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Hochschulen bewerben sich mit 292 Graduiertenschulen und Exzellenzclustern




Bulmahn: "Hochschulen fördern Spitzen-Nachwuchs"

Die deutschen Hochschulen wollen ihre Förderung für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbessern und ihre Forschung verstärken. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn zeigte sich am Freitag in Berlin erfreut über die hohe Resonanz auf den Wettbewerb um die Einrichtung neuer Graduiertenschulen und Exzellenzcluster. Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) meldeten die Hochschulen 292 Projekte an. "Die deutschen Hochschulen bilden in den Graduiertenschulen den wissenschaftlichen Nachwuchs für die weltweite Spitzenforschung der Zukunft aus", sagte Bulmahn.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative wollen Bund und Länder etwa 40 Graduiertenschulen mit jährlich einer Million Euro für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses fördern. "Wer in Deutschland eine wissenschaftliche Laufbahn einschlägt, muss hierfür auch die besten Voraussetzungen finden," sagte die Ministerin.

In den Exzellenzclustern soll die Forschung stärker vernetzt werden und international sichtbare Schwerpunkte bilden. Für etwa 30 Netzwerke stehen insgesamt 195 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Die Cluster sollen die herausragenden Forscherinnen und Forscher zusammen führen. "Die Bündelung der Expertise bringt beste Arbeitsbedingungen für die Wissenschaft", sagte Bulmahn.

Bis zum 15. Oktober können sich Universitäten noch für eine Förderung in der dritten Programmlinie der Exzellenzinitiative mit "Zukunftskonzepten zu universitärer Spitzenforschung" bewerben. Sie müssen dafür mindestens ein wissenschaftliches Exzellenz-Zentrum von internationalem Ruf, eine Graduiertenschule sowie eine schlüssige Gesamtstrategie zu einem weltweit anerkannten "Leuchtturm der Wissenschaft" vorweisen können. Für die bis zu zehn auszuwählenden Universitäten stehen insgesamt 210 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern ist mit 1,9 Milliarden Euro bis zum Jahr 2011 finanziert. Der Bund übernimmt 75 Prozent des Fördervolumens. Die Länder, in denen die ausgewählten Einrichtungen ihren Sitz haben, stellen 25 Prozent der Förderung bereit.

Die in einer ersten Vorrunde ausgewählten Universitäten werden Anfang des kommenden Jahres aufgefordert, einen ausgearbeiteten Antrag zu stellen. Nach einer weiteren eingehenden Begutachtungsrunde soll die Bekanntgabe der Förderentscheidungen für alle drei Förderlinien im Herbst 2006 erfolgen. Für den Mai 2006 ist die zweite Ausschreibungsrunde geplant. Dazu sollen die Förderentscheidungen im Herbst 2007 getroffen werden.

 

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Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG (BMBF) / pressrelations.de

07.10.2005 - 18:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 309 X