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Feldversuch in Hanau: Philips erprobt das Bezahlen per Mobiltelefon




(pd) An Fahrkartenautomaten sind schon viele Menschen verzweifelt. Welche Taste muss für welche Strecke gedrückt werden? Welcher Tarif ist der günstigste? Es geht auch einfacher, wie ein Pilotprojekt von Philips und Nokia in Hanau zeigt. In Zusammenarbeit mit 200 Stammkunden des Rhein-Main-Verkehrsverbunds wird dort das Buchen und Bezahlen von Fahrkarten per Mobiltelefon erprobt.

Beim Ein- und Aussteigen aus den Bussen im Nahverkehr führen die Tester speziell programmierte Mobiltelefone an einem elektronischen Lesegerät vorbei. Die Benutzerdaten werden registriert, an eine zentrale Datenbank übermittelt und dort gespeichert. Am Monatsende wird für jeden Fahrgast eine Rechnung erstellt. Im Abgleich mit dem Tarifsystem wird für die gebuchten Fahrten der günstigste Gesamtpreis ermittelt.

Die bisherigen Ergebnisse dieses Feldversuchs sind vielversprechend. Die Fahrgäste müssen sich nicht in Warteschlangen vor den Fahrkartenschaltern einreihen oder ihr Ticket aus einem Automaten ziehen. Die Unsicherheit, eine falsche Tarifzone einzugeben und zu wenig oder zuviel zu bezahlt, entfällt – ebenso das Studium der komplexen Preissysteme. Einmal pro Monat erhalten die 200 Testpersonen eine Rechnung, in der alle Fahrten aufgelistet sind. Abgerechnet wird der für den Fahrgast günstigste Tarif. Das gilt auch und gerade für Vielfahrer, die ansonsten üblicherweise Wochen- und Monatskarten erwerben. Die Abrechnungs-Software berücksichtigt automatisch alle im Tarifsystem vorgesehenen Vergünstigungen.Für die Datenübermittlung über kurze Distanzen hat Nokia die Rückseiten der Mobiltelefone mit kontaktlosen Schnittstellen der "Near Field Communication" (NFC) ausgestattet. Diese Entwicklung von Philips ist die Basis-Technologie, die das Handy-Ticketing erst möglich macht. "Near Field Communication" erlaubt über wenige Zentimeter Entfernung den sicheren und zuverlässigen Informationsaustausch zwischen mobilen und stationären elektronischen Endgeräten.

Die Vorteile des Handy-Ticketings liegen auf der Hand. Fast jeder Erwachsene verfügt heute über ein Mobiltelefon. Was liegt da näher, als dieses Endgerät mit zusätzlichen Service-Funktionen zu verknüpfen? Hinzu kommt: Im Vergleich zur Plastikkarte verfügen Mobiltelefone über eine Fülle zusätzlicher Vernetzungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, die speziell im Nahverkehr von großem Nutzen sein können. So ist es beispielsweise denkbar, aktuelle Informationen zu Streckennetz und Fahrplänen zum Download bereitzustellen. Den Serviceleistungen sind kaum Grenzen gesetzt. Vorstellbar auch, dass Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie eventuelle Verspätungen auf die Mobiltelefone der Fahrgäste übertragen werden.



Quelle: PHILIPS / pressrelations.de

08.11.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 216 X