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Picknick im Felde mit Onkel Ludwig: Absurdes Theater anlässlich des Ganghofer-Jubiläums stellt den Krieg bloß


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Kaufbeuren, 15.06.2005

Picknick im Felde mit Onkel Ludwig

Absurdes Theater anlässlich des Ganghofer-Jubiläums stellt den Krieg bloß

Kaufbeuren (jm).

Ein Leckerbissen für die Freunde des absurden Theaters verspricht die Inszenierung "Picknick mit Onkel Ludwig - Picknick im Felde" zu werden. Die Kulturwerkstatt Kaufbeuren spielt vom 24. bis 26. Juni jeweils ab 20.30 Uhr im improvisierten Open-Air-Theater im Spitalhof Fernando Arrabals Stück "Picknick im Felde" und baut dabei Sequenzen aus Ganghofers Kriegsgedichten "Eiserner Zither" ein. Die Aufführung ist nur eine von über 50 Veranstaltungen anlässlich des "Ganghofer-Jahres 2005" in Kaufbeuren, wo der bekannte Schriftsteller vor 150 Jahren geboren wurde (7. Juli 1855).

Wie viele andere berühmte Schriftsteller, Gelehrte, und Künstler seiner Zeit darunter Hermann Hesse, Thomas Mann, Gerhard Hauptmann und Max Planck verfiel auch Ludwig Ganghofer zu Beginn des Ersten Weltkrieges dem kollektiven Rausch des Nationalismus und der Kriegsbegeisterung. Der Heimatschriftsteller meldete sich freiwillig als Kriegsberichterstatter und vermischte literarisches Schaffen mit politischer Haltung. Zu jener Zeit entstanden auch die Gedichte unter dem Titel "Eiserne Zither".

Es war die Idee von Thomas Garmatsch, Arrabals Stück mit Ganghofer-Versen zu ergänzen. "Dadurch wird dem Thema Krieg und seinen absurden Auswüchsen zusätzlicher Nachdruck verliehen", erklärt der Leiter der Kaufbeurer Kulturwerkstatt. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht der Soldat Zapo, der von seinen fürsorglichen Eltern Besuch bekommt, die ungerührt von den Kriegshandlungen ein Picknick mit ihm veranstalten wollen. Eigentlich eine bestechende Idee, bis Zepo, ein Soldat der gegnerischen Seite, auftaucht und sofort gefangen genommen wird. Aus einer anfänglichen Soldatenfeindschaft entwickelt sich gegenseitiges Interesse und familiäre Eintracht, die allerdings durch eine Maschinengewehrgarbe ihr jähes Ende findet.

Absurdes Theater in Verbindung mit Kriegsgedichten - die außergewöhnliche Aufführung des sechsköpfigen Ensembles erfordert auch von den Zuschauern ungewöhnliche Dinge. So müssen die Besucher selbst Sitzgelegenheiten zur Freiluftbühne im Spitalhof des "kunsthaus kaufbeuren" mitbringen, wie sich das eben für ein Picknick im Freien gehört.

Karten für das absurde Freilufttheater gibt es zum Preis von zehn Euro (ermäßigt: sechs Euro) ab 13. Juni im Vorverkauf bei Lotto Toto Engels in Kaufbeuren, Telefon 08341/2313.



Weitere Informationen:

Kulturwerkstatt Kaufbeuren, Ganghoferstr. 6, 87600 Kaufbeuren, Telefon 0 83 41 - 8 18 48, Telefax 0 83 41 - 99 30 98, E-Mail: kulturwerkstattt-online.de , www.kulturwerkstatt-kaufbeuren.de , www.ganghofer-kaufbeuren.de

Verkehrsverein Kaufbeuren e.V., Kaiser-Max-Straße 1, 87600 Kaufbeuren, Telefon 08341/40405, Telefax 08341/73962, E-Mail: tourist-infokaufbeuren.de , www.ganghofer.kaufbeuren.de , www.kaufbeuren-tourismus.info

15.06.2005 - 22:42 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 679 X