Fahrtziel Natur wirbt für Urlaub auf leisen Sohlen
Die Bahn und vier große Umweltverbände machen sich für nachhaltige Mobilität stark / Deutschlands Nationalparks ohne Auto entdecken
(Waren/Müritz, 21. September 2005) Die Natur genießen und dabei die Natur schützen – dafür werben die Bahn und vier führende Umweltverbände in ihrer Kooperation "Fahrtziel Natur". Die Initiative ermuntert Urlauber und Ausflügler, deutsche Nationalparks und Großschutzgebiete ohne Auto zu besuchen, informiert über nachhaltige Mobilität in diesen besonders sensiblen Naturräumen und gibt Praxistipps für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
"Mit Fahrtziel Natur beweisen wir: Die Bahn fährt auch ins Grüne", sagt Bahnchef Hartmut Mehdorn. "Wir haben 180 Bahnhöfe, an denen man quasi direkt vom Zug in die Natur umsteigen kann. Nachhaltige Mobilität ist für die Bahn Realität."
Mehdorn eröffnete in Waren an der Müritz die jährliche Fachtagung von Fahrtziel Natur, die sich in diesem Jahr den Themen "Nachhaltige Mobilität und nachhaltiger Tourismus in Großschutzgebieten" widmet. In einem anschließenden Spitzengespräch zogen die Kooperationspartner – neben der Bahn der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) e.V., der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) e.V., die Umweltstiftung WWF-Deutschland und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) – auch eine Zwischenbilanz von "Fahrtziel Natur".
Seit April 2001 wirbt die Kooperation für den Besuch von Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks und macht sich zugleich für die autofreie Mobilität von Urlaubern und Ausflüglern stark. Fahrtziel Natur bewirbt zur Zeit 15 Gebiete - die Zahl der beworbenen Gebiete hat sich seit der Gründung von Fahrtziel Natur damit mehr als verdoppelt.
Geografisch reicht die Palette vom hohen Norden – dem Nationalpark Jasmund – bis an die Grenze Österreichs zum Nationalpark Berchtesgaden. Äußerst populäre Ausflugsziele wie der Nationalpark Sächsische Schweiz sind bei Fahrtziel Natur mit von der Partie, aber auch Geheimtipps wie Deutschlands einziger "Urwald", der Nationalpark Hainich in Thüringen.
Bei Schutzgebietsverwaltungen und regionalen Tourismusorganisationen wächst das Interesse an "Fahrtziel Natur", nicht zuletzt weil in populären Nationalparks Naturschutzziele und die umweltbelastende PKW-Nutzung der meisten Besucher nur schwer miteinander in Einklang zu bringen sind. Fahrtziel Natur weist buchstäblich Wege aus diesem Dilemma: Mit Faltblättern, Plakaten und der Internet-Plattform www.fahrtziel-natur.de mit durchschnittlich 80.000 Seitenaufrufen pro Monat liefert die Kampagne zahlreiche Tipps über Alternativen zum Auto bei der Fahrt in die Großschutzgebiete.
Hinweise auf Attraktionen und Veranstaltungen in den Schutzgebieten fehlen ebenso wenig wie Adressen von Fahrradverleihen und Tourenvorschläge. In diesem Jahr wurden knapp eine Million Faltblätter verteilt. Durch die Verteilung in allen ReiseZentren der Bahn erreichen die Broschüren interessierte Naturliebhaber im gesamten Bundesgebiet.
Neben Reisetipps für individuell anreisende Besucher hat sich Fahrtziel Natur darüber hinaus als Plattform für organisierte Reisen in die Großschutzgebiete etabliert. In dieser Saison wurden auf der Website 180 buchbare Reisearrangements verschiedener Veranstalter präsentiert. Beispielsweise bietet Ameropa, der Tourismus-Spezialist der Bahn, seit 2004 besondere Programme unter der Marke Fahrtziel Natur an. In Zusammenarbeit mit der BN Service GmbH, dem Reiseveranstalter des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in Bayern, hat Ameropa in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal den Spezialkatalog "Fahrtziel Natur und mehr" herausgegeben.
Wer Fahrtziel Natur individuell nutzt, findet auch auf der DB-Website www.bahn.de wertvolle Planungshilfen für Urlaubsreisen und Ausflüge in die Natur. In der erweiterten Reiseauskunft der DB-Website können nicht nur per Mausklick alle Zugverbindungen in Deutschland gesucht werden, sondern auch fast alle anderen öffentlichen Verkehrsmittel. Auch die "adressenscharfe" Verbindungssuche ist möglich: Wie man von Bahnhof oder der Bushaltestelle zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter kommt, wird auf Wunsch auf einer Kartenskizze angezeigt.
Fahrtziel Natur hat seit 2001 bereits tausenden Naturinteressierten umweltschonende Wege in die Großschutzgebiete gezeigt und sie für die sensiblen Lebensräume von Flora und Fauna sensibilisiert. Die fünf Träger arbeiten außerdem eng mit den Landesverwaltungen, Tourismusorganisa-tionen, Schutzgebietsverwaltungen, Verkehrsunternehmen und Gebiets-körperschaften zusammen. Bahn, Bund, Nabu, VCD und WWF wollen ihre gemeinsame Kampagne darum auch 2006 fortsetzen und ausbauen.
An Fahrtziel Natur beteiligen sich:
Informationszentren in den Wattenmeer-Nationalparks Nationalpark Jasmund Biosphärenreservat Südost-Rügen Müritz-Nationalpark Naturpark Uckermärkische Seen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin Nationalpark Eifel Nationalpark Harz Nationalpark Hainich Nationalpark Sächsische Schweiz Naturpark Frankenwald Nationalpark Bayerischer Wald Naturpark Bayerischer Wald Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen Nationalpark Berchtesgaden
Herausgeber: Deutsche Bahn AGKommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 BerlinVerantwortlich für den Inhalt: Werner W. Klingberg
Quelle: DEUTSCHE BAHN / pressrelations.de
21.09.2005 - 18:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 304 X
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