anzeige [x]

 Artikel online: 54.981
 Redakteure registriert: 2.668
 Gesamtreichweite (Artikelaufrufe): 10.458.473

Chronische Lungenerkrankung: Lungengesellschaften verabschieden Therapiempfehlung


COPD: Lungengesellschaften verabschieden Therapiempfehlung

Mit einer Häufigkeit von etwa acht Prozent im Erwachsenenalter muss die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu den sprichwörtlichen "Volkskrankheiten" gezählt werden. Abgesehen von der Sterblichkeitsrate infolge Herzerkrankungen, wird die COPD in etwa zwanzig Jahren die führende Todesursache weltweit sein. Zurzeit gibt es keine zufriedenstellende Möglichkeit, das Fortschreiten der Erkrankung bei den Betroffenen dauerhaft zu verhindern, wenn nicht gleichzeitig das Rauchen eingestellt wird. Die medikamentöse Therapie fokussiert sich in der Regel auf die Linderung der Symptome. Ein therapeutisches Hauptziel ist die Reduktion der Belastungsdyspnoe durch eine wirksame Erweiterung der Atemwege mit Hilfe moderner Bronchodilatatoren wie den topisch wirkenden Anticholinergika und inhalativen Beta-2-Sympathomimetika.

Vor diesem Hintergrund wurde die GOLD (Global Initiative for Obstructive Lung Disease) ins Leben gerufen. Das Gremium hat umfangreiche Richtlinien erarbeitet, die von der WHO und allen bedeutenden internationalen pneumologischen Fachgesellschaften anerkannt worden sind. Darin werden einfache, im Praxisalltag anwendbare Diagnose- und Therapiestrategien angeboten. Neben der Spirometrie umfassen die diagnostischen Empfehlungen insbesondere Reversibilitätstests mit Bronchodilatatoren. Weiter wird anhand des FEV1 (forced expiratory volume per first second) eine Einteilung in drei Schweregrade vorgeschlagen, an der sich die empfohlene Stufentherapie orientieren sollte.

Neueste Empfehlungen

Im Sommer 2004 wurde ein gemeinsames Positionspapier der europäischen und amerikanischen Lungenfachgesellschaften verabschiedet, das eine an die europäischen und nordamerikanischen Gegebenheiten adaptierte Empfehlung zum COPD-Management enthält: Nach gesichertem COPD-Befund sollte bei Vorhandensein von Symptomen zunächst eine Bedarfstherapie mit inhalativen kurz wirkenden Bronchodilatatoren (Beta-2-Sympathomimetika, Anticholinergika) eingeleitet werden. Treten die Symptome dennoch weiterhin auf, sollte regelmäßig ein lang wirkendes Beta-2-Sympathomimetikum (oder ein Anticholinergikum) verordnet werden. Im nächsten Schritt wird die zusätzliche Therapie mit inhalativen Glukokortikoiden empfohlen, wobei deren Kombination sowohl mit lang wirkenden Beta-2-Sympathomimetika als auch mit Anticholinergika möglich ist.

>> Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie im eJournal ARZT SPEZIAL unter der URL http://www.arzt-spezial.de/1005/patient/atemwegserkrankungen/index.html

Weitere fachbezogene Informationen aus der Welt der Gesundheit und Medizin finden Sie in der aktuellen Ausgabe des eMagazins ARZT SPEZIAL, das kostenlos unter http://www.arzt-spezial.de zu erreichen ist.

 

AnsprechpartnerDr. J. WolffRedaktion ARZT SPEZIALTel.: 06241 - 9 55 421 www.arzt-spezial.de redaktionarzt-spezial.de  



Quelle: REDAKTION ARZT SPEZIAL / pressrelations.de

26.10.2005 - 10:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 399 X