Kulturzwangsverband: GRÜNE teilen Kritik von Landrat Banzer (CDU) an der Hessischen Landesregierung
"Wir unterstützen die Initiative von Landrat Banzer (CDU), statt des angedrohten Kulturzwangsverbandes auf einen angemessenen und direkten Finanzausgleich für die Stadt Frankfurt zu setzen", begrüßt die kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge, die Forderung des Landrates nach einer stärkeren Finanzierung der Kultur in der Rhein-Main-Region durch die Landesregierung.
Sarah Sorge: "Es kann nicht sein, dass im Gegensatz zu den Städten Kassel, Wiesbaden und Darmstadt, in denen Staatstheater oder große Landesmuseen angesiedelt sind, die Stadt Frankfurt keinen Ausgleich für ihre Kulturausgaben erhält, obwohl sie einen Großteil des Kulturangebotes für die Region bereitstellt."
"Ebenso wie Landrat Banzer lehnen wir den kommunalfeindlichen Kulturzwangsverband ab. Wer Kenntnis von den Haushaltslagen der Kommunen hat, weiß, dass eine Finanzierung so genannter "Leuchttürme" der Region durch Zwangsabgaben der Städte und Gemeinden des Ballungsraumes nicht realistisch ist. Das macht auch kulturpolitisch keinen Sinn, da durch die Abgaben kleinere Kulturprojekte vor Ort gekürzt würden. Gerade deshalb ist das Land in der Pflicht. Egal ist dabei, ob der Ausgleich für die besonderen Aufwendungen der Stadt Frankfurt im Kulturbereich über einen Kulturfonds oder über einen direkten Finanzausgleich passiert, die Hauptsache ist, dass es passiert."
"Statt der Drohgebärde "Kulturzwangsverband" sollte Ministerpräsident Roland Koch die Moderatorenrolle für die Kultur in der Rhein-Main-Region übernehmen und bei der Finanzierung selbst mit gutem Beispiel vorangehen."
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Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN HESSEN / pressrelations.de
13.09.2005 - 10:07 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 232 X