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[BReg] UN-Bericht: Migration ist gut für die Herkunftsländer


UN-Bericht: Migration ist gut für die HerkunftsländerPresse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Artikel

Veröffentlicht am: 16.03.2006

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Zuwanderung
UN-Bericht: Migration ist gut für die Herkunftsländer
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Migration ist keine Einbahnstraße. Gelingt die Integration, nutzt sie
dem Aufnahmeland. Doch auch die Heimatländer der Migrantinnen und
Migranten profitieren von den Erfahrungs- und Geldtransfers ihrer
Landleute.


Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Weltkommission für
internationale Migration. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass
Migration weltweit fast alle Staaten betrifft.

Migrationsprozesse machen an keiner Grenze halt und involvieren viele
Menschen. Daran erinnerte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei
der Vorstellung der deutschen Version des Berichts der Vereinten
Nationen (UN) in Berlin.

Potentiale besser ausschöpfen

Um so wichtiger sei die Verbesserung der Integration, betonte
Schäuble. Insbesondere, da jedes vierte heute in Deutschland geborene
Kind bereits einen Migrationshintergrund hat.

Zuwanderung und Integration seien zwei Seiten derselben Medaille, so
Schäuble. Die Akzeptanz in der Gesellschaft werde nur erhalten, wenn
Zuwanderung nicht als Bedrohung wahrgenommen, sondern als Bereicherung
empfunden werde.

Nach Überzeugung des Innenministers gilt es deshalb, die Zuwanderung
zu begrenzen und zu steuern. "Die nach Deutschland Zugewanderten
dürfen nicht in Parallel- oder Separatgesellschaften abgleiten",
betonte der Minister.

Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth forderte, die
Potentiale der Migranten besser auszuschöpfen.

"Circular migration" nutzen

Zudem forderte Süssmuth dazu auf, die Chancen der "circular migration"
zu nutzen. Darunter versteht man die zeitlich befristete Zuwanderung
und spätere Rückkehr ins Heimatland. Die "circular migration"
könne mittels zeitlich begrenzter Arbeitsmigration gefördert werden.
Auch die Wanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften muss laut
Süssmuth verstärkt werden.


Deutschland wird in der 19-köpfigen Weltkommission für internationale
Migration von der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth
vertreten.

Die Originalfassung des Bericht wurde am 5. Oktober 2005 dem
Generalsekretär Kofi Annan in New York vorgelegt. Der Bericht enthält
Empfehlungen, wie man internationale Migration besser gestalten und
steuern kann.

In den vergangenen 35 Jahren ist laut dem Expertenbericht die Zahl der
Migrantinnen und Migranten von 72 Millionen auf 200 Millionen
gestiegen. Darunter seien knapp zehn Millionen Flüchtlinge. Der
Bericht stützt sich unter anderem auf Statistiken der UN, der Weltbank
und des Internationalen Währungsfonds. 






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Anlagen zum Download:


Bericht der Weltkommission internationale Migration

<http://www.bundesregierung.de/Anlage975151/Bericht+der+Weltkommission+internationale+Migration.pdf>
(4552.73 KB)


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16.03.2006 - 18:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 211 X