[AA] Guatemala: Aktualisierung Sicherheitshinweise
Guatemala: Aktualisierung Sicherheitshinweise--1270011141052793
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Länderspezifischer Hinweis
Weltweiter Hinweis
Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge besteht fort.
Besonders hoch ist die Gefahr von Anschlägen im Nahen und
Mittleren Osten, in Afghanistan, Indonesien und - wie zahlreiche
schwere Anschläge in der jüngsten Zeit gezeigt haben - auch in
Russland. Darüber hinaus besteht sie insbesondere in Regionen,
in denen bereits in der Vergangenheit Terroranschläge verübt
oder Terrororganisationen aufgedeckt wurden, in denen Terroristen
über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder in
denen Attentate mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen
vergleichsweise leicht verübt werden können. Eine Gefährdung
ist jedoch auch anderswo nicht auszuschließen, etwa in den USA,
oder den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
Als vorrangige Ziele müssen weiterhin Orte mit
Symbolcharakter gelten. Dazu zählen religiöse
Versammlungsstätten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude,
Verkehrsinfrastrukturen (einschließlich Luft- , Bahn- und
Seeverkehr), Wirtschafts- und Tourismuszentren sowie Orte mit
großen Menschenansammlungen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt deshalb allen Reisenden
nachdrücklich sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes
Verhalten. Zum Beispiel sollten Reisende sich vor und während
einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem
Reiseland informieren, wachsam sein und verdächtige Vorgänge
(z.B. unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder
Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen) den örtlichen
Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.
Es folgt der länderspezifische Hinweis:
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Stand: 27.02.2006 Unverändert gültig seit: 27.02.2006
Sicherheitshinweise
Die Sicherheitslage in Guatemala muss mittlerweile insbesondere für Individualreisende als gefährlich eingestuft werden. Überlandbusse werden in zunehmendem Maße überfallen, wobei es häufig sowohl zu Vergewaltigungen als auch zu Schusswechseln mit der Konsequenz verletzter oder getöteter Mitreisender kommt.
Die Sicherheitslage in Guatemala ist insgesamt geprägt von einem hohen Niveau an Gewaltkriminalität geprägt. Im Jahr 2005 fielen über 6.000 Menschen Gewalttaten mit Todesfolge zum Opfer. Neben der Allgemeinkriminalität zuzuordnenden Gewalttaten stehen diese häufig in Verbindung mit sich gegenseitig bekämpfenden Jugendbanden ("Maras") oder mit Auseinandersetzungen im Bereich der organisierten Kriminalität (Drogenmilieu).
Beim Verlassen der Hauptstraßen besteht eine erhöhte Gefahr von Überfällen bewaffneter Banden auf Fahrzeuge aller Art. Vor Reisen nach Einbruch der Dunkelheit wird generell gewarnt.
In der Umgebung von Antigua und in Antigua selbst ist erhöhte Vorsicht geboten!
Insbesondere in der Umgebung von Antigua und in der Hauptstadt ist mit Überfällen von Jugendbanden zu rechnen. Dabei verlagern sich in Guatemala-Stadt die Aktivitäten der Banden inzwischen auch auf die wohlhabenderen Wohnviertel.
Der Besitz von Schuss- und Stichwaffen ist weit verbreitet, die Hemmschwelle zum Waffengebrauch niedrig. Im Falle eines Überfalles wird geraten, keinen Widerstand zu leisten.
Reisende sollten angesichts dieses Risikos die südliche Seite des Atitlán-Sees und die "alte" Straße von Panajachel (über Patzún) nach Guatemala meiden, im übrigen auch alle Seitenstraßen der CA-1 im Department Sololá. Vorsicht bei Wanderungen um den Atilán-See. Erhöhte Gefahr besteht auf der Strecke zwischen Guatemala-Stadt und San Salvador sowie auf der Strecke zwischen Antigua und Guatemala-Stadt und auf Reisen in Touristenbussen, die als solche erkennbar sind.
Die Straße zwischen Guatemala- Stadt und der Atlantikküste wurde mehrfach Schauplatz brutaler Überfälle auf Touristen. Frauen wurden dabei verstärkt Opfer sexueller Übergriffe.
Die hierfür verantwortliche Bande operiert gelegentlich auch auf der Strecke zwischen Escuintla-Richtung Mexiko.
Auch in den Touristenzentren von Chichicastenango, Panajachel, den ländlichen Gegenden des nördlichen Quiché (Nebaj)sowie der Departements Huehuetenango und Petén ist ein erhöhtes Risiko gegeben. In Antigua häufen sich die Überfälle auf Touristen. Insbesondere in den Abendstunden sollten Sie daher nicht mehr allein auf die Straße gehen. Äußerste Vorsicht ist geboten bei der Besichtigung der Ruinen von Sayaxché/ Dept. Petén. In der Maya-Ruinen-Stätte Tikal (Petén), insbesondere in der Nähe abseits gelegener Tempelanlagen kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Gewaltverbrechen.
Vulkane sollten nur mit landeskundiger Begleitung und/oder in Gruppen bestiegen werden. Bei der guatemaltekischen Tourismusbehörde INGUAT (Tel.: 0052 - 2421 2810) kann hierfür Polizeischutz angefordert werden.
Innenpolitische Unruhen sind ebenso wenig auszuschließen. Ohne oder mit wenig zeitlicher Vorwarnung können an neuralgischen Punkten landesweit Blockaden errichtet werden.
Es wird angeregt, Reisedokumente (Pässe, Flugtickets u.ä.) an einem sicheren Platz (z.B. im Hotelsafe) aufzubewahren und Kopien der wichtigsten Unterlagen (Pass, Tickets etc.) zu fertigen, um sich ausweisen zu können.
erschienen: Montag 27.02.06
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Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen
zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In
diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt
werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.
Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig
eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung
für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch
ändern. Die Entscheidung über die Reise und Ihre eigene Verantwortung können wir Ihnen nicht abnehmen. Gesetzliche
Vorschriften eines Landes können sich ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Kontaktaufnahme mit
der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im Zweifelsfall empfohlen. Verweise auf Reise- und Sicherheitshinweise in den Geschäftsbedingungen von Reiseveranstaltern sind für das Auswärtige Amt nicht verbindlich.
Auswärtiges Amt
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Fax: (030) 5000-51000
Weitere Informationen finden Sie unter: : http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=4&land_id=53
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27.02.2006 - 18:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 92 X