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Kriegsbedingt verbrachtes deutsches Gemälde kehrt aus Kirgisistan zurück




Das kriegsbedingt verbrachte Gemälde "Ausritt der Fürstin Liegnitz im Park von Charlottenburg" von Franz Krüger ist gestern (13.09.) aus Kirgisistan nach Berlin in den Besitz der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin – Brandenburg zurückgekehrt. Mit dem Gemälde ist zum ersten Mal ehemals sowjetische Beutekunst in Kirgisistan aufgetaucht.

Ab 1906 ist das Gemälde im Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou in Berlin nachgewiesen. 1942 wurde das Gemälde zum Schutz vor Bombenangriffen in den Flakturm Friedrichshain ausgelagert und am 17. Mai 1946 von einem sowjetischen Offizier mit anderen Gemälden zum Abtransport bestimmt. Seither galt es als verschollen. Eine Privatperson übergab das Gemälde Anfang 2005 der deutschen Botschaft in Bischkek, um es dem rechtmäßigen Eigentümer - der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin – Brandenburg - zukommen zu lassen. Am 01.09. hat die Regierung der Republik Kirgisistan die Ausfuhrgenehmigung erteilt und damit die Rückkehr des Bildes nach Deutschland möglich gemacht.

Das Gemälde gehört seit der 1906 in der Berliner Nationalgalerie veranstalteten Jahrhundert-Ausstellung zu den bekanntesten Werken Franz Krügers. Es zeigt die zur Fürstin Liegnitz erhobene zweite Gemahlin Friedrich Wilhelms III., Auguste Gräfin Harrach, bei einem Ausritt in Begleitung einer Hofdame und eines Adjutanten im Charlottenburger Schlossgarten. In der Darstellung der Fürstin als elegante Reiterin orientierte sich Franz Krüger an damals in Mode gekommenen Szenen aus dem "sporting life" der englischen Oberschicht.

Franz Krüger (geb. 10.09.1797 in Großbadegast bei Köthen, Anhalt; gest. 21.01.1857 in Berlin) gelangte vor allem durch seine treffsicheren Porträts der Berliner Gesellschaft und seine von Kennerschaft zeugenden Pferdebilder zu Ruhm und Popularität ("Pferde-Krüger").

Das Auswärtige Amt begrüßt die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der kirgisischen Regierung bei der Rückführung kriegsbedingt verlagerten Kulturgutes.

Ein Foto des Bildes kann unter http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussenpolitik/kulturpolitik/kulturgueterrueckfuehrung-krueger_html abgerufen werden.

Rückführung von Kulturgütern

 

Das Internetangebot des Auswärtigen Amts: www.auswaertiges-amt.de Internetredaktion des Auswärtigen AmtsTelefon: 030-5000-2858E-Mail: Internetredaktion



Quelle: AUSWÄRTIGES AMT / pressrelations.de

13.09.2005 - 18:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 295 X

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