Mit einem blauen Punkt fing alles an
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Blaupunkt. Die Werbegeschichte einer Marke
Chronik ist ein Stück deutscher Zeitgeschichte
- Die Entwicklung des Autoradios vom Reisebegleiter zum Stauberater
- Markengeschichte mit kulturhistorischen Einblicken
- Neue Kapitel über Weiterentwicklung der Marke
Seit mehr als 80 Jahren steht ein blauer Punkt im Auto für technisch überzeugende Innovationen. Blaupunkt ist eine attraktive und sympathische internationale Marke aus Deutschland. Das Unternehmen gilt als wichtiger Pionier bei zahlreichen Entwicklungen rund um das Automobil und spielte von Beginn an eine entscheidende Rolle in der Durchsetzung des automobilen Rundfunkempfangs. Der ab sofort im Buchhandel erhältliche Bildband "Blaupunkt. Die Werbegeschichte einer Marke" erzählt eine ebenso spannende wie faszinierende Markengeschichte, die zugleich auch ein Stück deutscher Zeitgeschichte widerspiegelt.
Mit dem blauen Punkt fing alles an. Von der Gründung des Unternehmens 1923 als "Ideal-Radiotelefon- und Apparatefabrik" bis zum 75. Geburtstag des ersten in Europa vorgestellten Autoradios im vergangenen Jahr informiert die vorliegende Chronik unter anderem über die Hintergründe, wie der blaue Punkt 1938 zum Markenlogo und gleichzeitig zum Unternehmensnamen wurde.
Markengeschichte mit kulturhistorischen Einblicken
Die Geschichte der Marke mit dem blauen Punkt zeigt hinreißende Bilddokumente aus mehr als sieben Jahrzehnten Werbung für Autoradios, Navigationsgeräte und Unterhaltungselektronik. Die Entwicklung hin zum kompletten Car Multimedia-Programm der Gegenwart lässt sich daraus ebenso nachvollziehen wie der Wandel im Lebensgefühl jener Generationen, die mit dem Radioempfang auf vier Rädern groß geworden sind.
Autoradio als exquisites Statussymbol
So galt es, bereits in den dreißiger Jahren einem kleinen Publikum ein exquisites Statussymbol zu verkaufen: Den Autosuper 5. Das erste europäische Autoradio war in Zeiten der Wirtschaftskrise ein nahezu unerschwinglicher Luxusartikel. Das Gerät kostete 465 Reichsmark – damals rund ein Drittel des Preises, den ein komplettes Auto kostete. Entsprechend elitär war die Werbung gehalten: In aufwändigen Farbprospekten sah man eine mondäne Welt aus Coupés und Cabriolets, die durch futuristische Metropolen mit Wolkenkratzern oder durch ein "liebliches Bergstraßen-Panorama" fuhren.
Emotionale Bilddokumente und gefühlsbetonte Slogans
Mit zunehmender Massenmotorisierung und dem Beginn der Ära der Transistor-Radios in den Fünfzigern nahm die "Musiktruhe auf Rädern" ein armaturenbretttaugliches Format an. Das Autoradio wurde langsam zu einem alltäglichen Gebrauchsgegenstand. Die Blaupunkt-Werbung spielte mit Emotionen. "Verliebt in Blaupunkt" heißt es beispielsweise in einer Autoradio-Reklame aus den fünfziger Jahren. Ein rotes Herz dominiert den Hintergrund, und das Auto ist geradezu ein Autoradio auf Rädern. Durch gefühlsbetonte Slogans wie "Mit Musik geht alles besser" und "So glücklich kann ein Autoradio machen" wurde der potenzielle Kunde umworben. In einer Werbeanzeige von 1960 schlägt das Herz einer attraktiven Autofahrerin sinnbildlich für die Marke Blaupunkt. Da nicht mehr stets der Patriarch am Steuer saß, wandte sich die Werbung fortan auch an Frauen als Autofahrerinnen und -käuferinnen.
Wirtschaftswachstum schafft Individualität
Die Werbemotive der sechziger Jahre spiegeln die Zeit des beginnenden Wirtschaftswachstums wider: Frohe, heitere Menschen sind mobil und reiselustig. Blaupunkt sieht sich als junge Marke; der Fahrerhandschuh steht als Symbol für ein sportliches Image. Autoradios wurden immer individueller. Das "klassische Autoradio" wich mehr und mehr speziellen Modellen für jeden Wagentyp. Nur die Blende verriet, dass es sich bei den Radios im VW Käfer, im BMW 501 oder im Ford Taunus um Modelle aus dem Hause Blaupunkt handelte.
Vom Reisebegleiter zum Stauberater
In den siebziger Jahren lösten zunehmend Verkehrsstaus die einstmals beschaulichen, leeren Autobahnen ab. Einhergehend mit neuen Lösungen zur Stau-Information und -umleitung wurde die Autoradio-Werbung sachlicher und nüchterner. Sie vermittelte nicht mehr nur reine Unterhaltung, sondern thematisierte die neuen Entwicklungen und Möglichkeiten der Verkehrsinformationen. Als versöhnliches Gegenstück zu Staus und Unfällen zeigen einige Werbemotive reisefreudige, junge Menschen, die als Autoradio-Besitzer zunehmend zu weltläufigen Kosmopoliten werden.
"Ich geb' Gas, ich will Spaß!"
In der Spaßgesellschaft der achtziger und neunziger Jahre hatten Luxuskonsum und Lebensfreude Hochkonjunktur. Die technische und optische Veredelung von Serienfahrzeugen, das "Tuning", steigerte sich in den Werbemotiven von Blaupunkt zu wahrer Fotokunst. Am Car Audio-Himmel erschienen technische Meisterwerke mit "eingebauter Zukunft". Neue Technologien führten zur Entwicklung volldigitaler Autoradios und dynamischer Navigation. Heute ist das Autoradio vom "amüsanten Reisebegleiter" zum volldynamischen Stauberater gereift. Man genießt "mobile Klangsysteme", spricht von "Car-Multimedia" bis hin zum "Fahrerassistenzsystem".
Lesenswerte Markenchronik für Jedermann
"Blaupunkt. Die Werbegeschichte einer Marke" (200 Seiten, rund 300 Abbildungen, ISBN-10 3-922805-93-0) ist eine aufwändige, farbenfrohe Chronik der werblichen Kommunikation in den verschiedensten Facetten – ganz den Zeitgeist der jeweiligen Epoche widerspiegelnd. Die aktuell überarbeitete und erweiterte Auflage enthält neue Kapitel über die Verjüngung der Marke, in deren Rahmen der blaue Punkt auch beim Kult-TV-Format "Pimp My Ride" auf dem Musiksender MTV ganz vorne mitfährt. Auch der Eintritt in den Wachstumsmarkt der mobilen Navigation und die Weiterentwicklung des Markenauftritts werden dem interessierten Leser anschaulich nähergebracht.
Der großformatige, detailreich ausgestattete (und selbstverständlich blaue) Hardcover-Band richtet sich nicht nur an Technikfreaks, Automobil-Nostalgiker und Marketing-Fachleute. Der pointierte Schreibstil und die klassischen Illustrationen mit viel Liebe zum Detail laden Leser jeden Alters zum Schmökern und Verweilen ein.
Einen informativen Kurzfilm zur neuen Markenchronik sehen Sie hier:
http://youtube.com/watch?v=BKXNheiPy98
Quelle: UGW AG / pressbot.net
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29.04.2008 - 16:44 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 123 X