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Vom Schlachthof zum Dienstleistungsbetrieb


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2008 ist für das Fleischversorgungszentrum Mannheim (FVZ) ein bedeutsames Jahr: Am 14. Juni feiert das FVZ sein 25-jähriges Jubiläum mit einem großen Schlachthoffest und einem Rückblick auf seine Anfänge als Städtischer Schlachthof in Mannheim.

Seit das FVZ am 27. Juni 1983 seine Tore öffnete, hat sich der Betrieb von Grund auf verändert: „Das heutige FVZ hat in den vergangenen Jahrzehnten einen enormen Struktur- und Bestimmungswandel von einem reinen Metzgerschlachthof zu einem modernen EU-Dienstleistungsbetrieb hin erlebt“, so das Resümee von Geschäftsführer Stefan Kampa. Seit 2001 steht er an der Spitze des FVZ, das als Nachfolger des Städtischen Schlachthofes in Betrieb genommen wurde.

Ein hochmodernes EDV-System ermöglicht es den Landwirten inzwischen sogar, online die Schlachtdaten und ihre Erlöse beim FVZ jederzeit abzurufen. Das wäre vor 30 Jahren nicht denkbar gewesen!

Die Grundidee, die damals die Planung bestimmte, war, das FVZ als Genossenschaftsschlachthof weiterzuführen, um regionalen Metzgerbetrieben die Möglichkeit zu geben, selbst zu schlachten. Die Idee wurde schließlich verworfen und der Blick geöffnet: „Unser Portfolio reicht vom Fleischgroßhändler, über Kantinen, Gastronomiebetriebe, den regionalen Einzelhandel bis hin zum kleinen Landmetzger“, meint Kampa. Seit er die Geschäfte führt, haben sich die Schlachtzahlen fast verdoppelt – rund 305.000 Schweine und 4.000 Rinder werden in dem modernen Betrieb jährlich geschlachtet.

Tierschutz und Tierethik stehen dabei an erster Stelle. Das FVZ verfügt über eine von Deutschlands modernsten Anlagen, mit automatischem Viehtrieb und CO2-Betäubung bei gleichzeitiger Optimierung der Prozesse und Qualitätssicherung. Die moderne Anlage kostete 550 000 Euro, seit Oktober 2005 ist sie in Betrieb.

Die dichte regionale Vernetzung mit den Landwirten und Fleischhändlern hat großen Anteil daran: Die Schlachttiere müssen keine endlos langen Transportwege zurücklegen, sondern stammen allesamt aus den angrenzenden Erzeugergebieten Hohenlohe, Kraichgau, Main-Tauber und der Metropolregion Rhein-Neckar.

Hierhin geht das Fleisch auch überwiegend – 80 Qualitäts-Metzgereien und Fleischgroßhändler aus Mannheim und Umgebung sind Kunden des FVZ.

Das Motto: Fleisch aus der Region für die Region

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die kurzen Wege von maximal 150 Kilometern vom Stall bis zum FVZ, auch den Stress für die Tiere gering halten. Das sichert die Spitzenqualität des Fleisches bis auf den Teller des Verbrauchers.

Denn Stress vor der Schlachtung setzt Hormone und Milchsäure frei. Das Fleisch würde somit viele seiner wertvollen Eigenschaften verlieren.

Mix aus Kontrollen als Markenzeichen

Als Markenzeichen des FVZ steht daher der intelligente, gläserne und sichere Mix aus Kontrollen: Angefangen bei den lückenlosen Prüfungen durch Amtstierärzte, die den gesamten Schlachtprozess begleiten, über die Überwachungen der Abläufe gemäß den Richtlinien des QS-Systems (Qualität und Sicherheit) sowie den Richtlinien des „Gutfleisch“-Programms, einer Edeka-Marke für Premiumfleisch. Die schnelle Lieferung in die Region und zum Bestimmungsort sichert die Frische des Fleisches.

„Das stellt natürlich hohe Anforderungen an den Betrieb, das Personal, die Qualität sowie die Abläufe“, so Kampa. Das FVZ versteht sich als „Mittler“ zwischen der „grünen Seite“ und dem Vermarkter. „Als Dienstleistungsschlachthof sind wir ein integraler Bestandteil der Kette. Im Gegensatz zu früher, als der Betrieb ein reiner Schlachthof war“, so Kampa.

Im FVZ wird nicht nach Gewinnmargen um jeden Preis geschielt, sondern auf Qualität und Lebensmittelsicherheit geachtet. „Für unser Fleisch, das in den Metzgereien angeboten wird, muss der Kunde zwar etwas mehr bezahlen, dafür ist er – was Frische und Qualität anbelangt – auf der sicheren Seite“, betont Kampa.

Seine Prognose für die kommenden 25 Jahre?

„Der Strukturwandel in der Branche wird weiter anhalten, der Wettbewerb wird sicherlich härter“, so der Geschäftsführer. „Die Qualität wird sich aber hoffentlich auf Dauer durchsetzen.“

Quelle: Tower Media GmbH / pressbot.net

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28.01.2008 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 140 X

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