[SPD-BT] Kindergesundheit: Bessere Unterstuetzung fuer Familien statt Zwangsuntersuchung
Kindergesundheit: Bessere Unterstuetzung fuer Familien statt Zwangsuntersuchung15. Maerz 2006 - 213
AG Gesundheit
AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kindergesundheit: Bessere Unterstuetzung fuer Familien statt
Zwangsuntersuchung
Zu den Ergebnissen des heutigen Expertengespraechs der
SPD-Bundestagsfraktion, "Auf den Anfang kommt es an - Gesundes
Aufwachsen von Kindern", erklaeren die gesundheitspolitische
Sprecherin des SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann und die
Sprecherin der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und
Jugend, Christel Humme:
Die ueberwiegende Mehrheit der Expertinnen und Experten
unterstuetzt unsere Position: Eine Verpflichtung zur Teilnahme
an Kinderuntersuchungen ist ebenso wenig sinnvoll wie eine
Strafandrohung bei verpasster Teilnahme. Es geht um das Recht
der Kinder, die Angebote zur gesundheitlichen Frueherkennung
wahrzunehmen, und nicht um Mittel, "schlechte" Eltern ausfindig
zu machen.
Wir sollten deshalb darueber nachdenken, wie die Inanspruchnahme
an den Kinderuntersuchungen ohne gesetzlichen Zwang erhoeht
werden kann, insbesondere von der U7 (im dritten Lebensjahr) bis
zur U9 (im sechsten Lebensjahr) und zur J1 (zwischen dem 12. und
14. Lebensjahr). Drei erfolgreiche Modellprojekte stellten heute
ihre Konzepte den SPD-Abgeordneten vor. So konnte beispielsweise
im Kreis Mettmann die Teilnahme an den Untersuchungen auf 95
Prozent erhoeht werden.
Unser Ziel muss es sein, Risikofamilien fruehzeitig zu
identifizieren und niedrigschwellige Hilfen anzubieten. Die
Kinderuntersuchungen koennen dazu einen Beitrag leisten. Von
zentraler Bedeutung ist jedoch eine funktionierende
Zusammenarbeit aller wichtigen Beteiligten vor Ort.
Zusammenarbeiten muessen zum Beispiel Jugend- und Sozialaemter,
Kindergaerten und Schulen, oeffentlicher Gesundheitsdienst,
niedergelassene Aerzte und Hebammen. Die Bundesregierung
unterstuetzt die bessere Kooperation, indem ueberprueft wird, ob
eine gegenseitige Information ohne Verletzung des Datenschutzes
moeglich ist.
Grosse Verantwortung tragen in diesem Zusammenhang die Laender
und die Kommunen, in deren Verantwortungsbereich es steht,
ausreichende Mittel fuer den oeffentlichen Gesundheitsdienst und
Angebote der Jugend- und Sozialaemter bereitzustellen.
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15.03.2006 - 18:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 114 X

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