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PISA – Wir müssen besser und gerechter werden




Zu den Ergebnissen des Schülerländervergleichs

PISA 2003 erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Deutschlands Bildungssystem muss besser und gerechter werden; das belegen die neuerlichen PISA-Ergebnisse. Wir freuen uns über die erreichten Fortschritte. Die Bemühungen um die Verbesserung des Schulunterrichts, etwa durch das Bund-Länder Projekt Sinus haben offensichtlich erste Erfolge gezeigt. Damit zeigt sich, dass der Bund im Bildungsbereich weiter Mitwirkungsmöglichkeiten haben sollte.

Nach wie vor bleibt der besonders enge Zusammenhang von Schulerfolg und sozialer Herkunft bestehen. Bundesweit liegen im Durchschnitt etwa ein Viertel der Kinder mit ihren Leistungen weit unter dem internationalen Durchschnitt. Hier werden die größten Potentiale verschleudert. Es ist beschämend, dass es in Deutschland nicht gelingt, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Schichten zu integrieren. Das zu ändern, ist die zentrale Herausforderung. Wir benötigen eine Bildungspolitik, die auf Integration und gleiche Chancen setzt. Mit dem rot-grünen Ganztagesprogramm haben wir Kurs gesetzt auf mehr individuelle Förderung und mehr soziale Gerechtigkeit. Jetzt kommt es darauf an, die Startchancen für die Kleinsten zu verbessern. Wir setzen deshalb auf einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr. Auch wollen wir erreichen, dass mittelfristig das Angebot einer Kita beginnend im letzten Jahr vor der Schule gebührenfrei wird. Im Gegensatz zu den Halbheiten aus dem CDU/CSU-Wahlprogramm benennen wir damit Kernpunkte für eine sozial gerechte und leistungsfähige Bildungsentwicklung.

Die ewig gestrigen Versprechungen im Wahlprogramm der Union zur Familienförderung der Marke Erhöhung des Kinderfreibetrags und das völlige Fehlen einer konkreten bildungspolitischen Vision im Wahlprogramm sind keine Antwort auf PISA. Sie bringen nicht mehr Integration und Chancengleichheit, sondern sie begünstigen ausgerechnet die Eltern, deren Kinder zu den Bildungsgewinnern zählen."

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BundesvorstandSigrid Wolff, PressesprecherinPlatz vor dem Neuen Tor 1, 10115 BerlinTel: 030-28442 131/134, Fax: -28442 234, Email: pressegruene.de



Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN / pressrelations.de

14.07.2005 - 16:35 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 310 X

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