Studiengebühren, Eliteuniversitäten und der Student als Kunde - Hochschulpolitik in Deutschland bislang ohne Konzept
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Von Silke Landwehr
Berlin – In der Wirtschaft ist man mit den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung in der Hochschulpolitik unzufrieden. „Das Konzept der Eliteuniversitäten, willkürliche Finanzspritzen für Forschungseinrichtungen und die Einführung von Studiengebühren ohne Konsequenzen auf die öffentlich-rechtliche Hochschulbürokratie bringen überhaupt nichts. Das sind Placebo-Maßnahmen und lenkt nur von den fundamentalen ordnungspolitischen Fehlleistungen der vergangenen Jahre ab. Hochtechnologie, Unternehmertum, Erfindergeist und der Antrieb zu Spitzenleistungen müssten quer durch alle staatlichen Institutionen vorgelebt und respektiert werden“, fordert Michael Müller, Wirtschaftssenator des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.org und Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a&o-Gruppe http://www.ao-services.de mit Sitz in Neuss und Potsdam. Schon an dem Konzept der „Eliteuniversitäten“ erkenne man nach Ansicht von Herbert Klaeren, Professor für Programmiersprachen an der Universität Tübingen, den politisch vollkommen fehlgeleiteten, verlogenen und heuchlerischen Einsatz von Geldmitteln durch die Regierung. Im Vergleich zur privat finanzierten Stanford University http://www.stanford.edu, die im Herzen des Silicon Valley liege und die amerikanische Elite in der Informatik hervorbringe, seien deutsche Hochschulen seit langem chronisch unterfinanziert. „An der TU München kommen statistisch 44 Studierende auf einen Professor, an der ETH Zürich sind es 35, aber an der Stanford University nur acht. Die TU München gibt für jeden Studierenden jährlich 20.540 Euro aus, die ETH Zürich 57.310 Euro und die Stanford University 188.405 Dollar. Da erübrigt sich jeder Kommentar“, so der Einwand von Klaeren. Zwar gebe es auch in Deutschland Privatuniversitäten. „Sie dienen aber hauptsächlich der Bestätigung des Egos knauseriger Stifter und hängen allesamt am staatlichen Tropf. Aus eigener Kraft könnten sie nie überleben. Die Bildungspolitik spielt hier freiwillig die Rolle des nützlichen Idioten“, schreibt Klaeren in seinem neuen Buch Viren, Würmer und Trojaner – Streifzüge durch die Computerwelt (Verlag Klöpfer & Meyer, http://www.kloepfer-meyer.de). Zudem regiere der Staat immer wieder stark in die Universitäten hinein, auch er dabei treuherzig behaupte, deren Autonomie stärken zu wollen. „An der Stanford University geschieht dagegen nur, was die Stanford University will“, bemerkt Klaeren. Wer ernsthaft Eliteuniversitäten haben wolle, müsse sich mit dem Gedanken anfreunden, dass nicht jeder Abiturient von jeder Universität angenommen werde, sondern sich erst einer Aufnahmeprüfung stellen müsse. Habe man aber erst einmal eine Universität des Stanford-Kalibers etabliert, möglichst noch mit einem gemeinschaftsstiftenden Campus, dann seien die Studierenden auch stolz darauf, hier lernen und arbeiten zu dürfen. Den kompletten Artikel können Sie hier lesen: http://www.neuenachricht.de/A556D3/NENA/NENA_NEU.nsf/0/9FEDC8F509EA71FBC12572BF005659D8?OpenDocument
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17.04.2007 - 10:06 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 410 X
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