10-Minuten-Takt wird ausgeweitet - Auch Richtung Dachau deutliche Taktverdichtung
(München, 15. Juli 2005) Die S-Bahn München GmbH freut sich, ihren Fahrgästen im Fahrplanjahr 2006 erneut deutliche Verbesserungen im S-Bahn-Verkehr anbieten zu können.
Gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) wurde der neue Fahrplan, der ab 11. Dezember 2005 gelten wird, entwickelt. Das Highlight wird die Einführung von Takt 10 auf der S-Bahn-Linie 2 bis Dachau sein. Im Zuge der Fertigstellung der neuen Tunnelstation Unterföhring werden die Flughafenlinien etwa im 10-Minuten-Abstand ab Flughafen in Richtung Innenstadt fahren. Gleichzeitig werden sich auch einzelne Liniennummern ändern.
"Wir freuen uns, dass wir den Fahrgästen ab Dezember 2005 weitere Verbesserungen im S-Bahn-Fahrplan anbieten können. Unser Dank gilt hier auch dem Freistaat, der für diese Ausweitung rund 310.000 zusätzliche Zugkilometer bei der S-Bahn München bestellt hat", so Heinrich Beckmann, Geschäftsführer der S-Bahn München, bei der Vorstellung des neuen S-Bahn-Fahrplans für 2006.
Voraussetzung für diese Qualitäts- und Kapazitätssteigerungen waren umfangreiche Infrastrukturausbauten, die vom Freistaat maßgeblich finanziert wurden. "Damit setzt der Freistaat seine Bemühungen um ein attraktives, den kontinuierlich wachsenden Anforderungen angemessenes S-Bahn-System fort", so Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG.
Die wichtigsten Verbesserungen
Nach Abschluss der Bauarbeiten in Unterföhring kann zum Fahrplanwechsel 2006 ein neues Fahrplankonzept verwirklicht werden. Mit der S 1 und der S 8 wird dann etwa alle 10 Minuten eine Verbindung ab Flughafen in Richtung Innenstadt angeboten.
Bei der S 1 Ostbahnhof – Freising/Flughafen wird es keine Veränderungen geben, die Flughafenlinie S 8 beginnt ab dem 11. Dezember 2005 in Geltendorf.
Die S 2 erhält zwischen Ostbahnhof und Dachau morgens von Mo – Fr (etwa 6.30 – 9.00 Uhr) und nachmittags von Mo bis Do (ca. 16:00 – 19.00 Uhr) einen 10-Minuten-Takt. In der übrigen Zeit - auch am Wochenende - gilt dann erstmals auch Richtung Dachau ein durchgängiger 20-Minuten-Takt.
Im Berufsverkehr wird der 20-Minuten-Takt bis Petershausen zeitlich ausgedehnt. In der übrigen Zeit und am Wochenende wird ein 20/40-Takt mit verbesserten Anschlüssen zum Regionalverkehr angeboten.
Die neue S-Bahn-Station Untermenzing macht die S 2 für viele Fahrgäste noch attraktiver.
Die Linie A von Dachau nach Altomünster wird an die neuen Fahrzeiten der S 2 angepasst. Ein zusätzlicher Zug zwischen Altomünster und Dachau im morgendlichen Berufsverkehr rundet das neue Angebot ab. Durch das erhöhte Zugangebot kommt es zu Fahrzeitverschiebungen von etwa 20 Minuten.
Zwischen Ebersberg und Mammendorf (früher: Nannhofen) kommt die S 4 zum Einsatz und wird auch das Angebot der bisherigen S 3 übernehmen. Die S 3, die im bisherigen Fahrplan als Takt 10-Linie zwischen Maisach und Zorneding unterwegs war, heißt jetzt – genau wie die "Stammlinie" – S 4. Mit der neuen S 4 wird der Eckanschluss zwischen S 2 und S 4 in Berg am Laim wieder hergestellt.
Die S 5 zwischen Herrsching und Holzkirchen bleibt mit dem bisherigen Angebot und dem Takt 10 zwischen Deisenhofen und Germering-Unterpfaffenhofen unverändert.
