[IGM] Peters wirft Metallarbeitgebern Verweigerungshaltung vor
Peters wirft Metallarbeitgebern Verweigerungshaltung vor15. März 2006
Nr. 15/2006
Peters wirft Metallarbeitgebern Verweigerungshaltung vor
Frankfurt/Main - Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, hat den Metallarbeitgebern vorgeworfen, sich in den Tarifverhandlungen zu verweigern. "Angesichts steigender Gewinne und einer hervorragenden Wettbewerbssituation der Metall- und Elektroindustrie befindet sich Gesamtmetall in einer eklatanten Erklärungsnot und flüchtet in Verweigerungshaltung", sagte Peters am Mittwoch in Frankfurt am Main. Er reagierte damit auf jüngste Äußerungen von Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser, wonach die Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Angebot vorlegen wollen. Es sei nicht mehr nachvollziehbar, dass sich die Arbeitgeber nach über einem Monat Verhandlungen nicht in der Lage sehen, ein Angebot zu beziffern. "Ich habe für dieses absurde Theater kein Verständnis mehr und die Millionen Beschäftigten auch nicht", sagte Peters.
Zwischen Bundesregierung, Sachverständigenrat und den meisten Ökonomen in Deutschland herrsche ein Konsens darüber, dass die lahmende Binnennachfrage der entscheidende Hemmschuh für die Wirtschaft sei. "Wenn Herr Kannegiesser dies als "Kaufkraftklamotte" diffamiert, dann zeugt das vom Verlust der Realität in Bezug auf die volkswirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland", kritisierte Peters.
Mit seinen heutigen Äußerungen habe Kannegiesser noch einmal untermauert, dass sich die Metallarbeitgeber in die Perspektivlosigkeit einer reinen Kostensenkung begeben wollen. "Deutschland wird im internationalen Wettbewerb in Zukunft aber nur bestehen, wenn wir Innovation und Qualifizierung stärken, so wie die IG Metall es fordert", betonte Peters. Noch nie in der Nachkriegsgeschichte hätten die Metallarbeitgeber gemessen an ihrem Umsatz so wenig für Löhne und Gehälter ausgegeben wie heute. "Die Jammerei der Unternehmer ist peinlich", sagte Peters.
---------------------------------------------------------------
IG Metall Pressestelle
Wilhelm-Leuschner-Straße 79, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: 069/66 93 2670/72/74
Telefax: 069/6693-2870
E-Mail: Pressestelle
igmetall.de
Internet: www.igmetall.de
/>
---------------
15.03.2006 - 18:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 186 X