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Schnappauf: Mobil telefonieren mit weniger Strahlung




"Strahlung um 90% verringerbar - Schüler können Wirkung am Modell testen - beim Kauf auf Strahlungswert achten"

München, 11. November 2005 - Wussten Sie, dass Ihr Handy beim Telefonieren am Fenster 90 Prozent weniger Leistung braucht und entsprechend weniger Strahlung abgibt als im Rauminneren? Dies und vieles mehr zum richtigen Umgang mit dem Handy können Bayerns Schüler kostenlos und ab sofort in der Schule lernen. Darauf wies heute Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Werner Schnappauf in München zum Start des Projekts "Mobilfunk und Schule" hin. Schnappauf: "Das Landesamt für Umwelt verleiht spezielle Messköpfe, an denen die Schüler selber die unterschiedliche Leistungsabgabe der Handys im praktischen Einsatz ausprobieren können. Denn bereits beim Kauf und besonders beim Telefonieren kann die Handy-Strahlung deutlich verringert werden. Man muss nur wissen, worauf es ankommt". Nach den Worten des Ministers gehören Schülerinnen und Schüler zu den Hauptnutzern des Mobilfunks. Über 80 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland haben ein Handy und auch schon die Hälfte aller 11- bis 12-Jährigen telefoniert mobil - Tendenz steigend. "Auch wenn alle marktüblichen Handys die empfohlenen Maximalwerte größtenteils deutlich unterschreiten, sollte man sich schon beim Kauf bewusst für ein besonders strahlungsarmes Handy entscheiden", so Schnappauf. Der Minister forderte in diesem Zusammenhang auch die Hersteller auf, Strahlungswerte deutlich erkennbar schon auf der Verpackung anzugeben - für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit: "Es kann nicht sein, dass die Käufer erst im Kleingedruckten der Bedienungsanleitung auf den Strahlungswert ihres Handys stoßen".

Umfassende Informationen für Schüler und Lehrer stehen ab sofort auch im Internet unter http://mobilfunk.lfu.bayern.de zur Verfügung. Die vier wichtigsten Tipps, um die Handy-Strahlung zu minimieren, sind:

Sich zum Telefonieren einen günstigen Standort suchen: Viele Balken auf dem Handy bedeuten gute Funkverbindung und damit wenig Strahlung. Deshalb nah am Fenster, und nicht im Lift oder Keller telefonieren.Erst Handy ans Ohr, sobald eine Verbindung zustande gekommen ist.Antenne nicht mit Hand abdecken, sonst regelt das Handy die Sendeleistung hoch und strahlt stärker. Vor dem Kauf über den SAR-Wert des Handys informieren. Mit Headsets die Strahlung noch weiter verringern.

Gegenstand des neuen Schulprojekts sind künstliche SAR-Messköpfe, die die spezifische Absorptionsrate bestimmen, also die Strahlungsleistung, die der Kopf beim Telefonieren aufnimmt. Bayerische Schulen können für 1-2 Wochen einen SAR-Messkopf mit Laptop, Auswertungssoftware und begleitenden Foliensätzen beim Landesamt für Umwelt bestellen. Einzige Voraussetzung ist, dass der zuständige Lehrer an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen hat. Die Messköpfe demonstrieren die unterschiedliche Strahlungsleistung je nach Position des Handys am Kopf oder der telefonierenden Person im Raum. Auch wird deutlich, dass die Strahlung umliegender Sendeanlagen wesentlich niedriger liegt als die Strahlung eines genutzten Handys. "Ziel des neuen Schulprojekts ist es, schon den Jugendlichen das notwendige Hintergrundwissen zu vermitteln. Denn Bayern schreibt Vorsorge groß", so Schnappauf. Einbezogen in das Projekt "Mobilfunk und Schule" sind auch Fragen der Medienerziehung wie z.B. Handykosten, Kommunikation mit SMS oder Handys als Statussymbol.

Die spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, welche Strahlungsleistung der Körper beim Telefonieren aufnimmt. Je höher der gemessene Wert, desto mehr wird das Gewebe erwärmt. Zur Festlegung des SAR-Wertes wird in Deutschland eine Empfehlung der Strahlenschutzkommission zugrundegelegt, die einen Wert von 2 W/kg gemittelt über jeweils 10 g nennt. Diese Empfehlung basiert auf Leitlinien der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) und der Weltgesundheitsorganisation.

Weitere Informationen: http://www.elektrosmog.bayern.de © Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de



Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de

11.11.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 213 X