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Salzkammergut Festwochen Gmunden - Nachtschiff: Roger Willemsen und Helmut Jasbar


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Gmunden/Salzkammergut/Hamburg/Wien. Sind Sätze und Worte so zerbrechlich wie Gmundner Keramik? Die Feier der Sprache zelebriert von Roger Willemsen www.roger-willemsen.de , der letztes Jahr mit einer fulminanten Eröffnungsrede bei den Festwochen „debütierte“, begleitet von ausgewählten Gitarren-Stücke des Komponisten und Musikdramaturgen Helmut Jasbar’s www.jasbar.at durchschnitten den sommerlichen Abend in der Art Gallery der Gmundner Keramik - www.gmundner-keramik.at

„Die Schönheit einzelner Sätze“

Das Nachtschiff, ein neues Veranstaltungsformat der Festwochen, gewann schnell an Fahrt und Willemsen war alsbald in seinem ureigensten Element. „Mir juckt die Schnauze“, warf er als Eingangsstatement in das Publikum. Kaum ein Berufsstand, eine Region im deutschsprachigen Raum, eine Situation des täglichen Lebens, die von seinem sprachlichen Talent verschont blieb. Willemsen machte selbst vor literarischen Grössen wie Joyce, Ibsen, Musil oder Grillparzer nicht Halt. Der Höhepunkt war „seine“ Definition von Glück aus der Feder eines Staatsmannes des 18. Jahrhunderts: „Stieg in meine Kutsche, die Geliebte auf meinem Schoß, spielte mit Ihren Brüsten und sang.“ Stimmungsvoll gerahmt von Helmut Jasbars Bassgitarre, wurden lauter kleine Geschichten, manche komisch, manche verblüffend oder selbst erschütternd, abgesetzt.

Aufgeladen von der Leichtigkeit und zugleich Zerbrechlichkeit seines Vortrages begab man sich auf die Terrasse der „Art Gallery“ und genoss bei italienischer Antipasti die herrliche Abendstimmung, die unbezahlbare Aussicht auf die Lichter der Stadt, den Traunstein und den vor sich hin ruhenden See. (gw)

Pressekontakt:

Festwochenbüro im Foyer des Stadttheaters Gmunden
Frau Fini Schmid
Theatergasse 7
A-4810 Gmunden

Tel. +43(0)7612/70630
Fax +43(0)7612/70638

email: officefestwochen-gmunden.at
URL - www.festwochen-gmunden.at

Roger Willemsen - www.roger-willemsen.de

Roger Willemsen wurde in Bonn geboren. Er studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Bonn, Florenz, München und Wien. Nebenher arbeitete er als Nachtwächter, Reiseleiter und Museumswärter. 1984 promovierte er über die Dichtungstheorie Robert Musils. Anschließend unterrichtete er zweieinhalb Jahre als Assistent für Literaturwissenschaft an der Universität München. Sein Habilitationsvorhaben über den „Selbstmord in der Literatur” gab er zugunsten seiner Tätigkeit als freier Autor auf.

Willemsen arbeitete in der Folgezeit als Essayist, Herausgeber und Übersetzer u.a. von Thomas Moore und Umberto Eco. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Südostasien zu Recherchen für einen Roman ging er 1988 für drei Jahre nach London, wo er auch als Korrespondent für verschiedene Rundfunkstationen, Zeitschriften und Zeitungen arbeitete.

Nach seiner Rückkehr 1991 wurde der Hamburger Pay-TV-Sender Premiere bei einem Casting für das tägliche Interview-Magazin „0137” auf Willemsen aufmerksam - seine Fernsehlaufbahn nahm ihren Anfang. Gut 1000 Interviews später moderierte er 1993 „Willemsen - Das Fernsehgespräch” (Premiere). Etwa zeitgleich entstanden filmische Porträts u.a. über König Hussein von Jordanien, Dame Edna Everage, Carlos Menem und Lech Walesa. Von 1994 bis 1998 war Willemsen Moderator der wöchentlichen Gesprächssendung „Willemsens Woche”. Seit 1999 moderierte Roger Willemsen renommierte Kulturveranstaltungen im deutschen Fernsehen wie z.B. die Echo-Klassik-Gala im ZDF (gemeinsam mit Senta Berger), „Und der Haifisch der hat Zähne. Hundert Jahre Bertolt Brecht” aus der Frankfurter Staatsoper, die „Romy Schneider-Nacht” oder auch die „Casanova-Nacht” im WDR. Außerdem porträtierte er für das ZDF-Format „Willemsens Musikszene” u.a. Wynton Marsalis, Pierre Boulez, Herbie Hancock, Chick Corea, Sting, Dee Dee Bridgewater, Papa Wemba, Kurt Masur, Gidon Kremer, Woody Allen, Prince und Isaac Stern.

