisende sich vor und während
einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem
Reiseland informieren, wachsam sein und verdächtige Vorgänge
(z.B. unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder
Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen) den örtlichen
Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.


Es folgt der länderspezifische Hinweis:





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Stand: 20.02.2006 Unverändert gültig seit: 20.02.2006



Sicherheitshinweis

 
 
Am 18.02.2006 haben die Maoisten eine neue Phase ihrer Protestprogramme verkündet, die sich hauptsächlich gegen die Hauptstadt Kathmandu richten sollen. Bis zum 13.03.2006 soll die Bevölkerung durch nicht näher bekannte Propagandamassnahmen mobilisiert werden. Ab dem 14.03.2006 sind besonders im Kathmandu-Tal und in Distrikthauptstädten Transportblockaden vorgesehen und ab dem 03.04.2006 wurde ein unbegrenzter landesweiter Generalstreik ausgerufen.

Mit Ausnahme von Kathmandu und Lalitpur gibt es in einigen größeren Städten und Landesteilen noch immer nächtliche Ausgangssperren mit zum Teil unterschiedlichen Zeiten, die rechtzeitig vor Reisen außerhalb Kathmandus erfragt werden sollten. Zur Durchsetzung der Ausgangssperre können die Sicherheitskräfte auch von der Schusswaffe Gebrauch machen.
In Kathmandu und anderen Orten des Landes kommt es noch immer zu Demonstrationen, bei denen gewaltätige Auseinandersetzungen nicht auszuschliessen sind, durch die auch die Sicherheit von Touristen gefährdet sein können. Unter den gegebenen Umständen wird dringend empfohlen, größere Menschenansammlungen bis auf weiteres zu meiden.

Seit Beendigung des von den Maoisten einseitig ausgerufenen Waffenstillstandes am 02.01.2006 fanden zahlreiche Angriffe seitens der Maoisten auf Polizeistationen in verschiedenen Städten des Landes (Nepalgunj, Tansen, Bhojpur, Panauti, Dhulikel) und in Thankot und Dhadikot (westliche und östliche Einfahrt ins Kathmandu-Tal) statt, bei denen es inzwischen mehrere Tote auf beiden Seiten gab. Seit dem 14.01.2006, zuletzt am 13.02.2006, detonierten im Stadtgebiet Kathmandus einige Bomben, weitere konnten rechtzeitig entschärft werden. Es entstand erheblicher Sachschaden an Regierungsgebäuden. Bereits in den vergangenen Tagen wurden in Pokhara und anderen größeren Orten des Landes seitens der Maoisten Bombenanschläge auf Regierungseinrichtungen und Sicherheitskräfte verübt. Mit weiteren Anschlägen, auch im Kathmandu-Tal, muss gerechnet werden.

Es häufen sich Zusammenstösse der Maoisten und Sicherheitskräfte im Osten und Westen des Landes. Es erhöht sich derzeit wieder die Gefahr, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Reisen nach Nepal sind besonderen Unwägbarkeiten ausgesetzt. Die innenpolitische Situation und die Sicherheitslage sind fragil.
Wer trotzdem reist, sollte sich fortwährend über die aktuelle Lage informiert halten, sich potentielle Gefährdungen bewusst machen und die folgenden Hinweise beachten:

Nach wie vor wird empfohlen, die Mittelwestregion (Distrikte , Rukum, Rolpa, Salyan, Surkhet, Jajarkot, Dailekh, Kalikot, Syangja, Gulmi und Arghakhanchi), die Westregion und den Ostdistrikt Sankhuwasabha sowie Bhojpur (Ost-Nepal) ganz zu meiden. Vor dem Befahren der Strecke zwischen Atariya und Dadeldhura in West-Nepal wird gewarnt. Mit Strassensperren der Aufständischen ist auf der Ost-West-Verbindung zu rechnen. Nach dem Verschwinden von zwei Europäerinnen im Wald von Nagarjun, Kathmandu, sowie sich dort häufenden Überfällen wird empfohlen, in diesem Park nur noch in Gruppen zu wandern.

