2.247 Asylbewerber im Oktober 2005
Berlin, 9. November 2005 - Im Oktober 2005 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2.247 Asylerstanträge gestellt. Damit sank die Zahl der Asylbewerber im Vergleich zum Vormonat um 260 Personen (10,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2004 ging die Zahl der Asylbewerber um 651 Personen (-22,5 Prozent) zurück.
Von Januar bis Oktober 2005 ist die Anzahl der Asylanträge im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 6.077 (-20,1 Prozent) gesunken.
Die Zahlen im Einzelnen:
I. Aktueller Monat
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Oktober 2005 2.247 Personen (Vormonat: 2.507 Personen) Asyl beantragt.
Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 260 (-10,4 Prozent) gesunken. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (Oktober 2004: 2.898 Personen) hat sich die Zahl der Asylbewerber im Oktober 2005 um 651 (-22,5 Prozent) verringert.
Hauptherkunftsländer im Oktober 2005 waren:
Zum Vergleich
August
September
Oktober
1.
Serbien u. Montenegro
425
361
371
2.
Irak
231
287
204
3.
Türkei
173
237
192
4.
Russische Föderation
137
157
145
5.
Vietnam
110
130
144
6.
Aserbaidschan
82
93
90
7.
Syrien
53
87
87
8.
Iran
102
86
76
9.
China
40
65
55
10.
Indien
63
61
53
Im Oktober 2005 wurden neben den 2.247 Erstanträgen 750 Folgeanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.
Im Oktober 2005 hat das Bundesamt über die Anträge von 3.667 Personen (Vormonat: 3.676) entschieden.
Als Asylberechtigte anerkannt wurden 22 Personen (0,6 Prozent). Abschiebungsschutz nach § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten 123 Personen (3,4 Prozent). Abgelehnt wurden die Anträge von 2.376 Personen (64,8 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 1.146 Personen (31,2 Prozent).
Bei 78 Personen hat das Bundesamt im Oktober 2005 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
II. Laufendes Jahr
Für den Zeitraum Januar bis Oktober 2005 ergeben sich folgende Zahlen:In der Zeit von Januar bis Oktober 2005 haben insgesamt 24.130 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (30.207 Personen) bedeutet dies einen Rückgang um 6.077 Personen (-20,1 Prozent).
Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Oktober 2005 :
1.
Serbien u. Montenegro
4.675
Personen
2.
Türkei
2.542
Personen
3.
Irak
1.617
Personen
4.
Russ. Föderation
1.462
Personen
5.
Vietnam
998
Personen
6.
Iran
757
Personen
7.
Syrien
733
Personen
8.
Aserbaidschan
700
Personen
9.
Afghanistan
577
Personen
10.
China
540
Personen
Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2005 wurden neben den 24.130 Erstanträgen 12.347 Folgeanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.
Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2005 hat das Bundesamt 39.554 Entscheidungen (Vorjahr: 53.281) getroffen. 349 Personen (0,9 Prozent) wurden als Asylberechtigte anerkannt. 1.804 Personen (4,6 Prozent) erhielten Abschiebungsschutz nach § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes. 22.723 Asylanträge (57,4 Prozent) wurden abgelehnt. 14.678 Anträge (37,1 Prozent) wurden anderweitig erledigt.
Bei 541 Personen hat das Bundesamt in der Zeit von Januar bis Oktober 2005 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende Oktober 2005 11.269, darunter 8.296 Erstanträge und 2.973 Folgeanträge (Vormonat: 11.803 anhängige Verfahren, davon 8.681 Erst- und 3.122 Folgeanträge).
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Quelle: BUNDESMINISTERIUM DES INNERN (BMI) / pressrelations.de
10.11.2005 - 10:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 335 X