GRÜNE ALTE verabschieden ihr Programm und wählen einen neuen Vorstand
27. Oktober 2005 - Am vergangenen Samstag, 22.10.05 fand in Berlin die 4. Mitgliederversammlung der GRÜNEN ALTEN statt. Im Folgenden möchten wir Sie über die Ergebnisse des Treffens informieren:
Auf Ihrer 4. Mitgliederversammlung haben DIE GRÜNEN ALTEN am 22.10.2005 in Berlin ihr politisches Programm "Bündnisgrüne Grundsätze einer Kultur des Alterns" verabschiedet und einen neuen Vorstand gewählt. Im Amt bestätigt wurden Edith Lampert und Dr. Wilhelm Knabe als SprecherInnen und Schatzmeisterin Ingrid Borretty. Neu gewählt wurden die beiden Beisitzerinnen Erika Rohwedder und Ute Schmitz.
Das Programm, das sich insgesamt in 10 Unterabschnitte von "Selbstbewusst und eigenverantwortlich leben" bis zu "Wir mischen uns ein" gliedert, fordert u. a. die Förderung alternativer Wohnformen, die Stärkung des Zusammenlebens von Jung und Alt, und mehr qualifizierte Angebote im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements, sowie eine freiwilliges soziales Jahr auch für ältere Menschen.
"Wir wollen unser Wissen und unsere Erfahrungen in die Politik und die Gesellschaft einbringen und uns gleichzeitig den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft stellen. Das heißt, wir rufen unsere Altersgenossen auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren und sich selbstbewusst mit ihren erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen in Politik und Gesellschaft einzumischen. Schließlich sind die Zeiten vorbei, wo man im Alter zum alten Eisen gehörte" erklärte dazu der neue alte Sprecher des Vereins DIE GRÜNEN ALTEN Wilhelm Knabe.
Die ebenfalls wiedergewählte Sprecherin Edith Lampert, die sich besonders für alternative Wohnformen einsetzt, erläuterte die Forderung des Programms an die Kommunen, mehr altengerechte, aber auch generationsübergreifende Wohnprojekte zu entwickeln, anzubieten und Altenwohngemeinschaften zu fördern: "Wir wollen, dass auch alte Menschen selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben können und dies möglichst in ihrem sozialen Umfeld und nicht in großen Heimen in einer fremden Umgebung mit angeordneter Lebensweise. Alte Menschen dürfen nicht vermarktet werden."
Beide sind sich einig, dass man einen neuen Generationenvertrag braucht, bei dem Ältere mehr als bisher einen aktiven Teil des gesellschaftlichen Lebens übernehmen. Ausgehend von dem Wissen, dass die jüngere Generation vor allem Sorge um Arbeit und Auskommen hat, betonen Knabe und Lampert die Unterstützung der GRÜNEN ALTEN bei der Anpassung von Renten und Pensionen, die zur Sicherung des Rentensystem notwendig sind.
Weiter kündigten Knabe und Lampert an, dass im Rahmen einer Fachtagung im Frühjahr 2006 zur Neuordnung der Lebensarbeitszeit und der zur Finanzierung der Renten abschließend beraten werden wird.
Omid Nouripour, Mitglied im Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gratulierte den neu- bzw. wiedergewählten Vorstandsmitgliedern. Zur Schwerpunktsetzung der GRÜNEN ALTEN sagte Nouripour: "Altenpolitik ist von uns schon immer als Querschnittsaufgabe verstanden worden. Altenpolitik ist mehr als nur Pflege und Rente, sie betrifft alle Lebensbereiche. Ich erhoffe mir von den Grünen Alten neue Impulse für grüne Politik."
© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BundesvorstandSigrid Wolff, PressesprecherinPlatz vor dem Neuen Tor 1, 10115 BerlinTel: 030-28442 131/134, Fax: -28442 234, Email: presse
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Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN / pressrelations.de
27.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 111 X
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