Winterausgabe der Zeitschrift NeueNachricht - Laptop und Liebesschwüre – Über die Erotik im Netz
Bonn – www.ne-na.de Weihnachten ist das Fest der Liebe. Dumm gelaufen, wenn man mal wieder allein unter dem Weihnachtsbaum sitzt. Doch das Internet schafft Abhilfe, wie NeueNachricht-Chefredakteur http://www.ne-na.de Ansgar Lange in seinem Artikel „Laptop und Liebesschwüre – Über die Erotik im Netz“ schreibt. „Mit Ende sechzig gehen wir in Rente und mit Mitte dreißig geht es schon bergab. Irgendwas kann da nicht stimmen. Als ich vor kurzem ‚Der große Gatsby’ von Francis Scott Fitzgerald las, blieb ich an einer Passage hängen. Sinngemäß stand dort, mit Mitte dreißig würden die Haare lichter, die Freunde seltener und mit der großen Liebe sei es auch vorbei. Bedenkliche Aussichten. Wofür soll man dann eigentlich noch bis zur Rente schuften?“, so Lange.
Vielleicht sei man mit Anfang 30 der großen Liebe noch gar nicht begegnet. Immer mehr junge Männer stellen ihre Füße ja bis Mitte 20 lieber bei den Eltern unter den Küchentisch, weil Mutti am Besten kocht und die Wäsche immer sauber und frisch ist. Also, eventuell ist „man“ der großen Liebe noch gar nicht begegnet, sondern hat vielleicht das ein oder andere erlebt, was wie die Legenden der Leidenschaft begann und als ziemlicher Rohrkrepierer endete.
„Als Journalist hat man in der Regel mehr Begegnungen und Berührungen mit einem Computer als mit einer Frau“, stellt Lange lakonisch fest. „Da wäre es doch genial, wenn man Medium und Muse zusammenführen könnte. Der gemeinsame Nenner von Internet und Liebe nennt sich Partnerschaftsvermittlung. Es hört sich alles so verlockend an: Kleiner Mausklick – großes Glück, Partner per Mausklick, Liebe aus dem Internet, www.traumprinz..., Online die große Liebe finden. Um es phallisch zu formulieren: Die Ratgeberliteratur zum Gefechtsfeld Internet und Eros schwillt unaufhörlich an.“
Das Internet kennt keine verachtenden Blicke und spöttischen Mundwinkel
„Das Internet ist frei von den sozialen Kontrollen der verachtenden Blicke, der spöttischen Mundwinkel“, sagt die Diplom-Psychologin Konstanze Fakih, die eine Lanze (Vorsicht Phallus-Symbol!) für die virtuelle Liebe bricht: „Das Neue hierbei ist prickelnd und aufregend; die physischen Hemmnisse der Scham, das Erröten, der peinlich berührte Blick nach unten, alles fehlt, selbst der Geruch, der manchmal störend als Mundgeruch oder Achselgeruch die Kommunikation stört, fehlt.“
Die üblichen Wege der Anbahnung entfallen demnach. Keine Flirts mehr an der Kasse im Supermarkt, keine verstohlenen Blick in U-Bahnen und Zügen, kein verklemmtes Rüberlinsen mehr beim Warten an der roten Ampel, keine Grübeleien mehr, ob auf der nächsten Party denn endlich die Traumfrau oder der Traummann neben einem am Buffet steht. Heute gehen „frau“ und „man“ ins Internet; und bei jedem verflixten siebten Mal klappt es sogar mit der Partnersuche.
Die Hauptzielgruppe ist zwischen 35 und 50. Diese Personengruppe ist eh schon schwer gestresst. Der Job erfordert höchste Professionalität und Flexibilität, die eigene staatliche Rente wird nie und nimmer reichen, also sind Sonderschichten für die private Vorsorge angesagt, diverse Freizeitaktivitäten erfordern höchsten Einsatz, und dann fragt auch noch Mutti oder Vati nach, ob man denn ewig Single bleiben wolle. Doch das wäre in unserer Gesellschaft gar nicht so schlimm, schlimmer ist der vermeintliche Makel des Alleinlebens. „Mit dem Jungen stimmt was nicht“, meint die Omi. Und überdies hat man die neuesten Publikationen von Udo Di Fabio und Paul Kirchhof gelesen und fühlt sich ganz schlecht bei dem Gedanken, die ganze Schuld an der Kinderlosigkeit unserer Gesellschaft auf sich geladen zu haben.
Last exit Partnervermittlung: Für knappe acht Euro ist man bei einigen Kontaktbörsen wie Friend-scout24, Meetic, Ilove oder Neu dabei. Hier fanden sich schon Mau und Tobias, Beate und Manuel, Nini und Claus und Svenja und Ralf. Unter Pseudonymen wie averageass, Turteltaube, hasi25 oder WunschPrinz kann man nach Herzenslust online parlieren. Bei der Agentur Parship ist es allerdings etwas teurer: Wer sich sechs Monate bei der Partnersuche helfen lassen will, muss dafür 179 Euro zahlen. Die Partnerbörse Be2 will 146 Euro haben. Dafür werben diese Agenturen damit, dass sie keine Billigheimer sind, sondern mit Hilfe komplizierter Psychotests die Angehörigen beiderlei Geschlechts zusammenführen. Wenn man dann einen adäquaten Partner gefunden hat, muss der oder die Glückliche nur noch die eigene Familie und die Freunde von dem neuen Partner überzeugen. Wer sich vor dem Selbstversuch einen Überblick über Vor- und Nachteile des Internet-Datings verschaffen will, sollte NeueNachricht lesen.
Die Printausgabe von NeueNachricht erscheint vierteljährlich. Das Einzelheft kostet 8,20 Euro. Bestellungen per Fax unter: 0228 – 620 44 75 oder E-Mail: sohn.de." target="_blank">baerbel.goddon
sohn.de. Redaktionen erhalten Besprechungsexemplare kostenlos.
Redaktion
medienbüro.sohn
Ettighoffer Straße 26a
D – 53123 Bonn
FON +49 (0) 228 – 6204474
FAX +49 (0) 228 – 6204475
medienbuero
sohn.de
www.ne-na.de
Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net
Ihr Ansprechpartner:
| Firma | : | medienbüro.sohn |
| Name | : | Gunnar Sohn |
| Straße | : | Ettighofferstr. 26a |
| Stadt | : | - 53123 |
| |
| |
| |
| WWW | : | http://www.ne-na.de |
| E-Mail | : |  |
20.12.2005 - 12:50 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 191 X