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[BReg] Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche sichern


Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche sichernPresse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Artikel

Veröffentlicht am: 10.03.2006

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Kinder- und Jugendbericht
Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche sichern
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Verbesserte Kinderbetreuung, Elterngeld, Aufbau eines sozialen
Frühwarnsystems sowie eine verbesserte Integration von Jugendlichen.
Im Deutschen Bundestag hat Familienministerin Ursula von der Leyen die
vielfältigen Maßnahmen der Bundesregierung für Kinder und Jugendliche
erläutert.


Anlass war die erste Lesung des Kinder- und Jugendberichts. Von der
Leyen unterstrich den Kurs der Bundesregierung hin zu einem Land mit
mehr Chancen. Für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft gäbe es
keine wichtigere Aufgabe als die verlässliche und kompetente
Unterstützung aller Kinder, betonte von der Leyen.

Soziale Herkunft beeinflusst Bildungschancen

In keinem vergleichbaren Land ist der Einfluss der sozialen
Herkunft auf die Bildungschancen so groß wie in Deutschland.

Einerseits leisten junge Eltern einen enormen persönlichen Einsatz für
Erziehung und Bildung ihrer Kinder. Andererseits erarbeiten diese
jungen Eltern in wirtschaftlichen Umbruchzeiten gemeinsam das
Familieneinkommen.

Diese Eltern erfahren in Deutschland relativ wenig Unterstützung für
Kinder und Familie, mahnt der Bericht an. Er schlägt vor, Eltern
finanziell in die Lage zu versetzen, Kinder im ersten Lebensjahr in
der Familie zu erziehen.

Familien finanziell wirksam fördern

Die Antwort der Bundesregierung: das Elterngeld. Es mildert einen
Einkommenseinbruch, wenn sich Eltern im ersten Jahr um das Neugeborene
kümmern.

Zudem helfen gute Betreuungsangebote Familie und Beruf zu verbinden.
Eltern ist es wichtig, dass ihre Kinder nicht nur gut betreut, sondern
auch gefördert werden. Dies zeigt eine Anfang März veröffentlichte
Studie der Bertelsmann-Stiftung. Daher ist es eine vordringliche
Aufgabe, bedarfsgerechte Kinderbetreuung flächendeckend auszubauen.

Die Große Koalition steht daher zu dem gesetzlich verankerten Ausbau
der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren. 

Die Ministerin betonte, dass die Bundesregierung ab 2005 den Kommunen
die zugesicherten 1,5 Milliarden Euro für den Ausbau der
Kinderbetreuung bereitgestellt habe.

Frühe Hilfen für gefährdete Kinder

Die meisten Eltern sind in der Lage, ihre Kinder gut zu versorgen
und gut zu erziehen. Sie können ihnen liebevolle Zuwendung
geben. Überforderte Eltern können allerdings mit ihren Kindern in eine
Spirale von Isolation, Gewalt, Vernachlässigung und Verwahrlosung
geraten. Daher müssen Staat und Gesellschaft dafür Sorge tragen, dass
Hilfe in den Familien auch ankommt.

Die Bundesregierung entwickelt in den nächsten Monaten Modellprojekte
für soziale Frühwarnsysteme. Ein Ziel ist es, die Grenzen zwischen
Gesundheitssystem und Jugendhilfe zu überwinden.

Integration von Jugendlichen verbessern

Der 12. Kinder- und Jugendbericht mahnt an: Viele Jugendliche sehen
wenig Zukunftsperspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Neun Prozent der
Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss. Jede
fünfte Berufsausbildung wird abgebrochen, weil die Jugendlichen nicht
gut vorbereitet waren. 15 Prozent der Jugendlichen zwischen 20 und 29
Jahren haben gar keine Berufsausbildung. In diesen Zahlen liegt eine
der Hauptursachen der Jugendarbeitslosigkeit.

Alle Jugendlichen müssen die Chance haben, gleichberechtigt an Bildung
teilzunehmen. Der Bund zeigt Wege auf, um Jugendliche wieder zurück an
die Schulen zu bringen und ihnen eine zweite Chance zu geben.

In einem bundesweiten Modellprojekt werden Wege zur Reintegration
"harter" Schulverweigerer erprobt. Freie Träger, Jugendämter und
Schulen helfen mit. Hinzu kommen die vom Bundesjugendministerium
geförderten Kompetenzagenturen. Sie verbessern die berufliche
Integration von benachteiligten Jugendlichen durch passgenaue
Angebote.


KONTEXT

>> Der 12. Jugend- und Kinderbericht zum Herunterladen
<http://dip.bundestag.de/btd/15/060/1506014.pdf>
>> Rede der Familienministerin von der Leyen
<http://www.bmfsfj.de/root,did=72370.html>



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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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D-10117 Berlin
Telefon: 01888 / 272 - 0
Telefax: 01888 / 272 - 2555

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11.03.2006 - 10:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 304 X