Mobilfunkmessungen geben Bürgern Sicherheit
(djd/pt). Handys gehören heute zum Alltag wie Autos oder Computer. Rund 65 Millionen Menschen in Deutschland telefonieren mobil. Für Diskussionen sorgt jedoch immer wieder die Frage, welche Wirkungen elektromagnetische Felder haben. Gefährdet Mobilfunk die Gesundheit? Schützen die Grenzwerte verlässlich? Einige Menschen sind verunsichert und haben Fragen. Kommunen, Institutionen wie auch Landesministerien haben in den vergangenen Jahren verstärkt auf bestehende Sorgen reagiert. Für mehr Aufklärung und Sicherheit beim Thema Mobilfunkfelder haben sie unabhängige Immissions-Messungen durchgeführt, so unter anderem in Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Auch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) überprüft laufend die Höhe der elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendeanlagen. Das Ergebnis der verschiedenen Messungen lautet, dass die Feldstärken gering sind und die bestehenden Grenzwerte in der Praxis deutlich unterschritten werden.
Kürzlich erfolgte auch in Hessen eine landesweite Messreihe unter der Schirmherrschaft des Umweltministeriums. Experten des TÜV Nord ermittelten entsprechend den Empfehlungen der Kommunen im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e.V. die Immissionen an über 100 Messpunkten. Im Allgemeinen erreichten die Werte auch nach Inbetriebnahme der neuen UMTS-Mobilfunknetze nur ein Hundertstel bis ein Tausendstel des gesetzlich zulässigen Rahmens. Anhand der Ergebnisse können sich Bürgerinnen und Bürger selbst ein klares Bild davon verschaffen, welche Immissionen in der Nähe von Mobilfunksendeanlagen sowie in ihren Wohnbereichen und im Umfeld von Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern tatsächlich auftreten. "Angesichts der geringen gemessenen Feldstärken unterhalb der gültigen Grenzwerte besteht kein wissenschaftlich begründeter Verdacht auf Gesundheitsrisiken", so die Einschätzung von Prof. Dr. med. Thomas Eikmann von der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Begrüßt wurde die TÜV-Messreihe vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch: "Das wird zweifellos zu mehr Transparenz beim Thema Mobilfunk-Immissionen führen."
Die Ergebnisse von über 4.500 Immissions-Messungen der Regulierungsbehörde können in einer speziellen Online-Datenbank unter www.regtp.de abgerufen werden. Die Daten und Fakten zur TÜV-Messreihe in Hessen sowie die Messergebnisse, vertiefende Hintergrundinformationen und eine zusammenfassende Broschüre finden sich im Internet unter www.izmf.de.
Allgemeine Infos zur Mobilkommunikation gibt es außerdem über die kostenfreie Hotline 0800/330 31 33.
Quelle: Pleon Kohtes Klewes / pressetreff.de
21.06.2005 - 13:49 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 461 X

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