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Bildungsland Nr. 7 und 12 statt Bildungsland Nr. 1




"Auch bei der neuen PISA-Studie ist Hessen leider nur Mittelmaß. Vom angeblichen Bildungsland Nr. 1 kann keine Rede sein. Die Chancenungleichheit zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Elternhäusern ist auch in Hessen viel zu hoch. Wer sich, wie Kultusministerin Wolff(CDU), von diesen Ergebnissen bestätigt sieht, ignoriert die Probleme an Hessens Schulen und versündigt sich an der Zukunft der Schülerinnen und Schüler. Wir brauchen einen Kurswechsel in der Bildungspolitik und kein weiter so", kommentiert der bildungspolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mathias Wagner, die Ergebnisse der neuen PISA-Studie.

"Andere Bundesländer waren bei der im internationalen Vergleich dringend notwendigen Aufholjagd des deutschen Bildungssystems wesentlich erfolgreicher als Hessen. So legten in den Naturwissenschaften Sachsen-Anhalt 32, Sachsen 23 und Bayern 22 Punkte zu. In Hessen waren es nur magere acht Punkte und damit der schlechteste Wert aller Bundesländer. In diesem Bereich ist Hessen von Platz 8 auf Platz 12 zurück gefallen. Auch in Mathematik hat Hessen weniger zulegen können als andere und landet wie auch beim Lesen auf Platz 7". Insgesamt würden in der PISA-Studie die Fortschritte in Hessen in nahezu allen Bereichen als "nicht signifikant" eingestuft. "Die Erfolge der CDU-Bildungspolitik tendieren also gegen null. Das zeigt einmal mehr wie inhaltsleer das Gerede vom Bildungsland Nr. 1 ist. In Wahrheit ist die Bildungspolitik von Karin Wolff gescheitert", sagt Mathias Wagner.

"Auch in Hessen ist die Chancenungleichheit im Bildungssystem alarmierend. Zwar ist Hessen hier erfreulicherweise im Bundesvergleich besser als andere. Aber dass auch in Hessen Schülerinnen und Schüler aus der Oberschicht eine 2,7-fach höhere Chance haben, ein Gymnasium zu besuchen als Kinder aus einer Facharbeiterfamilie, ist zutiefst sozial ungerecht, gesellschaftlich unverantwortlich und auch ökonomisch falsch." Leider ziehe die Landesregierung auch in diesem Bereich die falschen Konsequenzen. Statt auf massive Verbesserungen bei der frühkindlichen Bildung zu setzen, gehe es in Hessen nur in Trippelschritten voran. Statt auf mehr individuelle Förderung zu setzen, würden in Hessen Schülerinnen und Schüler immer früher und stärker aussortiert. "Jedes Kind muss uns unabhängig von seinem familiären Hintergrund gleich viel Wert sein und die gleichen Chancen haben. Frau Wolff orientiert sich jedoch bei der Herstellung von Chancengleichheit leider an Bayern und Baden-Württemberg, die aber in diesem Bereich laut PISA-Studie besonders schlecht abschneiden."

Die Konsequenz aus der neuen PISA-Studie dürfe nicht wieder wie bei der 1. Studie sein, dass sich alle bestätigt sehen. "Gerade in Hessen haben wir allen Grund, die Ergebnisse sorgfältig zu analysieren und eine Kurskorrektur einzuleiten."

Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag - Pressesprecherin: Elke CezanneSchlossplatz 1-365183 WiesbadenFon: 0611/350597Fax: 0611/350601Mail: grueneltg.hessen.de Web: http://www.gruene-hessen.de (c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag



Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN HESSEN / pressrelations.de

04.11.2005 - 18:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 306 X

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