Krankenkassen könnten Kosten für Hilfsmittel sparen, wenn sie wollten.
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Kosten für medizinische Hilfsmittel können unter Einbeziehung der Eigenverantwortlichkeit der Versicherten verringert werden
Mit einem neuen Konzept der Versorgung von Patienten mit Rehabilitationshilfsmitteln können in Deutschland teilweise die Hälfte der bisherigen, zumeist kassenvertraglich festgelegten Gesundheitskosten eingespart werden. Gerade bei standardisierten Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Toilettensitzerhöhungen, Badewannenliftern und Rollatoren (Gehwägen) ist es unter aktiver Einbeziehung des Versicherten und dessen Angehörigen möglich, die in der Versorgung entstehenden Kosten in ihrer Art zu reduzieren. Unnötige und kostenverursachende Auslieferungen sowie mehrmalige Anfahrten zum Versicherten sind größtenteils nicht notwendig, jedoch in der vorgege-benen Preiskalkulation der Krankenkassen in der Regel pauschaliert enthalten. Ebenso treiben über das Maß des Notwendigen hinausgehende Anforderungen der Krankenkassen in ihren Lieferverträgen mit den Leistungserbringern (hier: Sanitätshäuser) die Preise künstlich in die Höhe: Wozu benötigt ein Sanitätshaus, wenn es eine Toilettensitzerhöhung, die einfach auf das WC aufgesteckt oder aufgeschraubt wird, eine Werkbank inklusive umfassendem Zubehör? Auch einen speziellen Fuhrpark muss es vorweisen können, um die Lieferberechtigung der Krankenkasse zu erhalten.
Sicherlich sind viele Preise, die ein Sanitätshaus von der Krankenkasse für seine Leistungen erhält, gerechtfertigt; in einigen Bereichen jedoch kann massiv eingespart werden, ohne dass die Qualität darunter leidet. Es muss von den kostentragenden Krankenkassen die Möglichkeit eingeräumt werden, dass der Versicherte nach eigener und freier Entscheidung Hilfsmittel in gleicher Qualität auch in Gesundheitsfachmärkten beziehen kann, die ihre Strukturen dahingehend ausgerichtet haben, kosteneinsparend zu versorgen. Ein Grundtenor der Versorgung im Rahmen des deutschen Sozialsystems ist nämlich gerade und ausdrücklich die Forderung nach Einhaltung der Wirtschaftlichkeit. So darf Gesundheitsfachmärkten hier die Möglichkeit nicht abgesprochen werden, Kosten reduzieren zu helfen, sie muss sogar von diesen eingefordert werden. Die Krankenkassen müssen sich viel mehr bewusst machen, dass nicht sie die Leistungen bezahlen sondern der bei ihnen Versicherte mit seinen Sozialver-sicherungsbeiträgen. Eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge ist mit derartigen Chancen nicht plausibel durchzusetzen, zumal die Bereitschaft, mehr Eigenverantwortlichkeit mit einzubringen, indem man sich Hilfsmittel aus dem Gesundheitsfachmarkt z. B. selbst abholt, bei den Versicherten vorhanden ist. Ein Blick in unsere europäischen Nachbarländer sollte hier unsere deutschen Krankenkassen zu weiteren Schritten veranlassen.
Deutschland ist ein Verwaltungsstaat - aber auch ein Volk der Dichter und Denker! Auch die Krankenkassen sind (zu) deutsch.
Im niederbayerischen Dingolfing hat sich ein Gesundheitsfachmarkt zu diesem Thema nicht nur Gedanken ge-macht. Er versucht hier, neue Wege zu gehen, indem er standardisierte Hilfsmittel in hoher Qualität zu kaufmännisch kalkulierten Preisen abgibt. Hier spart nicht nur die Krankenkasse, sondern auch der Versicherte durch wegfallende wirtschaftliche Aufzahlungen und niedrigere gesetzliche Zuzahlungen. Natürlich profitiert von diesem System auch der Privatversicherte.
Gesundheit muss nicht teuer sein; man muss sich nur Gedanken darüber machen!
Quelle: EUGES - europaweit gesundheitsprodukte schmid e. K. / pressbot.net
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28.07.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 590 X
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