Künstler und Landschaftsarchitekten unterstützen Bürgerprotest gegen Autobahnlärm
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Nerchau. Landschaftsgestalter, Künstler, Politiker und Dorfbewohner der Initiative „Kunst und Natur an der A 14“ trafen sich Ende Juli in der sächsischen Kleinstadt Nerchau zu einem die erste Etappe abschließenden Workshopkongress. Ziel der Initiative ist es, ein Projekt gegen Autobahnlärm, für mehr Lebensqualität in sächsischen Dörfern entlang der A 14 nahe der Kreisstadt Grimma anzustoßen.
Hier sind die Dörfer Hohnstädt, Beiersdorf, Grottewitz, Prösitz und Bockelwitz von dem seit der Wende enorm gewachsenen Verkehrslärm und den Autoabgasen besonders stark betroffen. „Die 1973 eingeweihte A 14 ist ein ‚Altbau’. Nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen sind damit gesetzlich nicht vorgeschrieben“, erläutert Lutz Simmler. Der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Muldenland e.V. ist Koordinator des Projektes „Kunst und Natur an der A 14“ und steht für den Aspekt „Natur“ im Projektnamen. „Dem Umfeld angepasste Landschaftsgebilde werden bei diesem Lärmschutz-Projekt eine große Rolle spielen“, ist Simmler überzeugt.
Kreativen Einfluss auf die Initiative hat das in dem Dorf Prösitz angesiedelte Künstlergut, das von der Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz geleitet wird. „Unser Gut liegt in Hörweite des Tag und Nacht lärmenden Betonbandes. Als Betroffene können wir die Verzweiflung der Dorfbewohner nachempfinden. Wir sehen die leeren Höfe und verstehen, warum Menschen die reizvolle Hügellandschaft verlassen“, begründet die Künstlerin ihr Engagement. An einer Kunstaktion im Juni auf mehreren Brücken über die A 14 beteiligten sich auch Bildhauer aus verschiedenen Orten Deutschlands, die zu jener Zeit an einem Symposium auf dem Künstlergut Prösitz teilnahmen.
Die möglichst breite Einbeziehung und Mitwirkung aller Betroffenen und am Projekt Interessierten sicherten die monatlichen Meilensteintreffen, eine Fachtagung, drei Zukunftswerkstätten und der jetzt stattgefundene Workshopkongress. Gefördert wird das Projekt „Kunst und Natur an der A 14“ durch die EU-Gemeinschaftsinitiative Leader+, koordiniert vom Sächsischen Zweistromland, und durch den Freistaat Sachsen.
Aus einem ersten Engagement verschiedener Interessengruppen entwickelte sich ein belastbares Netzwerk. Der gemeinsame Wille zur Minderung der Lärmemission und zur Rückeroberung der Region rechts und links der A 14 im Muldental als lebenswerten Raum bildet jetzt die Grundlage für die Fortsetzung des Projektes. „Auch politische Entscheidungsträger auf Landes- und sogar Bundesebene haben das Problem erkannt und signalisieren inzwischen Unterstützung“, nennt der Projektkoordinator als Erfolg. Vereinbart seien im weiterführenden Konzept, das auf dem Workshopkongress erarbeitet wurde, auch eine Ausstellung im Foyer des Sächsischen Landtages, Aktionen zum Tag des Lärms und ein Symposium von Künstlern und Lärmschutzexperten im Frühjahr 2007.
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Grimma, Juli 2006
Ein Foto in druckfähiger Auflösung, eine Langfassung dieser Pressemitteilung und weiteres Material stehen im Pressebereich unter
http://www.pr-kurier.de/modules.php?name=Downloads&d_op=viewdownload&cid=9
zum Downloaden bereit.
Bildtext:
Wollen gemeinsam die Lebensqualität der Menschen in lärmgeplagten Dörfern an der A 14 verbessern: Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz, Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf und Lutz Simmler, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Muldenland.
Die Veröffentlichung dieses Pressetextes ist honorarfrei. Um Information bei Veröffentlichung wird gebeten.
Weitere Informationen:
Landschaftspflegeverband Muldenland e.V.
Geschäftsführer Lutz Simmler
Nicolaiplatz 5, 04668 Grimma
Telefon: 03437-948036
Fax: 03437-948047
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03.08.2006 - 17:55 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 526 X
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