Ludwig II. wäre not amused: Langläufer gleiten durch den Park von Schloss Linderhof
Der König wäre not amused. Fremde Menschen in hautengen Anzügen und mit Brettern unter den Füßen, die sich durch seine exklusive Parkanlage schieben. Schwitzend. Keuchend. Das wäre dem menschenscheuen Monarchen nicht recht gewesen, der sich extra im entlegenen Graswangtal zwischen den Bergen der Zugspitz-Region sein Traumschloss errichten ließ. 120 Jahre nach dem Tod des Regenten lockt Ludwigs Linderhof nicht nur mit Grotte, Gold und Geschichte, sondern im Winter auch mit einer der landschaftlich reizvollsten Langlaufloipen in Oberbayern.
Wie sonst sollte die Spur heißen, die sich von Oberammergau bis nach Linderhof und zurück durch die Schneedecke zieht, wenn nicht König-Ludwig-Loipe. 50 Kilometer gleiten oder skaten die Langläufer durch die Winterpracht, wobei sich die Strecke an diversen Einstiegspunkten verkürzen lässt. Vorbei an Ettal mit seiner berühmten Klosterbasilika und weiter durchs Graswangtal, das seinen wildromantischen Bergen den Ruf als schönstes Hochtal in Bayern verdankt. Die schneesichere Loipe de Luxe zählt zur leichten Kategorie, nur die unvergessliche Ehrenrunde durch Ludwigs Traumschloss muss man sich mit einem leichten Anstieg erkämpfen – abgesehen davon kann eigentlich jeder Langläufer auf den Spuren des Märchenkönigs sporteln.
Auch wer noch nie auf Ski gestanden hat, kann in den Genuss des Gleitens durch das Graswangtal kommen, dessen Loipen vom ADAC-Skiatlas mit vier Sternen ausgezeichnet wurden und auch die anderen Super-Spuren erkunden, die sich über 658 Kilometer durch die Zugspitz-Region ziehen: Nordic Cruising heißt der Trend, mit dem blutige Anfänger die Loipen erobern können. „Wer gehen kann, der kann auch cruisen“, erklärt Thomas Schwinghammer, ausgebildeter Langlauflehrer. Einfach mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, die Ski abwechselnd nach vorn schieben und wie beim Nordic Walking mit den Armen schwingen – das war’s schon. Kein komplizierter Diagonalschritt und keine knifflige Skating-Technik, die Neulingen beim herkömmlichen Langlaufen schon mal das Leben schwer machen.
Ein neuer Ski-Typ macht das Nordic Cruising möglich, der im Vergleich zu den klassischen Langlauf-Latten kürzer, breiter und wendiger ist. Wer die Weiten der Zugspitz-Region mal abseits der Loipen genießen möchte, kann mit den „Offroadern“ bequem aus der Spur und sogar durch Tiefschnee gleiten. „Beim Cruising lernt man die Landschaft besser kennen“, sagt Thomas Schwinghammer, der Kurse und geführte Touren anbietet. Cracks ziehen den alpinen Alleskönnern im Winter gerne das Fell über die Ohren und erkunden auf ausgewiesenen Routen höhere Gefilde. Steigfelle dienen bei den steileren Passagen als Aufstiegshilfe.
Anspruchsvolle Hänge erwarten die Langläufer aber auch auf den Loipen: In Kaltenbrunn können sich ambitionierte Skater, „Klassiker“ und Cruiser auf eine rabenschwarze Spur wagen, die sogar schon internationale Spitzensportler vor Herausforderungen gestellt hat. Wer den 6,2 Kilometer langen Rundkurs unter die Ski nimmt, bezwingt die schwierigste Loipe der gesamten Zugspitz-Region, die nicht mit steilen Anstiegen und Gefällen geizt. Von Kaltenbrunn aus bieten sich anschließend zahlreiche gemächlichere Touren an: Auf der Olympia-Loipe nach Garmisch-Partenkirchen oder zum Barmsee, den man auf einer leichten Loipe umrunden kann und dabei den Blick über das Wettersteingebirge schweifen lässt. Oder wie wär’s mit einem Abstecher zur Isarloipe in der Alpenwelt Karwendel? Über 15 Kilometer erstreckt sich das Naturerlebnis entlang des Flusses durch stille Landstriche, in denen man fast nur das Plätschern des Wassers hört. Langläufer können die Berglandschaft am Fuße des Karwendelgebirges auf einem 80 Kilometer langen Streckennetz entdecken.
Wen das Loipenfieber gepackt hat, braucht die Ski bei Einbruch der Dunkelheit nicht abzuschnallen: In Grainau können Langläufer unterm Sternenhimmel gleiten. Die 850 Meter lange Nachtloipe am Krepbach wird täglich von 17.30 Uhr bis 21 Uhr in sanftes Licht getaucht, so dass die Aktiven am Fuße der Zugspitze ihre letzten Runden durch den Schnee ziehen können. Und im benachbarten Garmisch-Partenkirchen lädt die Nachtloipe Kainzenbad zum 1,5 Kilometer langen, sanften Ausklang eines erlebnisreichen Langlauftages in der Zugspitz-Region ein.
Übrigens: Die Loipen der Zugspitz-Region sind kostenlos zugänglich und problemlos mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Insgesamt erwartet die Aktiven ein ca. 658 Kilometer langes, bestens präparierte Loipennetz, das zum größten Teil sowohl für Skating als auch klassischen Stil geeignet ist.
Pauschale:
Königlich Langlaufen: Fünf Übernachtungen im DZ mit Frühstück, Ausrüstungs-Check, Besuch Schloss Linderhof, eine geführte Langlaufwanderung und Gästekarte ab 189 Euro pro Person in einer Pension und ab 269 Euro pro Person im Hotel. Buchbar vom 5. Februar bis 30. März (Oberammergau).
Weitere Infos:
Tourismusgemeinschaft Zugspitz-Region, Richard-Strauss-Platz 1a,
D-82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. +49 8821/180-484, Fax +49 8821/180-485, info
zugspitz-region.de, www.zugspitz-region.de.
Quelle: Kunz & Partner PR / pressbot.net
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22.01.2007 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 311 X
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