Von Januar 1999 bis November 2000 moderierte Roger Willemsen die monatliche Kultursendung „Nachtkultur mit Willemsen”(WDR), in der er jeweils ein aktuelles Thema aus Kunst und Kultur mit drei bis vier Gästen diskutierte.

Seit 1993 produziert und koproduziert Roger Willemsen mit seiner eigenen TV-Produktionsfirma NOA-NOA Fernsehproduktion GmbH Dokumentationen, Interviewformate, Themenabende und Gala-Veranstaltungen. Von 1999 bis 2001 war seine Produktionsfirma verantwortlich für das Konzept, das Programm und die Moderation der Grimme-Preis Verleihung. Roger Willemsen moderierte die Veranstaltung bereits seit 1998.

Helmut Jasbar - www.jasbar.at

Helmut Jasbar ist ein unkonventioneller, freiheitsliebender Mensch der sich jedem Klischee entzieht. Als Gitarrist, Komponist und Bearbeiter hat er sich in den vergangenen 10 Jahren international etabliert. Dabei bewegt er sich in den unterschiedlichsten musikalischen Genres.

Die Geschichte der GMUNDNER KERAMIK -
www.gmundner-keramik.at

Gmunden als Zentrum der Keramikkünstler: Bereits im 17. Jahrhundert galt Gmunden als Hochburg der altösterreichischen Fein- und Zierkeramik. Die Naturschönheiten rund um den Traunsee inspirierten die Keramikkünstler zu besonderen Formen und Farben. Schon damals entstand das noch heute so beliebte grüngeflammte Dekor!

Die Tradition der Hafnerzunft: Doch nicht nur Hersteller von Kunst- und Gebrauchskeramik, sondern auch Hafner, Ofensetzer und Fliesenhersteller gründeten hier eigene Handwerkstätten, die durch das Zunftrecht geschützt waren. Durch diese überaus strenge Zunftordnung bewahrten Generationen von Hafnern über Jahrhunderte die Tradition ihres Handwerkes. Bunte, kräftige Farben, religiöse Motive, Landschaften und Blumen finden sich in der Kunst von damals wie von heute.

100jähriges Bestandsjubiläum 2003
Ein Stück Firmengeschichte: Im Jahr 1843 erwarb Franz Schleiß das seit etwa 1500 bestehende Hafnerhaus am Graben, sein Sohn Leopold Schleiß gründete 1903 die "Gmundner Tonwarenfabrik" auf dem heutigen Gelände der Gmundner Keramik Manufaktur GesmbH. Daher wurde 2003 auch das 100jährige Jubiläum der Gmundner Keramik gefeiert.

Kunst aus Gmunden: Mit der "Künstlerischen Werkstätte Franz und Emilie Schleiß" fand 1909 seinen Anfang, was bis heute das besondere Flair des Unternehmens ausmacht - die Liebe zur Kunst. Peche, Jungnickel, Klieber oder Sitte machten Gmunden in den Sommermonaten zwischen 1913 und 1923 zur Künstlerkolonie. Franz von Zülow und Paul Hartmann unterrichteten in der 1917 gegründeten "Lehrwerkstätte für Keramik". Michael Powolny, Herta Bucher oder Mathäus Fellinger arbeiteten eng mit der Familie Schleiß zusammen. Diese Tradition setzt sich in der Keramikwerkstätte Sylvia Schleiß bis heute fort.

Von der figuralen Kunst zum Gebrauchsgeschirr: Die Geschichte des Unternehmens war ab dem Jahre 1923, wo es in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde und Franz Schleiß die Kapitalmajorität verlor, wechselvoll. Nach wiederholter Änderung der Besitzverhältnisse erwarb 1968 Johannes Hohenberg den Betrieb. Während man sich bis zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich der figuralen Kunst gewidmet hatte, begann man nun die Erzeugung von Gebrauchsgeschirr zu forcieren. So begann der Siegeszug des "Grüngeflammten" und die Identifikation der Österreicher mit "ihrem" traditonnellen Geschirr.

Neue Eigentümer: Im Herbst 1997 übernahm der Salzburger Unternehmer Johannes Graf von Moy, der bisher nur 26 Prozent hielt, 79 Prozent Unternehmensanteile von der befreundeten Familie Hohenberg. Weitere elf Prozent hält die Moy'sche Privatstiftung. Die restlichen zehn Prozent gehören Mag. Wolfgang Stier, dem Direktor der Moy'schen Gutsverwaltung Anif. Die Geschäftsführung liegt in den Händen von DI Robert Staribacher.



Quelle: Matchmaker PR / pressbot.net

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16.09.2007 - 10:21 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 621 X