In Nepal gibt es derzeit wieder öfters landesweite oder örtliche Bandhs (Streiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Straßensperren, die kurzfristig ausgerufen bzw. organisiert werden, gerechnet werden. Bei Generalstreiks sind alle Büros und Geschäfte geschlossen und der Straßenverkehr kommt praktisch zum Erliegen (Ausnahme Rikshas). Letzteres gilt auch für sog. Transportstreiks.
Während der Bandhs sind Reisen auf dem Landwege nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen (Gefahr von Landminen auch auf Überlandstraßen) möglich. Der Flugverkehr ist von den Bandhs in aller Regel nicht betroffen, evtl. aber Zu- und Abgang zu den Flughäfen.
Von Fahrten in normalen Überlandbussen wird wegen der Vielzahl von Verkehrsunfällen und der Gefahr von Überfällen durch die Rebellen abgeraten. Bei Fahrten über Land sollten ausschließlich gekennzeichnete Touristenbusse benutzt werden.

Touristen und Ausländer sind nicht Ziel der maoistischen Aufständischen. Eine Gefährdung kann sich aber u.a. durch Bombenanschläge auf öffentliche Einrichtungen und andere terroristische Aktionen der Maoisten auch in Touristengebieten ergeben, ebenso wie dadurch, dass Touristen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen die Fronten von Sicherheitskräften und Maoisten geraten können. Reisende sollten sich von größeren Menschenansammlungen fernhalten.

Infolge der nicht immer störungsfreien Kommunikation (in manchen Landesteilen fehlendes Mobilnetz und zerstörte Leitungen) können sich in Notfällen erhebliche Schwierigkeiten ergeben, weil Hilfeleistungen nicht rechtzeitig organisiert werden können. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Rettungshubschrauber nicht in alle Höhen und Landesteile fliegen können.

Nach starken Regenfällen vor allem während der Monsunzeit muß mit Erdrutschen gerechnet werden.

Hinweis für Trekking-Touren:
Die Rebellenpräsenz im südlichen Bereich des Annapurnagebietes ist nach wie vor sehr hoch , u.a. auf der Strecke Ghorepani (Schreibweise auch: Ghodepani), Tadapani, Ghandrung (auch: Ghandruk) und Landrung (auch: Landruk).

Häufig fordern bewaffnete Maoisten Wegegelder von Trekkern in unterschiedlicher Höhe - auch in Lodges oder Hotels, derzeit ca. 1000 NPR bis zu 126 US$ pro Person. Bei Zahlungsverweigerung kann bewaffneter Überfall kurze Zeit später erfolgen. Es gibt zahlreiche Berichte über Überfälle und Erpressungen, insbesondere in der Umgebung von Jiri, auf Teilstrecken des südlichen Annapurna-Trails und im Gebiet des Karnali Flusses sowie in der Umgebung von Kathmandu.

Es wird empfohlen, nicht alleine zu trekken; nur bekannte Routen zu benutzen, in Gruppen zu bleiben, ausschließlich seriöse Agenturen und Führer zu nutzen, vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen (z.B. bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu, Tel.: 00977-1-4412786; Fax: 00977-1-4416899; E-Mail: infokathmandu.diplo.de oder bei Reiseveranstaltern) und eine Registrierung bei der Botschaft unter Angabe der Trekking-Route vorzunehmen. Das Formular kann von der Website der Botschaft (www.kathmandu.diplo.de) heruntergeladen werden.

erschienen: Montag 20.02.06


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Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen
zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In
diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt
werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.
Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig
eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung
für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch
ändern. Die Entscheidung über die Reise und Ihre eigene Verantwortung können wir Ihnen nicht abnehmen. Gesetzliche
Vorschriften eines Landes können sich ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Kontaktaufnahme mit
der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im Zweifelsfall empfohlen. Verweise auf Reise- und Sicherheitshinweise in den Geschäftsbedingungen von Reiseveranstaltern sind für das Auswärtige Amt nicht verbindlich.
Auswärtiges Amt
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D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000







Weitere Informationen finden Sie unter: : http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=4&land_id=120 />

  

20.02.2006 - 18:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 94 X

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