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[GRN-BT] Glückwunsch an Monira Rahman zum Menschenrechtspreis von Amnesty International Deutschland


Glückwunsch an Monira Rahman zum Menschenrechtspreis von Amnesty International DeutschlandPRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

NR. 0370
Datum: 17. März 2006

Glückwunsch an Monira Rahman zum Menschenrechtspreis von Amnesty
International Deutschland

Zur Vergabe des Menschenrechtspreises von Amnesty International
Deutschland an Monira Rahman aus Bangladesch erklären Volker
Beck,menschenrechtspolitischer Sprecher und Thilo Hoppe, Vorsitzender
des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Monira Rahman hat mit ihrem Engagement vielen Opfern von Säureattentaten
das Leben gerettet und ihnen eine Perspektive für ihr weiteres Leben
gegeben. Viele der Frauen engagieren sich nun selbst im Kampf gegen
Säureattentate. Wir sprechen Frau Rahman unsere größte Hochachtung aus
und gratulieren ihr zum Menschenrechtspreis, der ihr von Amnesty
International am kommenden Sonntag überreicht wird.

In Bangladesh wurden in den letzten fünf Jahren über 1000 Frauen und
Mädchen Opfer von Säureattentaten. Sie erlitten lebensbedrohliche
Verbrennungen und bleiben ihr Leben lang entstellt. Die Täter handeln
aus unterschiedlichen Gründen - von sexueller Abweisung bis hin zu
Streitigkeiten über Mitgift und Land. Nur in den wenigsten Fällen kommt
es zu einer strafrechtlichen Verfolgung.

Monira Rahman rückte das Thema Säureattentate in die Öffentlichkeit und
erreichte mit der von ihr gegründeten Organisation "Acid Survivors
Foundation" (ASF) wichtige Ziele. So hat sich dank ihres Einsatzes die
Situation der Opfer deutlich verbessert. Gab es vor einigen Jahren
höchstens acht Krankenhausbetten für die Behandlung von Verbrennungen
und Verätzungen, so betreibt ASF mittlerweile selbst ein modernes
Krankenhaus für Säureopfer.

Auch die Regierung von Bangladesch hat inzwischen einige Forderungen von
Frau Rahman aufgegriffen. Nach Schätzungen von ASF gehen aber noch immer
neun von zehn Tätern straffrei aus. Die Arbeit von Frau Rahman und ASF
ist daher weiterhin unerlässlich.


(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Pressestelle
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17.03.2006 - 10:00 Quelle: news-on-web.de | Gelesen: 204 X