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DJV gegen Überprüfung aller - Sportjournalisten vor Fußball-WM




Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich am heutigen Montag gegen die Akkreditierungsrichtlinie der FIFA für die Fußballweltmeisterschaft 2006 ausgesprochen. Es gehe nicht an, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, dass die Journalisten von Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz überprüft würden, bevor sie aus den Stadien berichten dürften. "Dieses Verfahren entbehrt jeder Grundlage und jeder Berechtigung."

Wie das FIFA-Organisationskomitee dem DJV auf Nachfrage bestätigte, müssen sich Berichterstatter der Fußball-WM bei der Akkreditierung damit einverstanden erklären, dass ihre persönlichen Daten "dem Bundeskriminalamt und der Bundespolizei zur Durchführung einer Zuverlässigkeitsüberprüfung elektronisch zur Verfügung gestellt werden", wie es in der FIFA-Richtlinie heißt. Und weiter: "Das BKA übermittelt die Daten dem Bundesamt für Verfassungsschutz."

"Ich kritisiere, dass die WM-Veranstalter die Journalistinnen und Journalisten als Sicherheitsrisiko und nicht als Partner sehen", sagte DJV-Vorsitzender Konken. Die Einbindung des Verfassungsschutzes in den Akkreditierungsvorgang mache die Spiele nicht sicherer, sondern vergifte die Arbeitsatmosphäre bei der WM-Berichterstattung. Konken forderte das FIFA-Organisationskomitee auf, die Weitergabe von Journalistendaten an die Sicherheitsbehörden sofort einzustellen.

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:Hendrik ZörnerBei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de

 



Quelle: DEUTSCHER JOURNALISTENVERBAND (DJV) / pressrelations.de

14.11.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 141 X