PK Confederations Cup 2005
15.06.05 - Beckstein: "Confederations Cup 2005 ist für Sicherheitsbehörden erster Testlauf zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Für 6 Personen aus der Problemfan-Szene Betretungsverbote für Frankenstadion und Meldeauflagen beabsichtigt"
"Der heute beginnende Confederations Cup in Deutschland ist für die Sicherheitsbehörden ein wichtiger Testlauf für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Dieses internationale Sportgroßereignis mit drei Begegnungen im WM-Stadion in Nürnberg gibt den Sicherheitsbehörden ein Jahr vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft die willkommene Gelegenheit, die von Bundes- und Landesbehörden gemeinsam vorangetriebenen Sicherheitsplanungen für die WM 2006 einer ersten kritischen Prüfung auf Herz und Nieren zu unterziehen", betonte Innenminister Dr. Günther Beckstein heute in Nürnberg. Der Minister wies darauf hin, dass im Vorfeld der Begegnungen in Nürnberg, vorsorglich gegen 6 Personen aus der Problemfan-Szene des 1. FC Nürnberg Betretungsverbote für den Bereich Frankenstadion und Meldeauflagen an bestimmten Spieltagen beabsichtigt sind.
Die Polizei wird nach den Worten Becksteins den Polizeieinsatz in Confederations-Spielen in Nürnberg mit der für die WM 2006 entwickelten Einsatzkonzeption bewältigen. Ziel des Einsatzkonzepts ist es, das unbeschwerte Erleben dieses Großereignisses durch ein hohes Maß an fühlbarer Sicherheit zu gewährleisten. Beckstein: "Die polizeilichen Einsatzmaßnahmen sind so angelegt, dass angemessene polizeiliche Präsenz in Abstimmung mit den Sicherheitsmaßnahmen des Veranstalters im unmittelbaren Umfeld des Stadions in Nürnberg ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet." Der Minister wies darauf hin, dass bei den Begegnungen des Confederations Cup im Nürnberg zwar nicht mit Hochrisikospielen zu rechnen ist: "Trotzdem werden die Erfahrungen für die Sicherheitsbehörden wertvoll für die weiteren Vorbereitungen der Spiele bei der WM 2006 sein". Erwartet werden vor allem Erkenntnisse für die Feinabstimmung der Zusammenarbeit der Polizei mit nicht polizeilichen Sicherheitsbehörden, ausländi!
schen Unterstützungskräften und Vertretern der Veranstaltung. Bayern wird unter anderem drei Beamte zur Zentralen Informationsstelle (ZIS) beim Landeskriminalamt in Düsseldorf entsenden. "Wo wir Verbesserungsbedarf erkennen, werden wir dies bei den weiteren Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2006 berücksichtigen", so Beckstein.
Kein Verständnis zeigte der Minister für Kritik am Umfang der Sicherheitsvorkehrungen: "Der friedliche Fan wird bei den Spielen des Confederations Cup genauso wie bei der WM 2006 von den Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr beeinträchtigt als es unbedingt notwendig ist. Wir dürfen aber die Augen nicht davor verschließen, dass allein in Deutschland bei der ZIS mehr als 6.000 Personen als gewaltbereit gespeichert sind. Vorfälle wie beim Spiel der Deutschen Nationalmannschaft unlängst in Slowenien machen deutlich, dass schon wenige Hooligans immensen Schaden anrichten können. Die geplanten Sicherheitsmaßnahmen sind deshalb unumgänglich, um einen störungsfreien Ablauf der Veranstaltungen zu gewährleisten."
Pressesprecher: Michael ZieglerTelefon: (089) 2192 -2114Telefax: (089) 2192 -12721E-Mail: presse
stmi.bayern.de
15.06.2005 - 22:42 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 384 X
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