[BReg] Familienkompetenz ist Führungskompetenz
Familienkompetenz ist FührungskompetenzPresse- und Informationsamt der Bundesregierung
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Artikel
Veröffentlicht am: 07.03.2006
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Gleichstellung
Familienkompetenz ist Führungskompetenz
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Frauen besetzen zwar immer häufiger Führungspositionen. Kinder sind
aber nach wie vor ein Hindernis für den beruflichen Aufstieg. Dabei
können sich Karriere und Kinder sehr gut ergänzen.
Das ist das Ergebnis einer von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag
gegebenen Studie: "Karrierek(n)ick Kinder: Mütter in
Führungspositionen - ein Gewinn für Unternehmen".
Familienmanagement nutzt auch Unternehmen
Rund 500 Frauen wurden für die bislang umfangreichste Untersuchung
dieser Art in Deutschland befragt.
Das Ergebnis: Familienbezogene Kompetenzen und Führungskompetenzen wie
Gelassenheit, Organisationsfähigkeit und Pragmatismus greifen
ineinander und verstärken sich gegenseitig.
Übereinstimmend berichten die interviewten Mütter, dass sich durch die
Kinder ihre Führungsfähigkeit verbessert habe. Dies zeige sich
beispielsweise im Lösen von Konfliktsituationen.
Viele der Befragten sagen, dass sie stärker als früher Aufgaben
delegieren. Ein Vorteil: Sie erkennen damit früher die Potenziale der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Privatleben und Arbeitswelt in Einklang bringen
Auch das Zeitmanagement haben berufstätige Mütter besser im Griff. 85
Prozent der Befragten betrachten dies als entscheidenden Erfolgsfaktor
für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
72 Prozent messen dabei der öffentlichen Kinderbetreuung hohe
Bedeutung bei. Für 63 Prozent ist auch eine familienfreundliche
Unternehmenskultur wichtig.
"Was wir brauchen, sind intelligente und pragmatische Lösungen für die
Arbeitswelt, in der junge Frauen ihre Berufswünsche ebenso
verwirklichen können wie ihre Kinderwünsche", sagte
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.
Väter übernehmen Familienpflichten
84 Prozent der befragten Frauen sehen in der Unterstützung durch den
Partner einen wichtigen Erfolgsfaktor.
In der Mehrzahl der untersuchten Fälle akzeptierten die Männer nicht
nur die Karriere der Frau. Sie übernahmen auch aktiv
Familienpflichten. Die Mehrheit der Frauen hat sich bewusst für einen
Partner entschieden, der bereit ist, von der traditionellen Rolle
abzuweichen.
Die ergänzenden Interviews mit Vätern zeigen allerdings, dass es
Männern vergleichsweise schwerer fällt, sich Freiräume für familiäre
Aufgaben zu schaffen.
"Jetzt sind Politik und Wirtschaft gefordert, auch den berufstätigen
Vätern ein stärkeres Engagement für die Familie zu ermöglichen",
betonte von der Leyen.
Kooperation zwischen Politik und Gesellschaft:
Die Untersuchung gehört zum Kooperationsprojekt "Balance von Familie
und Arbeitswelt" zwischen der Bertelsmann Stiftung und dem
Familienministerium.
Das Ministerium trägt vielfach dazu bei, die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie zu fördern. Es wird unterstützt von starken Partnern aus
Wirtschaft, Verbänden, Gewerkschaften und Stiftungen.
* Das Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie. Unternehmen
gewinnen" will Familienfreundlichkeit zu einem Managementthema
machen. Die neue Website informiert gezielt Unternehmerinnen und
Unternehmer sowie Personalverantwortliche.
>> Zur Website "Erfolgsfaktor Familie"
<http://www.erfolgsfaktor-familie.de>
* Das Audit "Beruf & Familie" der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung
ist ein Managementinstrument zur Förderung der familienbewussten
Personalpolitik in Unternehmen. Es bietet individuelle
Unterstützung auf der Suche nach guten Lösungen.
* Beim Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2005" haben
sich insgesamt 366 Unternehmen beworben - das sind fünfmal mehr
als beim Wettbewerb im Jahr 2000. Eine erneute
Wettbewerbsausschreibung ist für 2007/2008 geplant.
* Die "Allianz für die Familie" von Bundesfamilienministerium und
Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft bündelt Initiativen
für eine bessere Balance von Familie und Arbeitswelt.
* Das Internetportal "Mittelstand und Familie" bietet als
virtuelle Personalabteilung praktische Tipps und Beratung zu
Familienfreundlichkeit insbesondere für kleine und mittlere
Unternehmen.
>> Zur Seite "Mittelstand und Familie"
<http://www.mittelstand-und-familie.de>
* In den inzwischen 264 Lokalen Bündnissen für Familie sind über
1000 Unternehmen beteiligt. Außerdem nehmen mehr als die Hälfte
aller Industrie- und Handelskammern sowie eine steigende Zahl
der Handwerkskammern aktiv teil.
>> Lokale Bündnisse für Familie
<http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/>
* Die Internetplattform "Frauen machen Karriere" gibt Infos zu
Karrierestart, Mentoring und Netzwerkbildung für Frauen.
>> Zur Seite "Frauen machen Karriere"
<http://www.frauenmachenkarriere.de>
* Die Existenzgründung von Frauen wird von der bundesweiten
Gründerinnenagentur, dem GründerService Deutschland und dem
Gründerservice der Industrie- und Handelskammern unterstützt.
* Am Girls"Day haben seit 2001 über 380.000 Mädchen in Betrieben
und Verwaltungen zukunftsträchtige naturwissenschaftliche und
technische Berufe kennen gelernt.
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Internet: http://www.bundesregierung.de/
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08.03.2006 - 10:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 175 X
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