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Auch 60 Jahre nach Kriegsende


: Über 20 Tonnen Weltkriegsmunition vernichtet Beckstein dankt den Bombenräumern

"2004 wurden in Bayern über 20 Tonnen Weltkriegsmunition geborgen und vernichtet. Besondere Aufmerksamkeit verlangen nach wie vor Bombenblindgänger, auf die man noch immer vereinzelt bei Bauarbeiten stößt. Begleitet von entsprechenden Sicherungs- und Evakuierungsmaßnahmen der Polizei wurden im letzten Jahr 23 dieser Bomben von den Sprengmeistern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärft", gab Innenminister Dr. Günther Beckstein in München bekannt. Die Bergung, den Abtransport und die Vernichtung der Fundmunition führte im staatlichen Auftrag eine Vertragsfirma durch, die hierfür 9 Fachkräfte beschäftigt.

60 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wurden im Jahr 2004 bayernweit 18,64 Tonnen Kampfmittel geborgen und – einschließlich Fundmunition des vorangegangenen Jahres - 21,68 Tonnen Kampfmittel vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Freistaates Bayern vernichtet.

Aufgabe des Kampfmittelbeseitigungsdienst des Freistaates Bayern ist die Unterstützung der örtlichen Sicherheitsbehörden bei der Abwehr unmittelbarer Gefahren. Hierzu gehören Bergung bzw. Übernahme von aufgefunden Kampfmitteln, die ggf. erforderliche Entschärfung bzw. Sprengung, sowie Transport und Vernichtung der Munition. Wegen der großen Entfernungen in Bayern organisiert sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst in zwei Betriebsstätten, den Sprengkommandos München und Nürnberg. Insgesamt sind in Bayern für die Kampfmittelbeseitigung 9 Fachkräfte der vom Innenministerium beauftragten Vertragsfirma tätig, darunter 3 Sprengmeister. Für die vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erbrachten Leistungen wendet der Freistaat jährlich rund 700.000 Euro auf.

Beckstein dankt den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienst für ihr engagiertes und fachkundiges Handeln, vor allem auch für die Umsicht bei der Entschärfung von Bombenblindgängern. Dabei werden vor allem von den Sprengmeistern Risiken in Kauf genommen, um große Gefahren für die Allgemeinheit endgültig abzuwenden. "Trotz des schwierigen Arbeitsumfeldes ist es auch 2004 beim Kampfmittelräumdienst zu keinem Unfall gekommen. Erfreulicherweise wurden im vergangenen Jahr auch keine Unfälle mit Fundmunition aus der Bevölkerung gemeldet", stellte Beckstein mit Befriedigung fest.

Der Innenminister weist erneut eindringlich darauf hin, beim Fund solcher Gegenstände keinesfalls selbst Hand anzulegen, sondern jeden Munitionsfund umgehend der Polizei zu melden. Hierauf sollten Eltern unbedingt auch ihre spielenden Kinder hinweisen.

Mit Blick auf die Bauherren, die ein Grundstück bebauen oder anderweitig nutzen möchten, erinnert Beckstein daran, dass diese im Hinblick auf Kampfmittel selbst für dessen Eignung und die Sicherheit auf dem Grundstück verantwortlich sind. "Bei konkreten Anhaltspunkten für eine Kampfmittelbelastung, insbesondere durch Bombenblindgänger, muss der Bauherr von sich aus entsprechende Nachforschungen durchführen und die ggf. erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Die öffentliche Sicherheit darf durch unsachgemäßes Hantieren mit Kampfmitteln - auch unbeabsichtigt durch Erdarbeiten - nicht gefährdet werden", so Beckstein.

Weitere Informationen für Bauherrn und zum Kampfmittelbeseitigungsdienst enthält folgende Internetseite des Innenministeriums: http://www.stmi.bayern.de/sicherheit/innere/sicherleben/detail/09064 .

 

Pressesprecher: Michael ZieglerTelefon: (089) 2192 –2114Telefax: (089) 2192 –12721E-Mail: pressestmi.bayern.de



Quelle: BUNDESMINISTERIUM DES INNERN (BMI) / pressrelations.de

16.11.2005 - 10:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 514 X