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[BMI] Schäuble und Süssmuth: Migration ist keine Einbahnstraße 


Schäuble und Süssmuth: Migration ist keine Einbahnstraße Internetredaktion des Bundesministerium des Innern


Pressemitteilung
Publiziert am 16. Mrz 2006

Themen: Zuwanderung und Integration, Ausländer / Flüchtlinge / Asyl, Europa / Internationales

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BMI Pressemitteilung: Schäuble und Süssmuth: Migration ist keine Einbahnstraße
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Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble und Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth haben heute in Berlin die deutsche Fassung des im Oktober 2005 in New York vorgelegten UN-Berichts der Global Commission on International Migration (GCIM) "Migration in an interconnected world: New directions for action" vorgestellt.

Der Bericht der 19köpfigen Weltkommission, in der Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth vertreten war, spricht alle aktuellen Aspekte der Migrationspolitik an, wie etwa die Einführung von Programmen für temporäre Arbeitsmigration, den Abbau von Hindernissen für die Wanderung Hochqualifizierter, die Förderung des entwicklungspolitischen Engagements von Migranten oder die Steigerung des Entwicklungseffekts von Rückkehr und "circular migration".

Minister Dr. Wolfgang Schäuble: "Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die der Bericht der Weltkommission bietet, ist der bislang nicht genügend gewürdigte enge Zusammenhang zwischen der Zuwanderung in entwickelte Staaten und der Stimulation von Wachstum und Innovation im Herkunftsland. Der Bericht sagt klar: Migration ist keine Einbahnstraße."

Dazu erklärte Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth: "Migration setzt mittel- bis langfristig einen gegenseitigen Austausch zwischen Auswanderungs- und Einwanderungsland in Gang. Der Bericht spricht von den Chancen der "circular migration", also der heute weltweit zunehmend genutzten Möglichkeit zu einer zeitlich befristeten Migration, die im Herkunftsland beginnt und nach einer bestimmten Zeit im Zielland wieder dort endet."

Bundesinnenminister Schäuble bekräftigte zudem die Grundsätze der Integrationspolitik der Bundesregierung:

Über die Grenzen der Europäischen Union und Deutschlands dürfe nicht unbegrenzte und ungesteuerte Zuwanderung erfolgen, der hiesige Arbeitsmarkt - und damit die Erwerbsmöglichkeiten der deutschen Bürgerinnen und Bürger - dürfe nicht durch die Zuwanderung von Billigarbeitskräften aus den Fugen geraten, die positiven Wirkungen der Zuwanderung Hochqualifizierter dürfe nicht durch den Zuzug von Geringqualifizierten in die Sozialsysteme überlagert werden und schließlich dürften die nach Deutschland Zugewanderten nicht in Parallel- oder Seperatgesellschaften abgleiten und ausschließlich mit einer zurück in ihre Herkunftsländer gerichteten Perspektive in Deutschland leben, sondern müssten sich erfolgreich und nachhaltig in die deutsche Gesellschaft integrieren - was selbstverständlich die Achtung der deutschen Rechts- und Werteordnung einschließe.

Minister Dr. Schäuble: "Ohne die umfassende Analyse von Ursachen und Wirkungen weltweiter Migrationsströme werden wir mit unseren Konzepten der Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung einerseits, des Flüchtlingsschutzes andererseits und mit dem Ziel einer umfassenden Integrationspolitik nicht weiter kommen."

Den Bericht in Deutsch und weiteren 4 Sprachen finden Sie im Internetangebot der Global Commission on International Migration.



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16.03.2006 - 18:01 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 416 X