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Alpenkultur hautnah: von Alphornbläserinnen, Herrgottsschnitzern und Lüftlmalern


Von Alphornbläserinnen bis zu Herrgottschnitzern, von Lüftlmalern bis zu Lederhosenstickerinnen und von Sennern bis zu Fingerhaklern – in der Zugspitz-Region wird uraltes, alpenländisches Brauchtum auch heute noch gelebt. „In diesem Jahr bieten wir Gästen besondere Möglichkeiten, unsere Traditionen näher kennen zu lernen“, sagt Evelyn Stockmann von der Tourismusgemeinschaft Zugspitz-Region. Denn für 2007 wurde die „Alpenkultur in der Zugspitz-Region“ zum touristischen Jahresthema erhoben.

Wie wär’s mit einem Kurs im Alphornblasen? Oder mit einer Einführung ins Holzschnitzen? Gourmets kommen in der Schaukäserei Ammergauer Alpen in Ettal auf den Geschmack regionaler Milchprodukte oder können sich von Kräuterpädagogen in die Geheimnisse der Heilpflanzen einweihen lassen. Zu einem Streifzug durch die Geschichte regionaler Baustile lädt das Freilichtmuseum Glentleiten, das größte Freilandmuseum Oberbayerns, ab 31. März ein. Besucher können in den steinernen und hölzernen Zeitzeugen des Museumsdorfes den Alltag der alpenländischen Bevölkerung im Laufe der Jahrhunderte erleben.

Zurück in die Gegenwart: Nahezu jeder der 22 Orte, die sich zur Tourismusgemeinschaft Zugspitz-Region zusammengeschlossen haben, blickt stolz auf eigene Urgesteine der Alpenkultur. Mittenwald zählt einen der letzten Lüftlmaler zu seinen Einwohnern. Und Garmisch-Partenkirchen beherbergt mit den „Original Alphornbläserinnen aus dem Werdenfelser Land" eines der wenigen weiblichen Alphorn-Ensembles der Welt. Die feschen Musikerinnen weihen Gäste in speziellen Kursen in die hohe Kunst dieses Alpeninstrumentes ein, mit dem sich früher die Senner von Berg zu Berg verständigten. Im Passionsspielort Oberammergau lassen sich die fingerfertigen Holzschnitzer und Hinterglasmaler in der Lebenden Werkstatt über die Schultern schauen.

Von ihrer ausgelassenen Seite zeigt sich die Alpenkultur bei den Heimatwochen in Garmisch vom 28.7. bis 5.8. und in Partenkirchen vom 11. bis 20.8.: Neben traditionellen Trachten, Tanz und Blasmusik können Besucher den Einheimischen dabei zuschauen, wie sich diese beim Fingerhakeln gegenseitig über den Tisch ziehen oder sich im Steine heben messen. Neben diesen besonderen Alpinsportarten zählt auch das „Goaßlschnalzen“ zu den Highlights für Besucher, bei dem junge Burschen ihre Peitschen im lautstarken Stakkato auf den Boden knallen.

Ein seltenes und sehenswertes Spektakel lockt im Jahr der Alpenkultur nach Mittenwald, wo der Bozner Markt vom 4. bis 12. August die goldenen Zeiten des späten Mittelalters wieder aufleben lässt. Im 13. Jahrhundert zählte das an der alten Römerstraße gelegene
Mittenwald zu den Handelszentren des Alpenraumes. Geschäftsleute aus ganz Europa strömten hierher, um ihre Waren zu tauschen. Nur alle fünf Jahre verwandelt sich Mittenwald eine Woche lang zurück in das mittelalterliche Herz des Handels. Marktstände, Weinschänken, Handwerker, Kauf- und Edelleute vermitteln einen Hauch der Exklusivität, die den Ort damals umgab.

Pauschalen:
Alphornkurse: Zwei Übernachtungen mit Frühstück, täglich zwei bis drei Übungsstunden, Begleitmappe, Ortsführung Garmisch-Partenkirchen uvm. ab 210 Euro pro Person im Doppelzimmer.

Bozner Markt: Drei Übernachtungen mit Frühstück oder Halbpension (Ferienwohnung ohne Frühstück), Tageskarte zum Besuch des Bozner Marktes uvm. ab 73 Euro pro Person im Doppelzimmer (Gästehaus).


Quelle: Kunz & Partner PR / pressbot.net

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22.01.2007 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 582 X