Einige Taktlagen der S 6 zwischen Tutzing und Starnberg werden geändert.
Damit ergibt sich in der Nebenverkehrszeit eine bessere Verteilung von Regionalbahn und S-Bahn nach Tutzing. Zusätzlich gibt es am Sonntag Morgen verbesserte Anschlüsse von der S-Bahn auf den Werdenfelstakt in Tutzing und damit bessere Verbindungen für Ausflügler aus dem Würmtal ins Werdenfels.
Im östlichen Bereich der S 6 werden drei Züge im Berufsverkehr am Nachmittag künftig in Großhelfendorf halten. Bei diesen S-Bahnen entfällt dafür der Halt in Dürrnhaar. Als Ersatzfahrmöglichkeit werden jeweils die drei 20 Minuten davor verkehrenden S-Bahnen bis Aying verlängert. Auch im Schülerverkehr wird das Angebot weiter optimiert. Die Nachtschwärmer-S-Bahn zwischen Kreuzstraße und Tutzing wird 20 Minuten später abfahren.
Auch die Nachtschwärmer entlang der S 7 können künftig länger ausgehen. Die beliebte Nachtverbindung vom Ostbahnhof nach Wolfratshausen fährt 20 Minuten später ab.
Damit für die Pendler aus Holzkirchen entsprechend der wachsenden Nachfrage ein größeres Platzangebot zur Verfügung steht, werden im Berufsverkehr einzelne Züge der S 20 und S 27 von und nach Holzkirchen verlängert.
Die S-Bahn, die um 6:51 Uhr in Holzkirchen beginnt, verkehrt über den Laufweg der S 27 bis München Hbf und kommt dort um 7:19 Uhr an, hält aus Fahrplangründen jedoch nicht in Otterfing, Sauerlach und Solln.
Ein weiterer Zug mit gleichem Laufweg beginnt um 8:30 Uhr in Holzkirchen und ersetzt damit eine Leistung der Bayerischen Oberlandbahn (BOB). Ankunft in München Hbf ist um 8:59 Uhr. Auch diese S-Bahn kann in Otterfing und Sauerlach nicht halten. Bei beiden S-Bahnen besteht direkter Anschluss aus dem Mangfalltal.
Die um 6:48 Uhr in Grafrath beginnende S-Bahn verkehrt wie heute über Pasing, Siemenswerke und Deisenhofen und wird neu bis nach Holzkirchen verlängert mit Halt an allen Stationen. Die Ankunft in Holzkirchen ist um 7:44 Uhr.
Nachmittags verkehrt von Montag bis Donnerstag eine S-Bahn ab München Hbf um 16:01 Uhr nach Holzkirchen (Ankunft 16:30 Uhr) und ersetzt damit eine Leistung der BOB. Freitags verkehrt diese S-Bahn ca. eine Stunde früher.
Und schließlich verkehrt noch eine S-Bahn um 17:39 Uhr ab Holzkirchen über den Laufweg der S 20. Ankunft in Pasing ist um 18:09 Uhr. In Sauerlach und Otterfing können diese Züge nicht halten.
Entwicklung der Qualität
Seit Einführung des 10-Minuten-Taktes im Dezember 2004 liegen die Pünktlichkeitswerte bei der S-Bahn München auf hohem Niveau. Im April und Mai wurden Spitzenwerte von 98% erreicht. Auch während der Hauptverkehrszeiten ist eine deutliche Stabilisierung der Pünktlichkeit festzustellen. "Wir freuen uns, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Freistaat und S-Bahn München GmbH zur Erhöhung der Pünktlichkeit Früchte tragen. Sowohl die vom Freistaat maßgeblich finanzierte Ertüchtigung der Stammstrecke als auch die von der S-Bahn München GmbH eingeführten organisatorischen Maßnahmen zur Optimierung der Betriebsabläufe haben sich bewährt", so Czeschka und Beckmann übereinstimmend.
Herausgeber: Deutsche Bahn AGKommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin
Quelle: DEUTSCHE BAHN / pressrelations.de
15.07.2005 - 19:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 2513 X
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